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Mohamed ElBaradei

Mohamed ElBaradei

Friedensnobelpreisträger 2005. Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), 1997 - 2009

Während seines letzten Monats an der Spitze der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) befand sich Mohamed ElBaradei an einer brisanten Schlüsselstelle der internationalen Atompolitik: Er leitete die Verhandlungen zwischen der Regierung Obama und Teheran, mit dem Ziel, Irans Nuklearprogramm zu stoppen.

Bereits in den vorausgegangenen sechs Jahren, in denen die IAEO das iranische Programm überprüfte, hatte er sich stark mit dieser Krise auseinandergesetzt. Dr. ElBaradei referiert heute weltweit zu Themen wie globale Sicherheit, friedvolle Nutzung der Atomenergie, Nichtverbreitung von Nuklearwaffen und Abrüstung, internationale Organisationen und internationales Recht, wobei er aus seinen Erfahrungen als Diplomat, internationaler Beamter und Gelehrter schöpft.

Dr. ElBaradei wirkte während drei Amtszeiten als Generaldirektor der IAEO, einer zwischenstaatlichen UN-Organisation, deren Auftrag es ist, die Atomtechnologie für friedliche Zwecke verfügbar zu machen und die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Dr. ElBaradei spielte eine Vorreiterrolle, als es darum ging, Massnahmen gegen eine solche Verbreitung zu ergreifen, und war ein überzeugter Befürworter der nuklearen Abrüstung. Zudem war ihm die Förderung der friedlichen Nutzung der Atomenergie ein Anliegen, um mit Entwicklung gegen die Ungleichheit anzugehen und dem Drittel der Menschheit aus der Armut zu helfen, das mit weniger als zwei Dollar am Tag leben muss.

Im Oktober 2005 wurden Dr. ElBaradei und die IAEO gemeinsam «für ihren Einsatz gegen den Missbrauch von Atomenergie für militärische Zwecke und die Gewährleistung maximaler Sicherheitsstandards bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie» mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In seiner Huldigung bezeichnete das norwegische Nobelpreiskomitee die Arbeit der IAEO als «von unermesslicher Bedeutung» und nannte Dr. ElBaradei einen «unerschrockenen Verfechter» neuer Massnahmen zu Stärkung der nuklearen Nichtverbreitungspolitik.

Ab 1984 bekleidete Dr. ElBaradei als hochrangiger Mitarbeiter des IAEO-Sekretariats eine Reihe strategisch wichtiger Funktionen wie zum Beispiel die eines Rechtsberaters oder des Stellvertreters des Generaldirektors.

Infolge des Golfkriegs von 1991 beauftragte der UN-Sicherheitsrat die IAEO, Iraks geheimes Atomwaffenprogramm zu stoppen. Die IAEO erfüllte diese Aufgabe 1997, nachdem sämtliche nuklearen Aktivitäten Iraks unschädlich gemacht worden waren. 1997 wurde Dr. ElBaradei als Nachfolger von Hans Blix zum Generaldirektor der IAEO gewählt. Im folgenden Jahr verwies Saddam Hussein die Waffeninspektoren des Landes. Dr. ElBaradei war davon überzeugt, dass Iraks gesamtes Atomwaffenprogramm zerstört war, obgleich die Situation der chemischen und biologischen Waffen unklar blieb.

Als die IAEO 2002 in den Irak zurückkehrte, fand sie keinen glaubhaften Beweis für eine Wiederbelebung des früheren Atomwaffenprogramms. In einer Rede zur Lage der Nation behauptete US-Präsident Bush, der Irak kaufe in Afrika Uran. Ein später von den USA vorgelegtes Beweisdokument wurde von IAEO-Ermittlern als Fälschung aufgedeckt, und Dr. ElBaradei wies in einer denkwürdigen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat Behauptungen bezüglich eines neuen Atomwaffenprogramms des Iraks zurück.

Spätere Entwicklungen bewiesen, dass Dr. ElBaradeis Einschätzung des irakischen Atomprogramms korrekt war. Dr. ElBaradei erinnerte an eine Redensart, die besagt: «Es ist gefährlich, Unrecht zu bekommen, manchmal ist es aber noch gefährlicher, zum Schluss doch Recht zu bekommen.»

ElBaradei wuchs in Kairo auf, studierte an der Universität Kairo Rechtswissenschaften und schloss sein Studium mit einem Bachelor ab. Den Doktortitel in Internationalem Recht erwarb er an der New York University School of Law. 1964 begann Dr. ElBaradei seine Berufslaufbahn im diplomatischen Dienst als Mitarbeiter der Ständigen Mission Ägyptens bei den Vereinten Nationen in New York und Genf, wo er sich mit politischen und rechtlichen Fragen und dem Thema Abrüstung beschäftigte. In dieser Zeit wirkte Dr. ElBaradei bei zahlreichen internationalen und regionalen Organisationen mit, unter anderem bei der UN-Generalversammlung, dem UN-Sicherheitsrat, der Abrüstungskonferenz, der UN-Seerechtskonferenz, der Internationalen Arbeitsorganisation, der Weltgesundheitsorganisation, der Kommission für Menschenrechte, der Organisation für Afrikanische Einheit und der Arabischen Liga.

