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Timo Hildebrand: Ein Leben am Limit – und darüber hinaus

Timo Hildebrand: Ein Leben am Limit – und darüber hinaus

7 June 2021. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Timo Hildebrand will reden. Der ehemalige Profifußballer will offen erzählen, dass ein Leben als Spitzensportler nicht immer nur Zuckerschlecken bedeutet. Gerade ist das Buch „Am Limit – Wie Sportstars Krisen meistern“ erschienen. Darin erzählen Olympiasieger, Weltmeister und Champions League-Sieger in exklusiv geführten Interviews über ihre Leidenschaft für den Sport einerseits, aber andererseits auch von den Schattenseiten an der Spitze. Sie berichten von Leistungsdruck, Burnout, Schmerzen, Magersucht, Depressionen, Ängsten – nichts ist ihnen fremd. Der berühmte Ex-Torwart Timo Hildebrand ist einer von ihnen. Das Buch hat viel positiven Zuspruch bekommen. Teile aus einigen Interviews, wie auch das von Timo Hildebrand, sind online abrufbar.

Timo Hildebrand – Von Siegen und Niederlagen

Der 42 Jahre junge Timo Hildebrand spricht in seinen Vorträgen über Siege und Niederlagen und den schmalen Grat zwischen Superheld und Loser. Offen erzählt er wie es sich anfühlt, ganz oben und ganz unten zu stehen, wie er Siege, Niederlage, Meisterschaften, Abstieg und wieder aufstehen erlebt hat. Denn all das hat er am eigenen Leib erfahren.

„Der steile Aufstieg macht viel mit einem jungen Menschen“, sagt Timo Hildebrand. „Wenn man mit 20 Millionen verdient, das macht ja etwas mit einem. Da schwimmt man natürlich schon in so einem Sog: Mir gehört die Welt! Diese Demut, die lernt man dann wahrscheinlich erst nach der Profikarriere, wo gehöre ich sonst noch hin?“

Kindheit auf dem Bolzplatz

In dem berührenden Interview erzählt er auch offen von seiner eigenen Kindheit, in der der Fußball, damals der „Bolzplatz“, für ihn zu einem Zufluchtsort wurde. „Mein Vater war Alkoholiker, es gab viel Streit in der Familie“, erzählt er. „Ich glaube, ich habe im Fußball meinen Ersatz gefunden. Und meine Heimat.“ Mit 16 zog er ins Fußballinternat des VfB Stuttgart und biss sich durch, bis er es zum Profi schaffte. Mit 20 bestreitet er sein erstes Bundesliga-Spiel.

Wenn man Timo Hildebrand zuschaut und zuhört, berührt der berühmte Mann etwas in einem. Obwohl damals von einigen als arrogant eingestuft, zeigt sich jetzt ein verletzlicher und auf eine Weise weiser Mensch. Vielleicht ist das mehr der echte Timo Hildebrand, der er immer war.

Noja und seine magischen Torwarthandschuhe

Der gebürtige Hesse lebt mit seiner Familie in Stuttgart. Eine Geschichte, die er seinem Sohn Neo oft erzählt, hat er in einem kleinen, wunderschön illustrierten Buch veröffentlicht. Es heißt „Noja und seine magischen Torwarthandschuhe“. Die Geschichte handelt von dem sechsjährigen Noja, der eigentlich lieber Stürmer als Torwart werden möchte. Bis ihm sein Vater ein Paar magische Torwarthandschuhe zum Geburtstag schenkt. „Ein Buch für alle kleinen Fußballhelden, die einmal ganz groß werden möchten. Das Wichtigste ist, dass ihr immer an euch glaubt“, so schreibt Timo Hildebrand im Vorwort des Buches.

Timo Hildebrand ist es wert, Gehör zu finden. Er berührt und rückt die teils ver-rückte Welt wieder grade. Dafür verdient er eine Menge Respekt und Anerkennung.

Ähnlicher Referent
Timo Hildebrand

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Fussballexperte, Investor & Unternehmer

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Timo Hildebrand: Ein Leben am Limit – und darüber hinaus

7 June 2021. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Timo Hildebrand will reden. Der ehemalige Profifußballer will offen erzählen, dass ein Leben als Spitzensportler nicht immer nur Zuckerschlecken bedeutet. Gerade ist das Buch „Am Limit – Wie Sportstars Krisen meistern“ erschienen. Darin erzählen Olympiasieger, Weltmeister und Champions League-Sieger in exklusiv geführten Interviews über ihre Leidenschaft für den Sport einerseits, aber andererseits auch von den Schattenseiten an der Spitze. Sie berichten von Leistungsdruck, Burnout, Schmerzen, Magersucht, Depressionen, Ängsten – nichts ist ihnen fremd. Der berühmte Ex-Torwart Timo Hildebrand ist einer von ihnen. Das Buch hat viel positiven Zuspruch bekommen. Teile aus einigen Interviews, wie auch das von Timo Hildebrand, sind online abrufbar.

Timo Hildebrand – Von Siegen und Niederlagen

Der 42 Jahre junge Timo Hildebrand spricht in seinen Vorträgen über Siege und Niederlagen und den schmalen Grat zwischen Superheld und Loser. Offen erzählt er wie es sich anfühlt, ganz oben und ganz unten zu stehen, wie er Siege, Niederlage, Meisterschaften, Abstieg und wieder aufstehen erlebt hat. Denn all das hat er am eigenen Leib erfahren.

„Der steile Aufstieg macht viel mit einem jungen Menschen“, sagt Timo Hildebrand. „Wenn man mit 20 Millionen verdient, das macht ja etwas mit einem. Da schwimmt man natürlich schon in so einem Sog: Mir gehört die Welt! Diese Demut, die lernt man dann wahrscheinlich erst nach der Profikarriere, wo gehöre ich sonst noch hin?“

Kindheit auf dem Bolzplatz

In dem berührenden Interview erzählt er auch offen von seiner eigenen Kindheit, in der der Fußball, damals der „Bolzplatz“, für ihn zu einem Zufluchtsort wurde. „Mein Vater war Alkoholiker, es gab viel Streit in der Familie“, erzählt er. „Ich glaube, ich habe im Fußball meinen Ersatz gefunden. Und meine Heimat.“ Mit 16 zog er ins Fußballinternat des VfB Stuttgart und biss sich durch, bis er es zum Profi schaffte. Mit 20 bestreitet er sein erstes Bundesliga-Spiel.

Wenn man Timo Hildebrand zuschaut und zuhört, berührt der berühmte Mann etwas in einem. Obwohl damals von einigen als arrogant eingestuft, zeigt sich jetzt ein verletzlicher und auf eine Weise weiser Mensch. Vielleicht ist das mehr der echte Timo Hildebrand, der er immer war.

Noja und seine magischen Torwarthandschuhe

Der gebürtige Hesse lebt mit seiner Familie in Stuttgart. Eine Geschichte, die er seinem Sohn Neo oft erzählt, hat er in einem kleinen, wunderschön illustrierten Buch veröffentlicht. Es heißt „Noja und seine magischen Torwarthandschuhe“. Die Geschichte handelt von dem sechsjährigen Noja, der eigentlich lieber Stürmer als Torwart werden möchte. Bis ihm sein Vater ein Paar magische Torwarthandschuhe zum Geburtstag schenkt. „Ein Buch für alle kleinen Fußballhelden, die einmal ganz groß werden möchten. Das Wichtigste ist, dass ihr immer an euch glaubt“, so schreibt Timo Hildebrand im Vorwort des Buches.

