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Scheidender Sprecher des britischen Unterhauses John Bercow kommt zum Alpensymposium 2020

Scheidender Sprecher des britischen Unterhauses John Bercow kommt zum Alpensymposium 2020

21 December 2019. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Das waren emotionale Tage für den scheidenden Sprecher des britischen Unterhauses John Bercow. Seit 2009 war „Mr. Speaker“ Präsident des britischen Unterhauses. Doch die letzte Periode seiner Amtszeit empfand er unter den Vorboten des Brexit als zunehmend unerträglich. In einem Abschiedsinterview mit dem Sender CNN sagte er, dass „die Brexit-Debatten die schlimmsten Diskussionen waren, die er in 22 Jahren als Abgeordneter miterleben musste. Viele der Beleidigungen, die gegen Abgeordnete in Debatten geäußert wurden, seien „niveaulos und vulgär“ gewesen.“

Viele Briten hielten Gewalt in der Brexit-Diskussion für akzeptabel, sagte er außerdem in einem Interview mit dem „Spiegel“. John Bercow schockiert diese Ansicht seiner Landsmänner und –frauen.

Er habe sich ein ums andere Mal gefragt, was eigentlich los sei in seinem Land, indem Menschen begännen, ungestüm aufeinander loszugehen. Die Szenen, die sich im britischen Parlament abspielten, haben wir in den Nachrichten mitverfolgen können. Und in der Tat, es wirkte zum Teil wie eine Komödie, bei der einem das Lachen allerdings im Hals stecken blieb.

Am 31. Oktober 2019, dem Tag, an dem Großbritannien eigentlich die EU verlassen wollte, hat er sein Amt an den Nagel gehängt. Dass das Vereinigte Königreich nun nach Verhandlungen am 28. Oktober genau ein Jahr später aus der EU austreten möchte, ist dabei unwichtig. John Bercow hat seinen Punkt gemacht. Er ist raus. Und er wird auf dem Alpensymposium 2020 als „Mr. Speaker“ auf neue Weise Gehör finden.

In seiner Heimat gehört er zu denen, die man entweder liebt oder hasst. Kritiker warfen ihm wieder vor, parteiisch im Umgang mit dem Brexit zu sein. Es war jedenfalls kein Geheimnis, dass er einen Verbleib von Großbritannien in der EU befürwortete. „Ich habe meine privaten Überzeugungen, aber im Parlament bin ich unparteiisch“, sagte er dazu einmal im Interview mit der Tagezeitung „Die Welt“ und wies die Anschuldigungen damit zurück.

„Die Welt“ schrieb über ihn etwas, das John Bercow und seinen Charakter gut beschreibt: „Bercow ist bereits der 157. „Speaker of the House of Commons“.

Mehrere seiner Vorgänger überlebten den Posten nicht: Sie wurden geköpft. Heute ist es eher der exzentrische Bercow, vor dem die Abgeordneten zittern.“ John Bercow, ein Mann mit Überzeugungen und Prinzipien, von denen er auch unter Druck nicht abweichen mag. So lehnte er zum Beispiel auch deutlich ab, den US Präsidenten Donald Trump im Parlament zu empfangen.

Seine Parteimitgliedschaft, er war ursprünglich ein Konservativer und Mitglied bei den Tories, ruhte, seitdem er 2009 „Speaker“ des Unterhauses wurde. Tatsächlich konnte er sich immer weniger mit den Inhalten und Verhaltensweisen seiner Partei identifizieren. Er sah und sieht sich heute eher in der Pflicht, wieder Ordnung herzustellen in einem Land, in dem sich Gewalt als eine akzeptable Reaktion auf anders Denkende breit macht. John Bercow positioniert sich offen dagegen.

John Bercow wird ohne Zweifel ein riesiger Gewinn für das Alpensymposium 2020 sein. Wir freuen uns auf ihn! Und das, was er zu sagen hat.

Ähnlicher Referent
John Bercow

John Bercow

157. Sprecher des House of Commons (2009-2019), ehemaliger Abgeordneter (MP) für Buckingham

John Bercow
John Bercow
157. Sprecher des House of Commons (2009-2019), ehemaliger Abgeordneter (MP) für Buckingham

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Scheidender Sprecher des britischen Unterhauses John Bercow kommt zum Alpensymposium 2020

21 December 2019. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Das waren emotionale Tage für den scheidenden Sprecher des britischen Unterhauses John Bercow. Seit 2009 war „Mr. Speaker“ Präsident des britischen Unterhauses. Doch die letzte Periode seiner Amtszeit empfand er unter den Vorboten des Brexit als zunehmend unerträglich. In einem Abschiedsinterview mit dem Sender CNN sagte er, dass „die Brexit-Debatten die schlimmsten Diskussionen waren, die er in 22 Jahren als Abgeordneter miterleben musste. Viele der Beleidigungen, die gegen Abgeordnete in Debatten geäußert wurden, seien „niveaulos und vulgär“ gewesen.“

Viele Briten hielten Gewalt in der Brexit-Diskussion für akzeptabel, sagte er außerdem in einem Interview mit dem „Spiegel“. John Bercow schockiert diese Ansicht seiner Landsmänner und –frauen.

Er habe sich ein ums andere Mal gefragt, was eigentlich los sei in seinem Land, indem Menschen begännen, ungestüm aufeinander loszugehen. Die Szenen, die sich im britischen Parlament abspielten, haben wir in den Nachrichten mitverfolgen können. Und in der Tat, es wirkte zum Teil wie eine Komödie, bei der einem das Lachen allerdings im Hals stecken blieb.