Timo Hildebrand ist es wert, Gehör zu finden. Er berührt und rückt die teils ver-rückte Welt wieder grade. Dafür verdient er eine Menge Respekt und Anerkennung.

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Andere Artikel
Die Kunst des guten Lebens – Autor und Philosoph Rolf Dobelli weiß, wovon er spricht
26 Sep 2017

Die Kunst des guten Lebens – Autor und Philosoph Rolf Dobelli weiß, wovon er spricht

Da kamen zunächst erfolgreiche Stationen und Positionen. Zum Beispiel war er CEO bei Swissair. Er lebte in etlichen Ländern dieser Welt – dazu gehören England, Australien, Hongkong und die USA. Nach seinem Ausstieg schenkte ihm die Swissair einen Urlaub auf Hayman Island. Nach vielen Stunden Schlaf kam damals die Idee mit dem Schreiben auf – genauer gesagt: die Idee, alle guten Bücher zusammenzufassen. Und das hat er dann getan. Er gründete mit Freunden die Firma getAbstract.Aus der Midlife Crisis zum RomanschriftstellerUnd das führte unter anderem zum Roman ‚Fünfunddreißig: eine Midlife Story‘, der 2003 bei Diogenes erschien. Inzwischen hat er mehr als zehn Bücher veröffentlicht. Als Kolumnist tauchte er bei renommierten Medien wie die FAZ, NZZ, Handelsblatt, Sonntagszeitung, Die Zeit oder dem Stern auf. Was macht seinen Erfolg aus? Er sagt selbst, dass er die Wirklichkeit reduziert – aber nicht simplifiziert. In einem Interview mit der FAZ sagte er einmal, dass er ein Anti-Ratgeber, ein Skeptiker sei. Und auf die provozierende Frage ‚Außer Skepsis bieten Sie nichts?‘ antwortete er: ‚Das Schlaueste, was man jetzt machen kann, ist, selbständig zu denken und in die Geschichte zu gucken, wie es in ähnlichen Fällen gelaufen ist.‘Vom iPhone und SelbstüberschätzungSeine Denkansätze polarisieren sicherlich. Wenn er zum Beispiel die These vertritt ’sich nicht zu überschätzen und lieber über Fehlervermeidung nachzudenken als über Erfolg‘, dann mag das manchem karrieregetriebenen Manager klein und falsch vorkommen. Ich persönlich finde diesen Ansatz höchst spannend. Und die Geschichte beweist regelmäßig, dass er korrekt ist. Im selben FAZ-Interview lautete eine weitere Antwort ‚Die meisten Menschen sind nicht dazu geboren, ein iPhone zu erfinden. Das ist es, wenn ich schreibe, man solle sich nicht selbst überschätzen, weil die Gefahr, dass Sie brutal auf die Nase fallen, nun mal hoch ist.‘ Übrigens: einer seiner Essays ist ‚Vergessen Sie News! Für eine gesunde Nachrichten-Diät‘. Und nun ist es tatsächlich kein Wunder, wenn man über ihn lesen kann, dass er nahezu keine News konsumiert – mit Ausnahme der Zeitschriften The New Yorker und Science und Nature – dafür aber umso mehr Bücher.In seinen Vorträgen spricht er über die Kunst des selbständigen Denkens und Handelns sowie über Finanzen und Wirtschaft, Globalisierung, Politik, Rhetorik, Kommunikation und Life Science. Weitere Informationen gern telefonisch oder per Email unter: [email protected]

Lars Thomsen - Die nächsten 10 Jahre betreffen uns alle
18 Oct 2023

Lars Thomsen - Die nächsten 10 Jahre betreffen uns alle

Lars Thomsen ist gebürtiger Hamburger und wollte schon immer wissen, wie es gelingen kann, Zukunft berechenbar zu machen. Seit er 22 Jahre alt ist berät der 68er als selbständiger Unternehmer Firmen, Konzerne, Institutionen und regierungsnahe Stellen in Europa. Er unterstützt sie dabei, Zukunftsstrategien und Geschäftsmodelle der Zukunft zu entwickeln.Lars Thomsen sagt klar: Die Entwicklungen der nächsten 10 Jahre betreffen uns alle. An den Entwicklungen der Welt wird niemand vorbeikommen, und besser machen wir mit als nur dabei zu zusehen.Lars Thomsen gehört zu den weltweit führenden Zukunftsforschern. Er gilt als einer der einflussreichsten unter ihnen. Thomsen ist Experte für die Zukunft von Energie, Mobilität und Smart Networks. Mittlerweile gehören mehr als 800 Unternehmen zu seiner persönlichen Referenzliste, mit seinem Unternehmen future matters hilft er Unternehmen, "über Zukunft nachzudenken", Szenarien zu erstellen und Geschäftsmodelle zu entwickeln.Konkret: Lars Thomsen unterstützt mit future matters Unternehmen und Branchen dabei, "zukünftige Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen, sich darauf vorzubereiten und davon zu profitieren." Dabei geht es um Prognosen für Zeiträume von gut 10 Jahren.In der Zukunftsforschung, so Lars Thomsen, gehe es weniger um traditionelle Forschung und Lehre, sondern um konkrete Methoden zur exakten Berechnung von Tipping Points und der zeitgenauen Verortung dieser Systembrüche auf einer Roadmap.Trendforschung, so erklärt der Zukunftsvisionär, sei dabei nur einer der Bausteine der Zukunftsforschung. Auf der Website von future matters schreibt er, dass "leise Signale" schon lange vorher entstehen und für Experten erkennbar sind, lange bevor sich ein Trend abzeichnet, der dann für die Allgemeinheit deutlich wird.Lars Thomsen hat sich darauf spezialisiert, Zukunftslandkarten und Roadmaps für Innovations-Teams, Vorstände und Aufsichtsräte zu erarbeiten. Dabei geht es in der Regel immer um erprobte Techniken wie Trend-Umfeld-Analyse, InnovationLab, Roadmapping-Prozess, Zukunftslandkarte, Strategie-Workshop und weitere.Lars Thomsen: "Die Entwicklungen der nächsten zehn Jahre betreffen uns alle."Er möchte durch seine Arbeit als Keynote Speaker weitere Kreise ziehen und einer breiteren Masse deutlich machen, dass Zukunft alle angeht. Weil niemand an ihr vorbeikommt.Lars Thomsen möchte mit seiner Arbeit dazu beitragen, die Sorge vor möglichen Zukunftsszenarien einzudämmen. Das kann seiner Ansicht nach gelingen, wenn mehr Verständnis für eine mögliche Zukunft auch eine breite Masse erreicht.Lars Thomsen sagt: "In den kommenden Jahren werden sich fundamentalere Veränderungen ereignen als je zuvor. Gerade für diejenigen, die langfristig denken und planen, sind diese Veränderungen von großer Bedeutung. Es ist eine spannende Zeit für Menschen, die Veränderungen begrüßen und sich darin wohlfühlen. Für diejenigen, die vorsichtiger sind oder Angst vor Veränderungen haben, kann diese Zeit jedoch herausfordernd sein."So gehe es um Themen wie Mobilität, Energie, den verstärkten Einsatz von Robotik, die Transformation des Gesundheitswesens und der Gesellschaft, die Umverteilung finanzieller und zeitlicher Ressourcen und vieles mehr.Lars Thomsen möchte für ein besseres Verständnis von Veränderung und Innovation sorgen, und über seine Vorträge Freude auf die Zukunft machen und die Neugier wecken. Hinschauen und mitmachen statt wegschauen und davonlaufen, könnte das Motto lauten."Innovationen entstehen vor allem, um unser Leben schöner zu machen." Natürlich gäbe es auch immer die, die sagen: "Früher war alles besser." Das sei allerdings so nicht richtig.Und Lars Thomsen erklärt auch, warum das so nicht stimmt: "Gehen wir einmal 5.000 Jahre zurück. Da haben wir in Höhlen gelebt und hatten jeden Tag sehr grundlegende Existenzängste. Da stellte sich eher die Frage, wie wir den Winter überleben, oder ob von einem anderen Stamm eine große Gefahr ausgeht. Können oder müssen wir sie ausschalten oder schalten sie uns aus? Gleichzeitig hatten wir auch da schon innovative Ansätze und Fragen, wie etwa: Kann Feuer vielleicht auch nicht nur bedrohlich sein, sondern vielleicht auch nützlich? Oder: Diese kahlen Wände können wir doch für Malereien nutzen – ob nun zum Verschönern oder für die Informationsweitergabe. Oder auch: Wie können wir denn den Eingang verschließen und besser schützen? Letztendlich war das doch die Erfindung der Tür."Der Experte für Zukunft vertritt eine in dieser Hinsicht optimistische Haltung, denn Menschen hätten in der Vergangenheit immer ihre Kreativität und Innovationskraft genutzt, um das Leben einfacher zu gestalten und schrittweise zu verbessern."Die ganze Welt geht nach vorne, und das schließt uns selbstverständlich mit ein", so der Chief Futurist. In seinen Vorträgen gibt er Ausblicke auf die Veränderungen, die uns in den nächsten 10 Jahren erwarten, er spricht über die Zukunft der Arbeit, über KI und wie sie dabei helfen kann, die Dummheit zu besiegen, über Energie, die Zukunft der Mobilität oder Innovationskultur."Lars Thomsen zählt zu den wichtigsten Trend- und Zukunftsforschern Europas." So sagt das Schweizer Radio SRF. Überzeugen Sie sich selbst.Zukunftsforscher Lars Thomsen für Vorträge und Workshops bei Referenten24 buchen. Rufen Sie uns an unter +49 (0)6032 785 93 93 oder schreiben an [email protected]

Zarifa Ghafari: Kämpferin für das Gute in Afghanistan und auf der Welt.
19 Oct 2021

Zarifa Ghafari: Kämpferin für das Gute in Afghanistan und auf der Welt.

Zarifa Ghafari steht aufrecht auf der großen Bühne, so, als könnte sie nichts und niemand von ihrer großen Mission abhalten. Die zierliche Frau war bis vor nicht langer Zeit Bürgermeisterin der afghanischen Provinzhauptstadt Maidan Shar. Ein bemerkenswerter Job in einem Land wie Afghanistan, in dem Frauenrechte seit der Machtübernahme der Taliban mit Füßen getreten werden. Sie ist nach Deutschland geflohen. Um ihre Familie vor weiteren Bestrafungen zu schützen.In einem aktuellen Bericht der Organisation "Human Rights Watch" heißt es etwa: "Aus Angst vor den Taliban und den von diesen auferlegten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Frauen sind sie weitgehend in ihren Häusern gefangen und sehen zu, wie Arbeit, Studium und Träume, denen sie ihr Leben gewidmet hatten, vielleicht für immer verschwinden." Die in Paris lebende afghanische Künstlerin Kubra Khademi hatte vergangene Woche in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" berichtet, dass „junge unverheiratete Frauen ohne ihr Einverständnis von den Taliban an junge Pakistaner zur Heirat übergeben würden. Die männlichen Nachkommen aus diesen Ehen würden dann im Geiste der Ideologie der Bewegung erzogen, um auch auf diese Weise den Nachwuchs zu sichern.“Das will man/frau sich am liebsten alles gar nicht vorstellen, und selbst wenn können wir es vermutlich nicht einmal ansatzweise. Zarifa Ghafari hat das harte in ihrer Rolle als Frau und Politikerin in Afghanistan am eigenen Leib erfahren. Sie hat drei Mordanschläge überlebt und musste die Ermordung ihres Vaters miterleben.Gerade ist die gerade einmal 29 Jahre junge Zarifa Ghafari unter größter Gefahr aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Am Boden eines Autos zusammengekauert, so berichtet sie, hat sie es mit ihrer Familie die Checkpoints der Taliban bis zum Flughafen in Kabul geschafft, dort wurde sie von der Bundesregierung evakuiert.Zarifa Ghafari: Öffentliche Auftritte, die aufrütteln.Im Augenblick sieht und hört man die mutige junge Frau häufig in zahlreichen medialen Auftritten. Zarifa Ghafari nutzt die Öffentlichkeit, um aus erster Hand und ohne Beschönigungen über die Zustände in Afghanistan zu berichten. Sie erzählt von „wirklich angsteinflößenden Zuständen“. Alle, die im Land zurückgeblieben sind und zu denen sie weiterhin Kontakt hält, hätten Angst um ihre Leben. „Es ist ein Albtraum“, sagt sie.Derzeit ist Zarifa Ghafari in Nordrhein-Westfalen und will nun ihre Mission fortführen, für Menschen- und vor allem Frauenreche in ihrem Heimatland zu kämpfen: „Ich werde weiter für die afghanische Bevölkerung, besonders die Frauen, arbeiten. Es ist wichtig, eine weltweite Bewegung zu schaffen, die sich mit den Frauen solidarisiert. Momentan ist das alles, was ich machen kann. Ich netzwerke, ich treffe Politiker, ich versuche meine Stimme zu erheben und all die unausgesprochenen Worte zu finden, die Frauen in Afghanistan jetzt nicht mehr sagen können“, erklärte sie in einem Interview mit dem Newsportal watson.Zarifa Ghafari: Vorträge, die unter die Haut gehen.Über Referenten24 ist sie nun auch als Speakerin buchbar. Sie spricht in ihren Vorträgen über die globale Politik in Russland, China, USA und den Umgang mit dem Orient, über das Recht auf Bildung, über das gemeine Wohl der Menschen im Orient sowie natürlich Frauen- und Menschenrechte und die wirkliche Welt im Mittleren Osten. Zarifa Ghafari bleibt aufrecht, obwohl sie längst zerbrochen sein könnte. Sie führt ihre Mission fort, weil sie ihr Land liebt und Frauen und Menschen dazu verhelfen möchte, ein freies Leben zu führen. Nicht mehr. Und nicht weniger.  