Am 31. Oktober 2019, dem Tag, an dem Großbritannien eigentlich die EU verlassen wollte, hat er sein Amt an den Nagel gehängt. Dass das Vereinigte Königreich nun nach Verhandlungen am 28. Oktober genau ein Jahr später aus der EU austreten möchte, ist dabei unwichtig. John Bercow hat seinen Punkt gemacht. Er ist raus. Und er wird auf dem Alpensymposium 2020 als „Mr. Speaker“ auf neue Weise Gehör finden.

In seiner Heimat gehört er zu denen, die man entweder liebt oder hasst. Kritiker warfen ihm wieder vor, parteiisch im Umgang mit dem Brexit zu sein. Es war jedenfalls kein Geheimnis, dass er einen Verbleib von Großbritannien in der EU befürwortete. „Ich habe meine privaten Überzeugungen, aber im Parlament bin ich unparteiisch“, sagte er dazu einmal im Interview mit der Tagezeitung „Die Welt“ und wies die Anschuldigungen damit zurück.

„Die Welt“ schrieb über ihn etwas, das John Bercow und seinen Charakter gut beschreibt: „Bercow ist bereits der 157. „Speaker of the House of Commons“.

Mehrere seiner Vorgänger überlebten den Posten nicht: Sie wurden geköpft. Heute ist es eher der exzentrische Bercow, vor dem die Abgeordneten zittern.“ John Bercow, ein Mann mit Überzeugungen und Prinzipien, von denen er auch unter Druck nicht abweichen mag. So lehnte er zum Beispiel auch deutlich ab, den US Präsidenten Donald Trump im Parlament zu empfangen.

Seine Parteimitgliedschaft, er war ursprünglich ein Konservativer und Mitglied bei den Tories, ruhte, seitdem er 2009 „Speaker“ des Unterhauses wurde. Tatsächlich konnte er sich immer weniger mit den Inhalten und Verhaltensweisen seiner Partei identifizieren. Er sah und sieht sich heute eher in der Pflicht, wieder Ordnung herzustellen in einem Land, in dem sich Gewalt als eine akzeptable Reaktion auf anders Denkende breit macht. John Bercow positioniert sich offen dagegen.

John Bercow wird ohne Zweifel ein riesiger Gewinn für das Alpensymposium 2020 sein. Wir freuen uns auf ihn! Und das, was er zu sagen hat.

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Luftfahrt-Experte Philip Keil: Was hat das Fliegen mit der Unternehmenswelt gemeinsam?
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Der Ex-Pilot und heutige Luftfahrt- und Business-Experte Philip Keil bringt Dinge schnell auf den Punkt. Das ist wichtig, schließlich geht es im Cockpit in einem Notfall um Sekunden. Im Jahr 2009 hätte es Philip Keil beinah kalt erwischt. Nur knapp konnten er und seine Crew die Maschine vor dem Absturz retten. Wie sie das geschafft haben, verrät der Top-Speaker in seinen Vorträgen.Philip Keil – Verantwortung für das Problem übernehmen und Entscheidungen treffen„Wenn in der Vergangenheit bei Flugzeugabstürzen menschliches Versagen im Spiel war, lag es nicht daran, dass die Piloten nicht fliegen konnten. Stattdessen stellte man fest, dass die Soft Skills an dem Absturz schuld waren“, erzählt Keil, der seine Zuhörer direkt mitnimmt auf eine Reise über den Wolken. Er spricht von bestimmten Schlüsselkompetenzen, die beim Fliegen besonders in Krisensituationen ausschlaggebend sind. Dazu gehören laut Philip Keil zum Beispiel, Verantwortung für das Problem zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Ebenso sei es wichtig, klar miteinander zu kommunizieren sowie der Umgang mit Fehlern.In der Luftfahrt spricht man von NASA-Strategien. Das sind antrainierte Verhaltensweisen, um zum Beispiel unter Zeitdruck schwierige Entscheidungen treffen zu können.Philip Keil und das FORDEC-ModellDer Top-Speaker erläutert das sogenannte FORDEC-Modell, eine mentale Checkliste, bei der jeder Buchstabe für eine Fragestellung steht, die im Kopf und sofort durchgegangen wird. Mit ihr arbeitet man in der Luftfahrt und sie eignet sich ebenso für Unternehmen:F wie „Facts“: Was sind die Fakten? Wie sieht die Situation aus? Sind alle Fakten bekannten?O steht für „Options“: Welche Optionen ergeben sich aus dieser Faktenlage? „Dafür muss man sich Zeit nehmen und in Ruhe prüfen, ob alle Optionen, auch die unkonventionellen, „auf dem Schirm“ sind“, sagt Philip Keil.R steht für „Risks and Benefits“: Welche Risiken, aber auch Vorteile oder Chancen ergeben sich aus der Situation?Er erklärt: „Die Gegenüberstellung ist wichtig, weil wir im Alltag viel zu oft die Risiken überbewerten.“D steht für „Decision“ mit der klaren Vorgabe, diese Entscheidung nicht mehr in Zweifel zu ziehen. „Im Alltag machen wir manchmal den Fehler, unsere gerade getroffenen Entscheidungen gleich wieder anzuzweifeln und zu überlegen, ob wir es nicht doch besser anders machen sollen“, so Keil.E für „Execution“: hier geht es um das schnelle Handeln basierend auf der getroffenen Entscheidung und konkrete Schritte und Maßnahmen.C steht schließlich für „Check“ und die Frage, ob der Kurs noch immer stimmt oder ein Kurswechsel aufgrund von äußeren, nicht beeinflussbaren Faktoren, nötig ist.Philip Keil versteht es, in seinen mitreißenden Vorträgen die Brücke zwischen der Welt der Luftfahrt und der Unternehmenswelt zu schlagen. Seine Kernthemen sind Motivation und Erfolg, Rhetorik und Kommunikation sowie Veränderungs-Management.