Die Zukunft ist nichts für Angsthasen: Trend- und Zukunftsforscher beleuchten die Welt nach Corona
18 Oct 2020

Die Zukunft ist nichts für Angsthasen: Trend- und Zukunftsforscher beleuchten die Welt nach Corona

Die Zukunft ist nichts für Angsthasen: Trend- und Zukunftsforscher beleuchten die Welt nach CoronaAch, wie gerne hätten wir gerade im Moment eine Glaskugel, mit der wir in die Zukunft schauen könnten. Wie gerne wüssten wir, wie es weitergeht, jetzt, im vermaledeiten Corona-Jahr. Wie gerne wüssten wir, wie die Welt Morgen, in einem Monat, in einem Jahr und darüber hinaus aussieht.Zukunfts- und Trendforscher liegen hoch im Kurs. In Zeiten, in denen sich die Welt noch ein wenig unberechenbarer zeigt, obwohl sie das im Grunde ja ohnehin ist. Denn seien wir realistisch: auch die Trendforschung und Zukunftsforschung basieren auf Methoden, die etwas über Wahrscheinlichkeiten aussagen. Doch das ist immerhin besser, als gar keine Idee von der Zukunft. Oder?Einer der bekanntesten Zukunftsforscher unserer Zeit ist Matthias Horx. Sein im Jahr 1998 gegründetes Zukunftsinstitut mit Sitz im Taunus bei Frankfurt am Main hat die Trend- und Zukunftsforschung in Deutschland maßgeblich geprägt. Das Unternehmen, sowie das Team rund um Matthias Horx selbst, sind längst zu international führenden Ansprechpartnern bei Fragen zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft avanciert.Die Zukunft ist nichts für AngsthasenWas ist Trend- und Zukunftsforschung eigentlich? Matthias Horx erklärt es so: „Trend- und Zukunftsforschung ist etwas sehr Unterschiedliches, muss man zunächst wissen. Trendforschung ist Gegenwartswissenschaft, man schaut sich also an, was sich gerade und sofort ändert. Zukunftsforschung macht daraus langfristige Modelle, Wahrscheinlichkeiten, die wir heute auch immer besser berechnen können, weil es heute ganz andere Zugänge gibt. Wir haben zum Beispiel gewaltige Datensysteme, mit denen wir arbeiten und immer besser sortieren können, was man voraussagen kann und was nicht. (…) Insofern ist das, was die Zukunftsforschung aus den 60er Jahren einmal war, also eine spekulative, erzählende, auch sehr weiche Wissenschaft, heute ganz anders. Wir wissen über die meisten Systeme relativ gut Bescheid über die Zukunft.“Prognosen über die Dauer von Ehen seien ein sehr anschauliches Beispiel, so der Zukunftsforscher. So gibt es ein amerikanisches Ehepaar, das Paardiagnostik betreibt. Durch ein einfaches Experimentsystem, in dem Ehepartner gebeten werden, sich über Alltagsprobleme zu unterhalten, können die Forscher anhand der emotionalen Übertragungen mit ziemlich genauer Sicherheit ausrechnen, ob das Paar in fünf Jahren noch verheiratet sein wird oder nicht. Soweit so gut. Das Beispiel zeige gleichzeitig eine Krux dieser Wissenschaft: es ist das ambivalente Verhältnis von uns Menschen gegenüber Zukunftsvorhersagen. Im Falle der Ehediagnostik, so Matthias Horx, blieben leider die Kunden aus. Am Ende wolle es dann doch keiner so ganz genau wissen.So liegt es in der Natur der Trend- und Zukunftsforschung, dass sie irritieren und die existierenden Zukunftsbilder, die Menschen im Kopf haben, in Frage stellen. Dass sich das nicht immer angenehm anfühlt, ist auch klar. Zukunft kann weh tun. Und nicht jeder Trend ist einer, den man auch haben will.Trend- und Zukunftsforscher*innen wie Matthias Horx, Sven Gabor-Janszky, Nicole Brandes, Peter Cochrane oder Karin Frick sind Experten auf den Gebieten der Trend- und Zukunftsforschung. Als Redner inspirieren und, ja, schockieren sie zum Teil vielleicht auch mit ihren Ergebnissen.Referenten24 unterstützt dabei, den passenden Redner zu den Themen Zukunft und Trends zu finden. Vorausgesetzt, Sie wollen den Blick in die Glaskugel wirklich wagen. Rufen Sie uns an oder schreiben eine Mail an [email protected]. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

USA-Experte Josef Braml: Die neue Welt im Weissen Haus
29 Jan 2021

USA-Experte Josef Braml: Die neue Welt im Weissen Haus

Das Handelsblatt nennt Josef Braml einen der größten USA-Kenner, ohne dabei in Dauerkritik zu verfallen. Braml spricht eine klare Sprache, die keine Lücken für Ausflüchte lässt. Weil er die entscheidenden Kräfte im Machtgefüge amerikanischer Wirtschaft und Politik so genau versteht, klingt seine Prognose über die Zukunft der USA zwar alles andere als rosig, jedoch, sicherlich bedauerlicherweise, schmerzend realistisch.Josef Braml ist Teil von US-Think-Tanks, Berater der Weltbank und legislativer Berater im US-Abgeordnetenhaus. In seinen beachteten Publikationen und Vorträgen bringt er Klarheit in die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Befindlichkeiten der USA und ihren Einfluss auf die Welt.Josef Braml als Redner bei Referenten24 buchen.In einem Interview mit dem Fachmagazin „Horizont“ sprach er kürzlich über „Die neue Welt im Weißen Haus“. Darin erklärt er, dass sich aus seiner Sicht sogar die kritischen Medien in den USA mit der Trump‘schen „Fake News-Strategie“ an der Nase herumführen ließen. „Sie (die kritischen Medien; Anm. der Redaktion) bezeichnen sich zwar als „Wachhunde der Demokratie“, sind aber jedem Twitter-Stöckchen hinterhergesprungen, das Trump warf. Damit hat Trump sie abgelenkt. Und während dieser Ablenkungsmanöver hat er im Hintergrund den Staat radikal abgebaut – im Sinne der Vermögenden, die nicht wollen, dass es einen regulierenden und besteuernden Staat gibt. So läuft es auch auf Kindergeburtstagen: Der Clown kommt dann ins Spiel, wenn im Hintergrund die Kulissen verschoben werden, weil die Kinder das nicht merken sollen. Daher hatten auch die amerikanischen Medien lange keinen Schimmer, was wirklich passiert. Da waren viel Arroganz und Ignoranz im Spiel.“Durch den neuen Präsidenten Joe Biden, so vermutet Josef Braml, wird es für die Medien „sehr viel langweiliger werden, das Spektakel ist beendet.“Über die Entwicklung der zukünftigen internationalen Beziehungen Amerikas glaubt Josef Braml: „(…) Es zeichnet sich ab, dass sich der Kampf mit China verschärfen wird. Hier wird Biden die Trump-Linie weiterverfolgen. China ist dabei, sich zur Großmacht aufzuschwingen, und macht kein Hehl aus seiner konfrontativen Strategie. Das betrifft die militärische Seite, aber auch die für die künftige militärische und wirtschaftliche Vorherrschaft ausschlaggebende Technologie – denken Sie an 5G/Huawei und Künstliche Intelligenz. Der Kampf um die weltpolitische Vorherrschaft ist in vollem Gange, die Welt teilt sich wieder in zwei Blöcke. Und Deutschland wird Farbe bekennen müssen. Biden wird zum Beispiel darauf dringen, auf die 5-G-Technologie von Huawei zu verzichten und weniger Gas aus Russland, sondern vielmehr sogenanntes Freedom Gas aus den USA zu kaufen.“Nun wird man sehen müssen, wie es tatsächlich weitergeht. Nach den letzten Ereignissen in den USA dürfte es spannend bleiben. Josef Braml in einem Interview mit der Tagesschau: „Es war vor Trump nicht alles gut und wird auch nach Trump nicht so schnell wieder gut werden, weil er die Situation noch verschlechtert hat. Es gibt 74 Millionen US-Bürger, die Trump trotz seiner vierjährigen, chaotischen Amtsführung wiedergewählt haben. Das muss einem schon Sorge bereiten.“Hoffen wir das Beste. Bei allem Realismus. Wenn Sie den Top-Speaker und USA-Experten Josef Braml buchen möchten, kontaktieren Sie uns. Er referiert in deutscher und englischer Sprache über Amerika, die Börse, Energie und Mobilität, Europa, Globale Trends sowie Zukunftsforscher und Thinktanks.

Theresa Schleicher - Sustainable Fashion & Living
29 May 2023

Theresa Schleicher - Sustainable Fashion & Living

Theresa Schleicher spricht für die Zukunft: Warum niemand mehr an Sustainable Fashion & Living vorbeikommt.Jedes Jahr veröffentlicht die Handelsexpertin und Zukunftsforscherin Theresa Schleicher zusammen mit dem Zukunftsinstitut den nicht mehr weg zu denkenden Retail Report. Darin geht es einzig darum, wie sich der gesellschaftliche Wertewandel auf die Modeindustrie auswirkt."Buy less. Choose well. Make it last. Quality, not quantity. Everybody’s buying far too many clothes."Zu Deutsch: "Kauft weniger. Wählt bedacht aus. Sorgt dafür, dass sie lange Zeit halten. Qualität, nicht Quantität. Alle kaufen viel zu viel Kleidung."Diese weisen Worte stammen zwar nicht von der Autorin des Retail Reports Theresa Schleicher selbst, sondern aus dem Munde der rebellischen Modeikone Vivienne Westwood. Das Zitat passt so perfekt in die heutige Zeit und die Zukunft der Modebranche, dass wir es hier einmal ausleihen.Ohne Profil kein Profit.Es sei kein Zufall, so sagt Theresa Schleicher, dass derzeit ausgerechnet Unternehmen der Mitte wie P&C Düsseldorf oder Galeria Kaufhof reihenweise Insolvenz anmelden. Sie haben den Anschluss verpasst, denn Kund:innen begeistern sich heute für andere Produkte und Werte.Weil sich die gerade die Gesellschaft der Mitte sehr stark weiterentwickelt hat, trifft es im Moment die Unternehmen, die die Mitte bedienen und nicht schnell genug auf den Wandel reagiert haben. Neben Nachhaltigkeit geht es auch um Digitalisierung, alles Themen, so Theresa Schleicher, die durch Krisen beschleunigt werden.Fakt sei auch, dass der Konsum stark zurückgegangen ist und Konsument:innen generell viel nachhaltiger agieren. Brauche ich dieses Kleidungsstück wirklich und brauche ich es jetzt, fragen sie viele.Unternehmen, die "in der Profillosigkeit der Mitte stecken geblieben sind", bekommen jetzt die Quittung dafür. "Es gibt auch Akteure, die gut durch die Krisen kommen", sagt Theresa Schleicher. Das wären die Discounter und Luxusunternehmen, die es in schweren Zeiten immer einfacher hätten.Theresa Schleicher: "Es braucht eine emotionale Bindung an die Marke."Heute und zukünftig müsse ein Konzern schnell agieren können: "Das Erfolgsrezept der "Fast-Fashion" liegt nicht in der schnellen Produktion von möglichst viel, sondern in der Agilität des Konzerns." Gerade in der Fast-Fashion-Industrie würde Nachhaltigkeit an vielen Stellen auf eine kreative und bunte Weise, weniger streng, umgesetzt. "Das macht gerade jungen Konsumenten Spaß und genau in diese Richtung muss und wird sich die Modebranche weiterentwickeln. Es braucht die Emotionalität.""Je älter wir als Gesellschaft werden, desto jünger werden wir im Geiste."Theresa Schleicher spricht von einer enormen Veränderung der Gesellschaft. "Wir haben unterschiedliche Generationen, die unterschiedliche Bedürfnisse haben. Durch Corona sind alle wieder näher zusammengerückt, es geht jetzt mehr um den Zusammenhalt."Gerade das ältere Klientel würde seit der Pandemie sehr viel mehr auf Gesundheit, Qualität und Nachhaltigkeit achten. "Das sind nicht nur die Jungen.""Menschen wollen sich kreativ ausdrücken. Das machen wir stark mit Mode."Theresa Schleicher sieht gerade über Mode eine Möglichkeit, aus Krisen auszubrechen. Es gehe heute und in Zukunft darum, die eigene Emotionalität ausdrücken zu können und Verantwortung zu zeigen."In Berlin sehe ich heute schon viele Second-Hand-Bewegungen, auch nachhaltig zertifizierte Mode, doch alles eher in kleinen Bereichen, alles noch nicht laut und kreativ", so Theresa Schleicher. "Das wird in der Wirtschaft noch nicht so interpretiert. Kunden müssen "erzogen" werden von den großen Händlern und Filialisten, das wird in den nächsten Jahren kommen müssen."Theresa Schleicher: Die "15-Minuten-Stadt"Die Zukunfts- und Handelsforscherin Theresa Schleicher befasst sich nicht nur mit den Entwicklungen des Einkaufsverhalten der Gesellschaft in Bezug auf Mode. Sie forscht mit anderen Experten des Zukunftsinstituts auch an der Art, wie Menschen in Städten der Zukunft leben wollen.Dabei kommt immer wieder die Idee der "15-Minuten-Stadt" auf: niemand soll - möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad - mehr als 15 Minuten benötigen, um die wichtigen Dinge des Alltags erledigen zu können.Der Weg zum Job, zur Kita, in die Schule oder zum Arzt, der nächste Park oder Sporteinrichtungen, Kulturangebote wie Theater, Kino oder der Einkaufsbummel in Läden – all das soll nicht mehr als 15 Minuten vom Wohnort entfernt liegen.In Paris oder Hamburg gibt es bereits Projekte, die diese "Zukunftsvision" in die Gegenwart übertragen haben. Die Idee dahinter ist denkbar einfach: "Der Mensch ist faul", so Theresa Schleicher. "Wir brauchen die Dinge vor der Nase, sonst nutzen wir sie nicht."Stimmt wohl. Was die Zukunft der Mode und des Handels sonst noch bereithält, teilt die innovative Keynote Speakerin in ihren Vorträgen, die sie zum Beispiel über die jährliche Retail Vision, die Innenstadt 2040 oder in einem Ausblick auf die Mode Branche 2030 hält.Dass niemand mehr an Sustainable Fashion & Living vorbeikommt, steht für Theresa Schleicher außer Frage. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen wichtigen Beitrag für eine für alle lebenswerte Zukunft.Theresa Schleicher für Vorträge bei Referenten24 buchen. Rufen Sie uns an unter +49 (0)6032 785 93 93 oder schreiben direkt Ihre Anfrage an [email protected]

Dr. Shirley Yu: Top-Ökonomin und Spezialistin für die chinesische Wirtschaft
15 Dec 2020