Dr. Gerd Wirtz – Digitalisierung der Medizin menschlich betrachtet
13 Sep 2021

Dr. Gerd Wirtz – Digitalisierung der Medizin menschlich betrachtet

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Peter Lüder: Was wir von Schauspielern für das professionelle Auftreten lernen können
5 Dec 2021

Peter Lüder: Was wir von Schauspielern für das professionelle Auftreten lernen können

Schauspieler zu sein, davon träumen viele Menschen. Peter Lüder ist so einer geworden, einer, der mit Leidenschaft auf der Bühne stand. Das Theater ist, und bleibt, seine Leidenschaft, sowohl als Schauspieler, also auch als Regisseur. Inzwischen hat sich seine Arbeit als Coach und Speaker hinzugesellt, denn Peter Lüder brennt dafür, Menschen zu begeistern – von etwas und vor allem von sich selbst.Peter Lüder – Die Kunst des Vortragens.Er hält Vorträge über die Kunst, auf der Bühne als Alleinunterhalter zu glänzen, denn als Vortragsredner*in ist es genau das, was es braucht. „Wenn wir im Theater eine gute Aufführung hinbekommen wollen, müssen drei Personen miteinander auskommen: Autor*in, Regisseur*in und der Schauspieler*in. Als Speaker müssen Sie alle drei Funktionen in einer Person vereinen. Das ist die Kunst, das ist Ihre Rolle.“ Peter Lüder will dazu beitragen, Menschen authentisch sein zu lassen, denn, genau wie im Theater: „Die Person in der Rolle prägt die Rolle. Sie als Person tragen als maßgeblich dazu bei, wie sie die Rolle als Vortragsredner*in auf der Bühne ausfüllen.“ Dazu braucht man ein klares Verständnis von sich selbst – erst dann gelingt es, in eine Rolle zu schlüpfen, wie es so schön heißt.Deutschlandweit anerkannt als Experte für professionelles Auftreten.Peter Lüder ist ein deutschlandweit anerkannter Experte für professionelles Auftreten. Auf unaufgeregte und handfeste Weise zeigt er seinen Zuhörer*innen, wie ein mitreißender Auftritt gelingt. Dabei bedient er sich gerne eines seiner Idole: Johnny Depp als Jack Sparrow in den “Fluch der Karibik“-Filmen. So heißt einer seiner Vorträge tatsächlich „Wie würde Johnny Depp präsentieren? – Was Sie von Schauspielern für Ihren Auftritt lernen können“. Humorvoll und mit einer Menge Einfühlungsvermögen erklärt er charmant und unaufdringlich, was unser tägliches Leben und wie wir es meistern mit der Bühne zu tun hat, warum wir so manches von Schauspielern lernen können und wie es geht, glaubwürdig zu erscheinen. Peter Lüder richtet seinen Fokus klar auf die Individualität des Einzelnen, denn jeder geht einen ganz eigenen Weg, um überzeugend zu wirken. Er beschreibt sein Ziel als „Rhetorik als Theaterwissen aus der Praxis für die Praxis.“Weil Peter Lüder im Jahr 2007 einen sehr schweren Autounfall hatte und nur knapp und schwerverletzt überlebte, musste er sein Leben überdenken und neu auf die Beine stellen. Aus diesen Erfahrungen, die ihn rückblickend in seinem Sein bestärkt haben, hat er seinen bewegenden Vortrag „Akzeptiere oder ändere!“ entwickelt. Darin beschreibt er, wie es trotz und gerade aller zunächst einmal widrig anmutenden Umstände gelingen kann, ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen. Das Glück, soviel sei verraten, liegt im Inneren. Für diese Erkenntnis braucht es eine gute Kenntnis über sich selbst. Damit geht es los. Und alles andere – erfahren Sie in Peter Lüders erhellenden Vorträgen.Peter Lüder für Vortrag bei Referenten24 buchen. Email: [email protected]

Tijen Onaran – Die Unternehmerin der Zukunft
31 Mar 2020

Tijen Onaran – Die Unternehmerin der Zukunft

„Mach das Unbekannte zu Deiner Komfortzone!“ Tijen Onaran kennt keine Angst. Nur wer sich aus der bequemen „hier geht es mir doch gut“-Zone heraus bewegt, wird auch draußen etwas bewegen. Und welche Unternehmerin will das nicht?Tijen Onaran ist die Gründerin von Global Digital Women, einem internationalen Unternehmen „von Gestalter*innen der Digitalbranche.Ziel ist die Vernetzung, Sichtbarkeit und Stärkung von inspirierenden digitalen Köpfen unserer Zeit.“ So lesen wir auf der in den Farben weiss, pink und schwarz gehaltenen Website. Im Team sitzen neben natürlich vielen Frauen auch eine Hand voll Männer und zwei Hunde. Paul und Leo. Ist das wichtig? Ja, denn es zeit Tijen Onarans Bodenständigkeit.Zweifellos gehört Tijen Onaran zu den Durchstarterinnen. Zu denen, die schon ganz früh klar hatten, dass sie etwas bewegen wollen. Einer ihrer Leitsätze lautet: „Keine Mittagspause ohne Begleitung.“ Damit sind wir schon bei einem ihrer Hauptanliegen angekommen: das Netzwerken, von dem es aus ihrer Sicht gar nicht genug geben kann.Weil Tijen Onaran beobachtet hat, dass insbesondere Frauen genau diesen wichtigen Aspekt des Unternehmertums häufig vernachlässigen, erteilt sie darin Nachhilfe. Auch wem der Smalltalk und die Idee des sich selbst Vermarktens nicht so schmeckt, muss in den sauren Apfel beißen. Die gute Nachricht: irgendwann wird der Apfel süßer. Eben. Raus aus der Komfortzone, rein ins kalte Wasser.Wer immer noch denkt, dass es bei Netzwerkveranstaltungen um das fleißige Sammeln von Visitenkarten geht, hat noch nichts von Tijen Onaran gehört oder gelesen. In ihrem letzten Buch „Die Netzwerkbibel: Zehn Gebote für erfolgreiches Networking“ erklärt sie, wie es heute im Zeitalter der Digitalisierung laufen sollte. Weil die gute alte Visitenkarte nur zu gern sonst wohin gelegt und bei Bedarf nicht mehr wiedergefunden wird, rät Tijen Onaran in zu einer weitaus besseren Methode: „Nimm dein Handy mit auf Veranstaltungen und füge die Menschen, die du kennenlernst, auf einer digitalen Plattform hinzu.“ Damit meint sie Xing, LinkedIn oder Twitter und findet, dass das ein viel nachhaltigeres Netzwerken ist: „So kann man sehen, womit die andere Person sich beschäftigt, und auch selbst zeigen, was man so macht.“Tijen Onaran rät dazu, sich mit den Kontakten in den sozialen Netzwerken zu befassen und nicht nur an eine möglichst hohe Anzahl von Followern zu denken.Das sei wenig nützlich. Dabei könnten die digitalen Plattformen ideal als Informationswerkzeug genutzt werden, zum Beispiel, um sich vor einer Netzwerkveranstaltung über die andere Person zu informieren und gemeinsame Interessen schon vor dem persönlichen Treffen zu kennen.Wer nicht genau weiß, was er eigentlich auf einer Netzwerkveranstaltung will, braucht sie aus Tijen Onarans Sicht gar nicht erst zu besuchen. Es sollte einem klar sein, was man gerade sucht, welchen Tipp man braucht, welche Kontakte einem für den nächsten unternehmerischen Schritt helfen können. Mit einem konkreten Ziel vor Augen fällt es viel leichter, sich aus der Komfortzone zu bewegen. Noch ein weiser Tipp der „Unternehmerin der Zukunft“: „Gehen Sie allein auf Netzwerkveranstaltungen.“ So ist man gezwungen, mit anderen in Kontakt zu kommen.Wer noch einen persönlichen Schubs von Tijen Onaran braucht, um aus der Komfortzone auszubrechen, besucht ihre garantiert begeisternden Vorträge zu den Themen Influencer Marketing, Karriere und Profiling, Markenbildung, Motivation und Erfolg oder Rhetorik und Kommunikation.Wir freuen uns auf Ihre Anfragen unter [email protected] 