Dr. Shirley Yu: Top-Ökonomin und Spezialistin für die chinesische Wirtschaft

„China kann es sich nicht länger leisten, auf Kosten der Umwelt zu wachsen“, glaubt die Top-Ökonomin und Referenten24in Dr. Shirley Yu. Als ehemalige Nachrichtensprecherin des China National Television, Vorstandsdirektorin und Beraterin, Asien-Stipendiatin des Ash Centers der Harvard Kennedy School und Senior Visiting Fellow der LSE mit Forschungsschwerpunkten in den Bereichen politische Ökonomie, Tech-Geopolitik und globale Geo-Strategien ist Dr. Shirley Yu nur schwer zu ignorieren, wenn es um Fragen zu Chinas Wirtschaft geht. Sie hat in politischer Ökonomie an der chinesischen Universität Peking promoviert und ihren Master-Abschluss in Verwaltungsrecht an der Harvard University erworben.Shirley Yu – Ökonomin und Chinas Top-Stimme zu Wirtschaft, Vision und StrategieIhr beeindruckendes Wissen über Chinas Wirtschaft und ihre persönliche Sicht auf zukünftige Entwicklungen machen sie zu einer gefragten Top-Referentin, nicht nur im Fernsehen, sondern auch als Sprecherin auf internen und externen internationalen Plattformen.Dr. Shirley Yu meint, dass sich Chinas rasantes Wachstum der letzten Jahre abschwächen musste. Es sei schlicht unmöglich, in diesem Tempo weiter zu machen. Auch habe China aus der Erfahrung gelernt: ein stetiges Wachstum auf Kosten der Umwelt und der Arbeitskräfte könnte man so nicht aufrechterhalten. Es sei einfach nicht mehr zeitgemäß. Für Europäer mag dies recht erstaunlich klingen. Die meisten Menschen hier betrachten die Chinesen noch immer als ziemlich unverantwortlich, wenn es um Umwelt-, Klima- oder Arbeitsbedingungen geht. Doch eines ist auch klar: Chinas Wirtschaft versteht es, sich schnell anzupassen.Post-COVID-19 hat sie ihre Business-TV-Talkshow „Hey China!“ in einem Interview mit „Thrive Global“ erklärte sie den Grund dafür als solchen:„In den Shows „Hey China!“ möchte ich das traditionelle Gefühl des Medienanspruchs und die Expertenbehörden beseitigen. Ich suche nach denen die verändern wollen, den Vordenkern, den unentdeckten jugendlichen Innovatoren, die die chinesische Wirtschaft und das Sozialleben stark beeinflussen können.“Und sie fügt hinzu:„Zu der Zeit, im März 2020, wurde nicht nur der globale Reiseverkehr völlig lahmgelegt, sondern auch die globale geopolitische Debatte um China begann sich zu intensivieren. Ich hielt es damals für wichtig, die Vordenker und die, die in China etwas verändern wollen durch authentische, gleichberechtigte und wahrheitsgetreue Gespräche mit dem Rest der Welt zu verbinden.“Dr. Shirley Yu geht es vor allem darum, Menschen und Unternehmen miteinander zu verbinden, denn sie glaubt an die Kraft des Austauschs. Im Laufe der Jahre hat sie viele führende Persönlichkeiten der Welt interviewt und die Speaker-Bühnen dieser Welt mit den führenden Köpfen unserer Zeit geteilt: Alan Greenspan, Larry Summers, der verstorbene Premierminister Bob Hawke, der ehemalige Premierminister David Cameron, der ehemalige Premierminister Jean-Pierre Raffarin und viele andere führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik auf der ganzen Welt. Sie sagt:„All diese Visionäre haben meine Weltsicht auf tiefgreifende Weise mitgeprägt. Im Jahr 2013 habe ich die chinesischen Medien verlassen, um andere Karrierepläne zu verfolgen. Aber ich hatte schon immer eine Leidenschaft für Medien. Heute kann ich als ausgebildete politische Ökonomin in der BBC, bei Bloomberg etc. über China sprechen. Das mache ich sehr oft. Aber ich bin auch immer neugierig auf Menschen mit anderen Weltanschauungen, die mein Denken herausfordern. Mein Mindset ist geprägt von einer intellektuellen Neugierde und der Liebe zu Ideen. Darum liebe ich die Medien.“Dr. Shirley Yu ist sicherlich eine große Bereicherung. Nicht nur, um unseren eigenen Intellekt herauszufordern, sondern auch die Art und Weise zu verändern, wie wir auf China und die chinesische Wirtschaft blicken.Shirley Yu als Rednerin für Ihre Veranstaltung buchen: [email protected]

Digitalisierung des Vertriebs im Mittelstand – Sebastian Decker im Interview
21 Aug 2020