Jan Bechler – die «5-Referenten24-Fragen»
18 Jun 2019

Jan Bechler – die «5-Referenten24-Fragen»

Jan Bechler teilt seine Erfahrungen in der erfolgreichen digitalen Transformation von Unternehmen nicht nur in Beratungsprojekten, sondern auch in seinen Vorträgen, Workshops und Präsentationen.Darüber hinaus decken seine Keynote-Vorträge nahezu alle Themen aus den Bereichen Digitalisierung, digitale Transformation, E-Commerce und digitales Marketing ab.Jan Bechler ist in der Lage, das Publikum für die kommenden Herausforderungen und Veränderungen in einer digitalen Welt zu motivieren. Er zeigt nicht nur, warum Start-ups in der Lage sind, in nahezu alle Branchen einzudringen und dort die bestehenden Wertschöpfungsketten zu verändern und etablierte Akteure anzugreifen, sondern er hilft auch Unternehmen und den Besuchern seiner Vorträge, eigene Wege und Ansätze zu finden, die es ihnen ermöglichen, die Digitalisierung erfolgreich anzugehen.Neben seiner Expertise in allen Bereichen der Digitalisierung war Jan während seiner Studienzeit Radio-DJ und weiß daher, wie man nicht nur interessante sondern auch unterhaltsame Präsentationen hält. Auf der Bühne fühlt Jan Bechler sich zu hause.InterviewWas sind die Kernthemen Ihrer Vorträge?Jan Bechler: In meinen Vorträgen geht es um die Folgen und Chancen von Digitalisierung auf unsere Wirtschaft, auf einzelne Unternehmen und auf die Menschen dahinter.Mein Fokus liegt dabei auf sich verändernden Geschäftsmodellen (vor allem aber nicht ausschließlich eCommerce), Digitalisierung im Marketing, Kulturwandel in Unternehmen und new work. Als Serienunternehmer, der in den vergangenen Jahren knapp zehn Startups gegründet hat und dabei sowohl erfolgreich war als auch krachend gescheitert ist, kenne ich die Auf und Abs des Unternehmertums, habe viel über (un)erfolgreiche Innovationen gelernt und vor allem auch den Umgang mit Scheitern am eigenen Leib erfahren.Welches Publikum bzw. welche Branche erreichen Sie mit Ihrer Rede?Jan Bechler: Meine Vorträge richten sich an Mitarbeiter von Unternehmen aus allen Branchen, die sich mit den Chancen und Herausforderungen in einer sich digitalisierenden Welt auseinandersetzen. Das Publikum erhält nicht nur wertvolle Insights in aktuelle Trends und best practices sondern auch direkt anwendbares Wissen, das jeder Teilnehmer schon kurzfristig umsetzen kann.Warum sind Sie ein Referenten24? Woher nehmen Sie Ihre Erkenntnisse?Jan Bechler: Ich bin Gründer verschiedener Digitalunternehmen, darunter eCommerce Firmen und digitale Strategieberatungen und Marketing-Agenturen mit mehreren hundert Mitarbeitern. Zudem bin ich Partner im Team der Online Marketing Rockstars, der größten Konferenz für die Digitalbranche in Westeuropa mit über 50.000 Besuchern. Als ehemaliger Radio- und Bühnenmoderator bin ich Auftritte vor großen Gruppen gewöhnt und fühle mich auf der Bühne seit jeher sehr wohl.Was bringt die Zukunft? Spielt die "Zeit" in Ihrem Metier eine Rolle? Wandel oder Stetigkeit?Jan Bechler: Die Zukunft war noch nie so schwer vorhersehbar wie in Zeiten von Digitalisierung. Wie genau die Zukunft aussehen wird, ist unklar – sicher ist nur, dass sie dynamischen Wandel bringen wird. Auch wenn wir diesen nicht exakt prognostizieren können, können und müssen wir sicherstellen, dass wir unsere Geschäftsmodelle und uns persönlich auf diesen Wandel vorbereiten.Was ist Ihr Lebensmotto? Was möchten Sie Ihren Zuhörern mit auf den Weg geben?Jan Bechler: "Das Schifft ist am sichersten im Hafen. Aber dafür ist es nicht gemacht"