Digitalisierung des Vertriebs im Mittelstand – Sebastian Decker im Interview

Sebastian Decker: Mittelständische Unternehmen sind der Motor der deutschen Wirtschaft. Firmen dieser Kategorie beschäftigen inzwischen über 30 Millionen Erwerbstätige und erwirtschafteten im Jahr 2018 35,3 Prozent des gesamten Umsatzes der Unternehmen in Deutschland. Durch den Einsatz und Ausbau innovativer Technologien und dank der fortschreitenden Digitalisierung konnten die Produktionsprozesse in mittelständischen Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und optimiert werden. Doch gilt dies auch für andere Abteilungen, wie beispielsweise den Vertrieb?Wie kann der Mittelstand seinen Vertrieb digitalisieren und davon profitieren?Darüber haben wir mit Dr. Sebastian Decker gesprochen. Als Trainer der Google Zukunftswerkstatt schult er Mittelständische Unternehmen seit Jahren dabei digitale Technologien und Online Marketing zu nutzen, um Kunden zu gewinnen und ihren Vertrieb zu unterstützen. Mit seinem Unternehmen Marketing für Gewinner entwickelt er Digitalstrategien für Konzerne und setzt diese mit ihnen um.Sebastian Decker ist überzeugt, dass der Mittelstand im Vertrieb 90 Prozent der vorhandenen Ressourcen verschwendet.In seinen Vorträgen lädt der Experte seine Zuhörer auf eine Zeitreise in die Zukunft des Vertriebs und der Werbung ein. Die digitale Welt hat sich rasant entwickelt und bietet auch für mittelständische Unternehmen viele Chancen und Möglichkeiten. Wie aber kann der Mittelstand seine Vertriebsprozesse digitalisieren, um Vertriebsmitarbeiter optimal zu unterstützen und gleichzeitig die Kundenzufriedenzeit sicherzustellen? Wir haben bei Sebastian, dem Experten für Digitalisierung, nachgefragt:Was glauben Sie, wie geht es dem Mittelstand?Ich bin der Ansicht, dass der Mittelstand weiterhin gut dasteht. Zwar hat die Corona-Pandemie viele Unternehmen hart getroffen, jedoch war diese Krise vielleicht auch das notwendige Warnsignal, das Firmen wieder aufgeweckt hat. Denn der Mittelstand hat sich in der Vergangenheit oft auf seinem Erfolg ausgeruht.Mittelständische Unternehmen haben sehr viel richtig gemacht. Sie sind innovativ und bieten eine Vielzahl von qualitativ hochwertigen Produkten an. In vielen Betrieben wurde die Produktion stark optimiert und perfektioniert, die Vertriebsarbeit hat sich jedoch in den letzten 30 Jahren kaum verändert.Wie digital ist der Mittelstand?Im Bereich der Produktion haben die Betriebe hier in den letzten zehn Jahren massiv aufgerüstet. Andere Abteilungen haben jedoch von der Digitalisierung nichts abbekommen. Insbesondere beim Vertrieb bereitet mir das Sorgen, denn so gehen viele Ressourcen verloren!Während in der Produktion alle verfügbaren Daten genutzt werden um herauszufinden, ob bestimmte Produktionsparameter, wie Druck, Temperatur noch um 2 Prozent angepasst werden könnten, sodass der Output weiter optimiert werden kann, hat sich im Vertrieb fast gar nichts verändert.Welche Digitalisierungs-Defizite sehen Sie im Vertrieb?In einem Großteil der mittelständischen Betriebe läuft Vertrieb noch folgendermaßen ab: Es gibt Vertriebs- und Außendienstmitarbeiter, die entweder ihre Bestandskunden kontaktieren, um Produkte zu platzieren, oder die versuchen, auf Messen oder per Kaltakquise Neukunden zu gewinnen. Ab und an wird vielleicht noch Werbung in einem Magazin oder einer Zeitung für neue Produkte oder frei gewordene Stellen gemacht oder man verlässt sich auf Empfehlungen von Bestandskunden.Die wenigsten Unternehmen hinterfragen jedoch, ob diese Werbemaßnahmen wirklich profitabel sind und überhaupt die richtige Zielgruppe erreichen. Hochqualifizierte Vertriebsmitarbeiter werden so absolut ineffektiv und ineffizient eingesetzt und verbringen den Hauptteil ihrer Arbeitszeit mit Aufgaben, für die sie deutlich überqualifiziert sind. Darunter fallen beispielsweise die Kontrolle von Angeboten, das wiederholte beantworten gleicher Anfragen oder auch das Fahren im Auto zum nächsten Kunden.Ich selbst habe im Vertrieb eines Chemiekonzernes gearbeitet und hier miterlebt, wie ineffektiv top ausgebildete, promovierte Mitarbeiter eingesetzt werden.Was kann ein Unternehmen machen, um die Digitalisierung des Vertriebs voranzutreiben?Ich sehe hier drei Schritte, wie Betriebe den Vertrieb mit digitalen Prozessen unterstützen können:1. Weg von Kalt- und Hin zu WarmakquiseDurch Online-Marketing bietet sich heute die Möglichkeit, Menschen genau dann zu erreichen, wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung benötigen. Dank gezielter Werbeanzeigen kann ich exakt dann auf mich aufmerksam machen, wenn ein möglicher Kunde mich und mein Unternehmen braucht. Eine Firma sollte seine Vertriebsmitarbeiter nicht in der Kaltakquise einsetzen, denn von 10, 50 oder 100 Kontaktpunkten führen häufig nur wenige zu einem wirklichen Auftrag.Die bessere Lösung wäre, dass ein Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen online vorstellt und Interessenten zum Beispiel dazu einlädt, einen Gesprächstermin mit einem Vertriebler zu vereinbaren. Außerdem könnte man Informationsunterlagen zum Download auf der Unternehmenswebsite bereitstellen, die nach der Angabe von Kontaktdaten heruntergeladen werdenkönnen. Ein Vertriebsmitarbeiter kann daraufhin den Kunden kontaktieren und so nachhaltig eine Beziehung aufbauen.2. Einführungsinformationen online auslagernIch selbst habe im Vertrieb bei einem großen Chemiekonzern die Erfahrung gemacht, dass ich und meine Kolleginnen und Kollegen die meiste Arbeitszeit damit verbrachten Papierkram zu erledigen oder auf Reisen zu sein. Die Reisezeit ließ sich jedoch nicht effektiv nutzen, und somit auch nicht unsere Arbeitskraft. Es passierte immer wieder, dass wir potenziellen Kunden unsere Technologien und Produkte immer wieder auf die gleiche Art und Weise erklären und vorstellen mussten.Diese allgemeinen Fragen, die erfahrungsgemäß immer wieder gestellt werden, könnte man Kunden bereits vor dem ersten Gespräch oder Treffen beantworten. Auf der unternehmenseigenen Website könnte man ein Online-Seminar anbieten, in dem man Wissen vermittelt und die Produkte oder Services des Unternehmen verstellt. Im Nachgang kann man bei einem Einzeltermin alle noch offenen Fragen persönlich beantworten.3. Digitalisierung von Prozessen – weg von der Excel TabelleWas ich auch immer wieder bei Unternehmen erlebe ist, dass die Kundendatei auf einer Excel-Tabelle oder einem schlecht gepflegten CRM-System basiert. Als Resultat gehen viele Kundenkontakte verloren oder es wird nicht an der richtigen Stelle nachgefasst. Auch Angebote werden noch händisch erstellt. Dieser Prozess ist nicht nur zeitraubend, sondern auch fehleranfällig. Durch eine digitalisierte Pflege von Kundendaten kann mit nur wenigen Klicks ein Kundenkontakt aufgerufen, und ein Angebot oder eine Rechnung erstellt werden. So müssen Vertriebsmitarbeiter nur noch wenig Zeit für die Erstellung des notwendigen Papierkrams aufwenden, dank Digitalisierung.Wie wird sich Online-Werbung in Zukunft durch künstliche Intelligenz und Algorithmen verändern?KI und Algorithmen werden bereits heute für Online-Werbung eingesetzt. Die großen Internetkonzerne Google, Facebook, LinkedIn, etc. sammeln schon seit Jahrzehnten gigantische Datenmengen. Durch unsere Bewegungsmuster, unser Such- und Surfverhalten im Internet, unsere Likes oder Kommentare können die Plattformen inzwischen hervorragend vorhersagen, welche Produkte uns interessieren und welche wir vielleicht in Zukunft kaufen möchten. Und Unternehmen können auf diesen gesamten Datenpool ganz einfach zugreifen und gezielt Werbeanzeigen schalten! Dazu muss nur noch der passende Werbetext geschrieben und gegebenenfalls eine Grafik oder Bildmaterial erstellt werden.In der Zukunft werden Algorithmen jedoch noch weitere Dinge in der Werbewelt für uns übernehmen. Online Werbung wird wie das autonome Fahren funktionieren: Wir geben auf einer Werbeplattform an, welche Produkte wir verkaufen wollen, und die Plattform übernimmt dann den kompletten „Fahrplan“ für uns, sprich:sie erstellt unsere Werbemedienschreibt unsere Texte, usw.Schon heute können Algorithmen Werbebanner erstellen oder sogar komplexe Texte, Romane oder Gedichte schreiben. So ist es ein Leichtes, basierend auf den online verfügbaren Daten zu einem Produkt den idealen Werbetext zu verfassen, der für den Nutzer relevant ist.Stellen wir uns also einmal vor, und das ist nun leider ein etwas vorurteilsbehaftetes Beispiel, ein Mann sucht bei Google nach dem Begriff „Range Rover SUV kaufen“. Für ihn wäre dann vermutlich relevant, wie viel PS und Motorleistung der Wagen hat. Wenn aber eine Frau nach demselben Begriff sucht, sind für sie vermutlich andere Informationen, wie die Sicherheit oder die Farbe des Fahrzeugs, relevant sein. Dieses Beispiel zeigt, wie für unterschiedliche Menschen andere Werbebotschaften relevant und interessant sein können. Und Maschinen können dies einfach mit den Daten, die zur Verfügung stehen, viel besser nachvollziehen und nachverfolgen als wir Menschen.„Unsere Aufgabe wird es in Zukunft lediglich sein, das Ziel und die Strategie der Online-Werbung vorzugeben. Der Rest wird von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz übernommen.“Inwiefern stoppen gesetzliche Restriktionen, wie die Datenschutzgrundverordnung Unternehmen sich erfolgreich online zu vermarkten?Im Grunde hat die Datenschutzgrundverordnung das Online-Marketing nicht gebremst, sondern vielmehr die Angst in Unternehmen verstärkt. Ich erlebe immer wieder, dass Betriebe aus blankem Unwissen hocheffiziente Marketingmaßnahmen nicht nutzen, weil die Furcht vor einer Abmahnung zu groß ist. In 99 Prozent der Fälle schöpfen Unternehmen riesige Potenziale nicht aus, weil die Angst vor dem Unbekannten stärker ist. Die Datenschutzgrundverordnung war zwar eine große Veränderung, jedoch ist sie kein Hindernis, das erfolgreiches Online-Marketing unterbindet. Es gibt immer legale Lösungen.Was halten Sie von Offline Marketing Maßnahmen wie Zeitungsanzeigen oder Messen?Ich habe selten erlebt, dass mir jemand eindeutig beweisen konnte, dass Marketingmaßnahmen wie Zeitungsannoncen oder Messen profitabler sind als Online-Marketing-Maßnahmen. Der Vorteil von Online-Werbung ist auch die einfache Messbarkeit: ich kann genau nachvollziehen, mit wie viel Werbebudget ich zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Kontaktanfragen generiert habe.Um wirklich nachvollziehen zu können, welche Maßnahmen effektiver sind, müsste man eine genaue Gegenüberstellung machen. Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass eine Messe, in die ich 50.000 € oder 100.000 € oder sogar mehr investiert habe, pro Kundenanfrage günstiger ist als eine Online-Maßnahme.Allerdings muss man auch den Zusatznutzen von Offline-Marketing berücksichtigen. Auf einer Messe ist es zum Beispiel möglich, dass ich neue Lieferanten kennenlerne oder einen neuen zukünftigen Mitarbeiter akquiriere. Dies ist über Online-Maßnahmen, mit denen ich ja nur mein Produkt bewerbe, eher unwahrscheinlich.Welches sind also abschließend die 3 Schritte, die ein Unternehmen in Zukunft angehen sollte?Unternehmen sollten damit beginnen, auf ihrer eigenen Website etwas zu verkaufen. Dies muss nicht gleich eine ganze Produktreihe sein, es reicht beispielsweise schon ein Beratungstermin. So können erste Erfahrungen gesammelt werden.Als zweiten Schritt würde ich empfehlen, ein bis zwei Online-Marketing-Kanäle zu testen. Zum Beispiel könnte man bei Google oder Facebook Werbeanzeigen schalten, um weitere Erfahrungswerte zu generieren.Außerdem sollte man die aktuellen Vertriebs- und Akquiseprozesse hinterfragen, als wären sie eine Produktionsmaschine. Welche wiederkehrenden Aufgaben gibt es? Wo gibt es unnötigen Leerstand der Mitarbeiter (zum Beispiel durch lange Autofahrten)? Wie bei Maschinen ist sicherlich auch hier eine Optimierung durch Digitalisierung möglich.Als vierten und zusätzlichen Schritt bei Fragen rund ums Online-Marketing, buchen Sie Sebastian Decker als Trainer oder Redner zum Thema Digitalisierung: [email protected]

Wolfgang Bosbach: Einer der letzten Aufrechten
12 Jul 2021

Wolfgang Bosbach: Einer der letzten Aufrechten

„Humor ist die beste Medizin“, sagt Wolfgang Bosbach, gebürtiger Rheinländer mit Frohnatur, Hobbyfußballer und seit 48 Jahren Vollblutpolitiker. „Humor ist ein Motor, wenngleich es in Berlin schwieriger wird mit dem Humor“, so der 69 Jahre junge Bosbach. Viele verwechselten Humor mit Oberflächlichkeit. „Wenn man hier den Menschen einen fröhlichen guten Morgen wünscht, macht man sich schon verdächtig… bei vielen Politikern gilt schlechte Laune möglicherweise sogar als Nachweis besonderer Seriosität – man macht sich von morgens bis abends Sorgen um die Welt und zeigt das auch mit der Körpersprache.“Wolfgang Bosbach lacht herzhaft und gern, er sagt, er sei nicht nur im Rheinland geboren, sondern auch Rheinländer aus Überzeugung. Dabei gehört der Politiker und Top-Speaker zu denen, denen das Leben nicht nur leicht mitgespielt hat. Im Jahr 2010 wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert. Doch anstatt sich in Selbstmitleid zu verkriechen, begann er als einer der ersten offen über seine Krankheit zu sprechen. Politik betrieb er weiter.Wolfgang Bosbach galt in seiner Partei CDU immer als jemand, der aneckt.Das brachte ihm den Ruf der „Kuh, die immer quer im Stall steht“ ein. Weil ihm diese Rolle nicht mehr gefiel, hat er Konsequenzen gezogen und ist bei der letzten Bundestagswahl nicht mehr angetreten. Sein Ruf in der Partei machte ihn gleichzeitig zum Sympathieträger bei den Wählern. Sie vertrauten ihm, denn sie wussten: Da ist einer, der hält, was er verspricht. Im Beliebtheitsranking der Politiker war Wolfgang Bosbach so beliebt wie sonst nur Kanzler und Minister. Er spricht Klartext, er ist einer „der letzten Aufrechten“.Wolfgang Bosbach ist der, den man auch im Fernsehen sieht und in Interviews hört. Er spielt keine Rolle, sondern bleibt bei sich selbst. In seinem Vortrag „Begegnungen. Erlebnisse. Erfahrungen. Wie Politik sein sollte und tatsächlich ist“ sagt er:„Ich habe zwei Erkenntnisse in meinem Leben gewonnen, die banal klingen mögen, doch aus meiner Sicht die Wichtigsten sind. Erstens ist das, authentisch zu sein und zu bleiben und zweitens, bei seinen Überzeugungen zu bleiben, auch, wenn es Ärger gibt.“Er habe es oft erlebt, dass Menschen ihn ansprachen und sagten, dass sie zwar seine politischen Meinungen nicht teilten, es jedoch gut fänden, dass er zu seinen Überzeugungen stehe.Unter einem Interview bei SWR1 Leute liest man Kommentare wie: „Sie gehören nicht zu den Guten nein zu den Ganz Guten. Klasse Mensch und Politiker“, oder „Sehr sympathischer Mensch. Schade das ich sie in ihrer Amtszeit nicht wahrgenommen habe. Wir sollten mehr Politiker haben die sich selbst als Menschen sehen und vor allem im Sinne der Menschen handeln. Ich wünsche ihnen alles Gute Herr Bosbach.“Wolfgang Bosbach hat von der politischen auf die Rednerbühne gewechselt. Er gilt als einer der Top-Redner der deutschen Szene und teilt in seinen Vorträgen unter anderem über Deutschlands Zukunft in Europa und der Politik und Wirtschaft, die Politik der Zukunft, über die Zwickmühle, in der Europa zwischen den USA und China steckt, oder die Herausforderungen für Deutschland in der Innen- und Sicherheitspolitik.

Michel Fornasier – Bionicman: der einhändige Superheld
20 Jul 2018

Michel Fornasier – Bionicman: der einhändige Superheld

Michel Fornasier ist mit nur einer Hand geboren. Als Betroffener setzt er sich aktiv dafür ein, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung von der Gesellschaft als gleichwertige Mitglieder gesehen werden:Seine Charity «Give Children a Hand» fertigt seit 2016 zusammen mit Orthopädietechnikern, Designern und Besitzern von 3D-Druckern massgeschneiderte Handprothesen für Kinder. An Schulen sensibilisiert er Kinder für das Thema Mobbing.Zu diesem Zweck hat er zusammen mit dem Zeichner David Boller die Comic-Serie «Bionicman» ins Leben gerufen: Der einhändige Superheld macht sich in seinen Abenteuern für Menschen mit Beeinträchtigung stark.Verhelfen Sie «Bionicman» zu einem weiteren Höhenflug. Michel Fornasier steht Ihnen jederzeit gerne als Speaker oder Moderator zur Verfügung.Weitere Informationen zu seinen Projekten finden Sie hier: www.michelfornasier.com / www.givechildrenahand.comKontaktieren Sie uns, wenn Sie Michel Fornasier als Referent buchen möchten – wir geben Ihnen gerne weitere Informationen:Telefon: +41 43 55 66 440eMail: [email protected]

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