Eva Schulte-Austum – Das Homeoffice-Experiment. Warum es scheitert – und wie es gelingt.
3 Oct 2020

Eva Schulte-Austum – Das Homeoffice-Experiment. Warum es scheitert – und wie es gelingt.

Blogbeitrag von Business-Coach Eva Schulte-Austum:Die Coronakrise stellt unser Arbeitsleben auf den Kopf. Was tun Sie, wenn tägliche Routinen plötzlich wegfallen? Wenn bewährte Regeln nicht mehr gelten? Und Sie von heute auf morgen im Homeoffice arbeiten – oder Mitarbeiter haben, die dies tun?Eva Schulte Austum: Wer genau hinsieht, stellt fest, dass wir uns in einer Vertrauenskrise befinden.Besonders deutlich wird das an dem Vertrauen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Das ist nichts Neues, wie aktuelle Studien zeigen. Aber es wird zu einem neuen Problem, denn anders als vor der Krise sind Vorgesetzte durch die Arbeit im Homeoffice gezwungen, Kontrolle abzugeben und loszulassen. Und genau das braucht Vertrauen.In mehr als 350 Interviews mit Wissenschaftlern und Experten habe ich weltweit erforscht, was Vertrauen ist, und wie es auch in Unternehmen gelingen kann. Dabei bin ich auf 3 Merkmale gestoßen, die die Fähigkeit, anderen Menschen zu vertrauen, ausmachen: Kontrolle abgeben, Unsicherheit akzeptieren, positive Erwartungshaltung an das Gegenüber.Führungskräfte, die diese drei Punkte beherrschen, tun sich erfahrungsgemäß leicht damit, Aufgaben zu delegieren, Verantwortung abzugeben und ein Wir-Gefühl im Team zu fördern. Meine Erfahrung als Führungskräfte-Coach zeigt jedoch: Gerade deutschen Führungskräften fällt Vertrauen in der Praxis schwer.Symptome der VertrauenskriseWer nicht vertrauen kann, der wird auch jetzt Wege finden, sein Kontrollbedürfnis in die digitale Welt zu übertragen. Nicht ohne Grund haben Kontrollanrufe im Homeoffice, Einsatz von Wirtschafts-Detektiven und computergestützte Überwachungsprogramme derzeit Hochkonjunktur. Wie sich letzteres auf Mitarbeiter auswirkt, zeigte jüngst das Experiment des Journalisten Adam Satariano von der New York Times. Dazu testete er zwei Wochen lang ein Programm, dass alle Aktivitäten an seinem Computer erfasste. Jede Email, jeder Seitenaufruf, sogar die Stillstandzeit der Tastatur wurden protokolliert. Fazit: Auch wenn er sich freiwillig überwachen ließ und seine Daten nicht an den Vorgesetzten weitergegeben wurden: Am Ende der 14 Tage fühlte er sich erschöpft, lustlos und demotiviert. Das lässt erahnen, welche Folgen übermäßige Kontrolle tatsächlich für die Produktivität von Arbeitnehmern hat.Wir haben ein FührungsproblemFührung braucht Vertrauen. Und doch: Wer kennt nicht mindestens einen Vorgesetzten, der seinen Mitarbeitern ständig über die Schultern schaut und auch im Urlaub über alles informiert werden will. Dabei mangelt es diesen Menschen selten an Wissen, wie sich Aufgaben abgeben lassen. Schließlich gibt es kaum ein Führungskräfte-Training, das dazu nicht ein paar schlaue Impulse beisteuert. Der Grund, warum Delegieren in der Praxis so häufig scheitert, ist ein anderer: Es mangelt an Vertrauens-Kompetenz.Viele Führungskräfte hierzulande haben nie gelernt, mit Unsicherheit und Risiken umzugehen, sprich zu vertrauen. Damit befinden sich diese übrigens in bester Gesellschaft. Die Forschung zeigt: Wir Deutschen sind nicht gerade Vertrauens-Weltmeister. Im Vergleich zu Menschen in Schweden, Dänemark und den Niederlanden sind Deutsche vergleichsweise risikoscheu und haben ein großes Kontrollbedürfnis. Da ist es wenig überraschend, dass Führungskräfte versuchen, sich in der Krise durch mehr Kontrolle ein Stück Sicherheit zurückzuholen. Ein Trugschluss mit weitreichenden Folgen.Die Kosten der KontrolleDen Preis, den Führungskräfte und Mitarbeiter für übermäßige Kontrolle zahlen, ist enorm hoch: schwindende Motivation, sinkende Produktivität, steigender Krankenstand, zunehmende Fluktuation, erhöhtes Stresslevel. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Nicht umsonst sagt ein dänisches Sprichwort: „Vertrauen ist gut. Kontrolle ist teurer.“ Denn mit zunehmender Kontrolle explodieren die Kosten. Wer sich schon mal darin versucht hat, der wird wissen: Kontrolle kostet viel Zeit, sehr viel Energie und noch mehr Nerven. Und am Ende bewirkt sie genau das Gegenteil: Denn ohne es zu wollen erziehen Führungskräfte mit ständiger Überwachung ihre Mitarbeiter zu trägen, verantwortungsscheuen und entscheidungsschwachen Menschen.Die Dividende des VertrauensDie gute Nachricht: Vertrauen lässt sich wie ein Muskel trainieren. Mit jedem Mal, bei dem wir Vertrauen verschenken, wächst der Muskel. Vorausgesetzt, wir machen positive Erfahrungen. Im Laufe der Zeit fällt es uns damit immer leichter, Unsicherheit auszuhalten und Kontrolle abzugeben. Die eigene Vertrauensfähigkeit wird damit zur Grundvoraussetzung, damit Delegieren und Führung auf Distanz gelingen können.3 Tipps, wie Sie Ihren Vertrauensmuskel trainieren:Trauen Sie anderen etwas zuMenschen wachsen über sich selbst hinaus, wenn man Ihnen Vertrauen schenkt.Klären Sie frühzeitig ErwartungenSo vermeiden Sie Missverständnisse, beugen Konflikten vor und sorgen für ein gutes Arbeitsklima.Geben Sie einen VertrauensvorschussMachen Sie den ersten Schritt und schenken Sie Vertrauen. Dafür werden Sie mit positiven Erfahrungen, Dankbarkeit und Vertrauen belohnt.Vielleicht kennen Sie das Sprichwort: „Führungskräfte bekommen langfristig die Mitarbeiter, die Sie verdienen.“ Die Forschung bestätigt das. Investieren Sie deshalb heute in die Mitarbeiter, mit denen Sie morgen zusammenarbeiten wollen. Es lohnt sich.Über die Autorin:Eva Schulte-Austum ist Business-Coach, Keynote Speaker und Deutschlands bekannteste Vertrauensexpertin (NDR, ZDF). Die studierte Wirtschaftspsychologin berät Unternehmen zum Thema „Führung“, „Change“ und „New Work“.Möchten Sie Eva Schulte-Austum als Rednerin für Ihre Veranstatung buchen? Anfragen unter: [email protected]

Scheidender Sprecher des britischen Unterhauses John Bercow kommt zum Alpensymposium 2020
21 Dec 2019

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René Adler, Ex-Profi-Torwart: Vor allem überwiegt heute Dankbarkeit.
11 Jun 2020

René Adler, Ex-Profi-Torwart: Vor allem überwiegt heute Dankbarkeit.

René Adler – Die Dankbarkeit überwiegt.Wer hätte das gedacht? Ängste und Zweifel waren René Adlers größte Antreiber. „Aber sie haben mich auch daran gehindert, alles aus meinem Talent rauszuholen. Meine Erwartung war höher“, sagt der Ex-Profi-Torwart René Adler heute. Nachdem René Adler, der einmal kurz davor stand, WM-Torwart zu werden, seine Torwarthandschuhe ein für alle Mal an den berühmten Nagel gehängt hat, spricht er offen über seine damaligen Selbstzweifel und mentalen Blockaden. Das macht er auf eine ermunternde Arte, denn schließlich gehörten diese Eigenschaften ja zu einem selbst dazu.René Adler ist es heute ein Anliegen, dass andere früher als er selbst ihre wahren Bedürfnisse erkennen. Auf die Frage, was er heute anders machen würde, antwortete er in einem Interview mit dem Stern: „Ich würde frühzeitig ein eigenes Team mit Fachleuten um mich bilden. Ich hätte in mancher Situation ein Korrektiv gebraucht, jemanden, der mir hilft, meine wahren Bedürfnisse zu erkennen. Ich hatte während meiner Zeit in Leverkusen mit meinem Torwarttrainer Rüdiger Vollborn einen Freund und Mentor, der diese Rolle übernommen hat und mich kannte wie kein anderer. Ich habe es verpasst, dieses Team um mich zu bauen, welches mich vereinsunabhängig durch meine Karriere begleitet und mir hilft, meine Schwankungen auszugleichen.“René Adler – Höhen und Tiefen.Im Laufe seiner Karriere musste René Adler zahlreiche bittere Rückschläge hinnehmen, auf sportlicher, mentaler und physischer Ebene. Er erzählt: „Insgesamt hatte ich immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, elf dürften es gewesen sein. Los ging es mit dem Bruch des Schienbeinkopfes, da war ich 14. Beim Übergang zum Erwachsenenbereich gingen die Probleme dann richtig los.“ Im Jahr 2004 riss ihm das Halteband zwischen Schien- und Wadenbein. Seitdem lebt er mit einer Schraube an dieser Stelle. 2005 folgte der Trümmerbruch in der Nase bei der U-20-WM, 2006 Rippenfraktur mit anschließender Atemnot und starken Schmerzen. Zuweilen nahm er Schmerztabletten und ließ sich spritzen, damit er die Spiele absolvieren konnte. Obwohl er weiter machte, hatte er Probleme, die zahlreichen Rückschläge mental zu verarbeiten. René Adler sagt: „Ich habe meinen Selbstwert stark über meine Leistung bezogen. Spielte ich gut, fühlte ich mich gut. Eine tiefe Überzeugung zu entwickeln – ‚Ich schaffe das, auch wenn Rückschläge kommen‘ –, das war für mich brutale Arbeit. Ich habe das Zutrauen in die eigene Stärke selten in mir gefühlt. Ich hatte die höchsten Ziele, doch zwischen meinem Anspruch und meinem inneren Empfinden bestand oftmals eine hohe Diskrepanz. Das immer wieder zu vereinen hat enorme Kraft gekostet.“Geholfen hat ihm Mentaltraining, bei dem er sich und seine Bedürfnisse besser kennenlernte und mit dem autogenen Training ein Werkzeug an die Hand bekam, sich selbst zu beruhigen und auch in stressigen Situationen und danach gelassener zu werden.Der „Stern“ fragte René Adler in dem Interview auch, wie es ihm gehe, wenn er Manuel Neuer heute sähe, ob er sich selbst in ihm sähe, nach dem Motto: So hätte es auch laufen können? Nach langem Überlegen antwortete René Adler: „Ich glaube, dass Manu für das Business mit seiner natürlichen Leichtigkeit, die ihn auszeichnet, klar im Plus war, weniger vom Talent in Sachen Torwartspiel. Du musst lernen, mit deiner mentalen Energie zu haushalten, gerade wenn du immer so im Fokus stehst.“René Adler ist heute 35 Jahre alt. 2018 beendete er seine Karriere als Profi Torwart. In seinen Vorträgen spricht er zum Beispiel darüber, wie man aus herben Rückschlägen lernen kann, um stärker denn je aus ihnen hervorzugehen. Ebenso erklärt er, warum Talent allein nicht reicht, sondern die richtige Einstellung zum Erfolg führt. Und natürlich hat er einiges zu dem Thema erfolgreiche Teams zu sagen. Freuen Sie sich auf einen reflektierten René Adler. Heute sagt er, dass er trotz aller Rückschläge in seinem jungen Leben vor allem eines ist: dankbar.Buchen Sie René Adler für Ihre nächste Veranstaltung als Redner. Rufen Sie uns an oder schreiben an [email protected] – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kai Gondlach – die „5 Referenten24 Fragen“
25 Nov 2020

Kai Gondlach – die „5 Referenten24 Fragen“

Der Zukunftsforscher Kai Gondlach wuchs im hohen Norden Deutschlands auf. Nach seiner schulischen Laufbahn, dem Abitur sowie Bachelorstudium in Soziologie und Politik-/Verwaltungswissenschaften in Potsdam, sammelte er erste Berufserfahrungen in in PR-, CSR- und Politik-Beratungsunternehmen. Seine Masterarbeit bei der Deutschen Bahn AG schrieb er über den „kostenlosen ÖPNV“. Nach vier Jahren Senior Research Fellow bei 2b AHEAD ThinkTank GmbH, Aufbau der wissenschaftlichen Zukunftsforschungsabteilung, Beratungsmandate bei namhaften Unternehmen, u. a. Daimler, Siemens, EON, TÜV Nord und TÜV Süd ist er seit 2016 als Keynote Speaker auf diversen Bühnen ünterwegs. Heute reist er meist von seiner Wahlheimat Leipzig aus,  zu seinen Auftrittsorten.Wir haben mit Zukunftsforscher Kai Gondlach gesprochen, was ihn als Redner und Keynote Speaker auszeichnet und zu welchen Themen er spricht. Interview1. Welche Kernthemen enthalten Ihre Vorträge?Kai Gondlach: Der rote Faden ist immer der Blick in die Zukunft, schließlich bin ich einer der ersten Zukunftsforscher Deutschlands, der sich als akademischer Zukunftswissenschaftler bezeichnen darf (Master of Arts Zukunftsforschung, Freie Universität Berlin). Als Digital Native und mit der Erfahrung als Keynote Speaker, Berater und Angestellter in einem DAX30-Konzern verstehe ich die Bedürfnisse meiner Kunden und kreiere individuelle Erlebnisse. Ich verbinde wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anwendungsbeispielen sowie aufregenden Zukunftsszenarien. Die Kernthemen reichen von Digitalisierung (exponentielles Wachstum, Künstliche Intelligenz, digitale Geschäftsmodelle, globales Wettrennen und der seidene KI-Vorhang zwischen China und dem Rest der Welt) über Arbeitsmodelle (New Work, Organisationsmodelle wie Holokratie, Führungskompetenzen) bis zu Themen der Nachhaltigkeit (ökologischer Fußabdruck, social entrepreneurship) sowie Generationendiskurse (Generation X, Y, Z, Alpha etc.). Zudem vermittle ich die wichtigsten Zukunftskompetenzen für Organisationen und Individuen.2. Welches Publikum bzw. welche Branche erreichen Sie mit Ihrer Rede?Kai Gondlach: Den Durchschnitt bilden Unternehmensveranstaltungen aller Branchen mit Mitarbeitern oder Kunden mit 100-500 Teilnehmern. Ausreißer nach unten spielen sich meist in Vorstands-, Aufsichtsrats- oder Geschäftsführerrunden ab bei ca. 10-30 Teilnehmern. Nach oben vor allem Messen, Konferenzen oder Onboarding-Events wie bei Bearing Point mit ca. 1500 Menschen (s. Youtube). Das durchschnittliche Alter meiner Zuhörer liegt bei etwa Anfang 40. Jüngere Zielgruppen und größere Bühnen sollen mit der relativ neuen Positionierung stärker adressiert werden.3. Warum sind Sie ein Referenten24 und woher nehmen Sie Ihre Kenntnisse?Kai Gondlach: Ich stand im März 2016 das erste Mal als Keynote Speaker auf einer kleinen Bühne. Trotz der fehlenden Bekanntheit wurde ich in dem Jahr 24 Mal eingeladen, im nächsten 59 Mal, 2018 waren es dann über 70. Dieser Trend hat sich bisher fortgesetzt. Mir fehlt einerseits das Lampenfieber-Gen, andererseits habe ich ein stark ausgeprägtes Sendungsbewusstsein für Inhalte. Mein Publikum schätzt meine entspannte und doch seriöse, überzeugende und unterhaltsame Art mit intelligenten, tiefgründigen Pointen. Ich spiele auf der Bühne keine fiktive Rolle, sondern übermittle Inhalte, Konzepte und Methoden so, dass jeder Zuhörer / Zuschauer etwas für sich mitnehmen kann. Dazu gehören neben den Inhalten vor allem neue Ideen und Gedankengänge, oft Aha-Erlebnisse. Im Bachelorstudium der Soziologie und Politik-/Verwaltungswissenschaft habe ich meinen Blick für gesellschaftlichen und politischen Wandel geschärft. Mein Digitalisierungsschwerpunkt geht zurück auf meine jugendliche Beschäftigung mit Computern und Programmierung sowie einigen Ausflügen in die entlegensten Winkel des damals jungen Internet; zudem habe ich vier Jahre lang in einem Think Tank große Konzerne (darunter Daimler, Siemens, EON, TÜV) in puncto Digitalisierung beraten. Die Zukunftsthemen habe ich vor allem im Masterstudium vertieft und auf ein starkes Fundament gestellt; als Vorstandsmitglied der Alumnivereinigung der Zukunftsforschung, aktiver Part des deutschsprachigen akademischen Netzwerks Zukunftsforschung sowie der internationalen Vereinigung der Futurologie (WFSF) und schließlich ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der UNESCO, der TU Berlin und anderen Bildungsträgern bin ich heterogenes und internationales Publikum gewöhnt.4. Was bringt die Zukunft? Spielt die «Zeit» in Ihrem Metier eine Rolle? Oder Stetigkeit?Kai Gondlach: Zeit ist der größte Verunsicherungsfaktor in meinem Metier. Allerdings bin ich als wissenschaftlicher Zukunftsforscher auch auf der Mission, Menschen beizubringen, dass niemand die Zukunft vorhersehen kann – sei die Methode noch so gut. Vielmehr geht es der Zukunftsforschung darum, im Sinne einer Zukünftebildung zu vermitteln, wie a) mit Unsicherheit und andere VUCA-Dimensionen umgegangen werden kann und b) Menschen besser darin werden, ungewisse Zukunftsentwicklungen zu antizipieren. Ich verstehe mich auch als Bindeglied a) verschiedener Generationen und b) der übereifrigen Innovatoren in Silicon Valley etc. und der tendenziell trägeren Innovationskultur im deutschsprachigen Raum. Beides hat seine Vorteile, doch gerade in den zwei wichtigsten Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit dürfen wir keine weiteren Fehler mehr machen, sondern schnell umdenken, die brillante Grundlagenforschung in attraktive Geschäftsmodelle übersetzen und monetarisieren. Schließlich sind wir gerade dabei, unseren Heimatplaneten unbewohnbar zu machen und jeder Mensch, jedes Unternehmen trägt eine schwere Bürde und große Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen, unser Habitat nicht zu zerstören.5. Nennen Sie uns Ihr Lebensmotto! Was möchten Sie den Zuhörern unbedingt mit auf den Weg geben?Kai Gondlach: Die Perspektive leitet unser Denken und Handeln. Und: die Perspektive bestimmen wir selbst. Wenn wir davon ausgehen möchten, dass «business as usual» eine gute Idee ist, werden wir kaum etwas verändern. Wir sind satt! Wenn wir aber die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ernst nehmen und den Status Quo infrage stellen, entstehen großartige Initiativen und wirklich wirksame Veränderungsprozesse. Und das Ganze bitte mit wissenschaftlicher Evidenz, denn wenn die letzten Jahrzehnte an einem nicht mangeln, ist es das: bahnbrechende Erkenntnisse der Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, Soziologie, Biologie und vielen weiteren. Wir müssen die Signale nur wahrnehmen (wollen). "Zukunft ist eine Frage der Perspektive!"

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