Von 1974 bis 1978 war Dr. ElBaradei persönlicher Mitarbeiter des ägyptischen Aussenministers. In dieser Zeit gehörte der dem Verhandlungsteam an, das den Abschluss der Rückzugsvereinbarungen zwischen Ägypten und Israel erreichte.

1980 verliess er den diplomatischen Dienst und kam als Senior Fellow zum Internationalen Rechtsprogramm am Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen. Von 1981 bis 1987 war er zudem ausserordentlicher Professor für Internationales Recht an der New York University School of Law.

Dr. ElBaradei wurde für seine Arbeit mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, wie dem International Four Freedoms Award des Roosevelt Institute, dem James Park Morton Interfaith Award und dem Indira-Gandhi-Preis für Frieden, Abrüstung und Entwicklung. Dr. ElBaradei ist zudem Inhaber mehrerer Ehrentitel und Orden. Er gehört einer Reihe von Berufsvereinigungen an wie der International Law Association und der American Society of International Law.

Dr. ElBaradei ist mit der Kindergärtnerin Aida Elkashef verheiratet. Sie haben eine Tochter namens Laila, ihrerseits mit Neil Pizey verheiratet (beide arbeiten in der eigenen Anwaltskanzlei in London), und einen Sohn namens Mostafa, der als IT-Projektmanager tätig ist.

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Während seines letzten Monats an der Spitze der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) befand sich Mohamed ElBaradei an einer brisanten Schlüsselstelle der internationalen Atompolitik: Er leitete die Verhandlungen zwischen der Regierung Obama und Teheran, mit dem Ziel, Irans Nuklearprogramm zu stoppen.

Bereits in den vorausgegangenen sechs Jahren, in denen die IAEO das iranische Programm überprüfte, hatte er sich stark mit dieser Krise auseinandergesetzt. Dr. ElBaradei referiert heute weltweit zu Themen wie globale Sicherheit, friedvolle Nutzung der Atomenergie, Nichtverbreitung von Nuklearwaffen und Abrüstung, internationale Organisationen und internationales Recht, wobei er aus seinen Erfahrungen als Diplomat, internationaler Beamter und Gelehrter schöpft.

Dr. ElBaradei wirkte während drei Amtszeiten als Generaldirektor der IAEO, einer zwischenstaatlichen UN-Organisation, deren Auftrag es ist, die Atomtechnologie für friedliche Zwecke verfügbar zu machen und die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Dr. ElBaradei spielte eine Vorreiterrolle, als es darum ging, Massnahmen gegen eine solche Verbreitung zu ergreifen, und war ein überzeugter Befürworter der nuklearen Abrüstung. Zudem war ihm die Förderung der friedlichen Nutzung der Atomenergie ein Anliegen, um mit Entwicklung gegen die Ungleichheit anzugehen und dem Drittel der Menschheit aus der Armut zu helfen, das mit weniger als zwei Dollar am Tag leben muss.

Im Oktober 2005 wurden Dr. ElBaradei und die IAEO gemeinsam «für ihren Einsatz gegen den Missbrauch von Atomenergie für militärische Zwecke und die Gewährleistung maximaler Sicherheitsstandards bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie» mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In seiner Huldigung bezeichnete das norwegische Nobelpreiskomitee die Arbeit der IAEO als «von unermesslicher Bedeutung» und nannte Dr. ElBaradei einen «unerschrockenen Verfechter» neuer Massnahmen zu Stärkung der nuklearen Nichtverbreitungspolitik.

Ab 1984 bekleidete Dr. ElBaradei als hochrangiger Mitarbeiter des IAEO-Sekretariats eine Reihe strategisch wichtiger Funktionen wie zum Beispiel die eines Rechtsberaters oder des Stellvertreters des Generaldirektors.

Infolge des Golfkriegs von 1991 beauftragte der UN-Sicherheitsrat die IAEO, Iraks geheimes Atomwaffenprogramm zu stoppen. Die IAEO erfüllte diese Aufgabe 1997, nachdem sämtliche nuklearen Aktivitäten Iraks unschädlich gemacht worden waren. 1997 wurde Dr. ElBaradei als Nachfolger von Hans Blix zum Generaldirektor der IAEO gewählt. Im folgenden Jahr verwies Saddam Hussein die Waffeninspektoren des Landes. Dr. ElBaradei war davon überzeugt, dass Iraks gesamtes Atomwaffenprogramm zerstört war, obgleich die Situation der chemischen und biologischen Waffen unklar blieb.

Als die IAEO 2002 in den Irak zurückkehrte, fand sie keinen glaubhaften Beweis für eine Wiederbelebung des früheren Atomwaffenprogramms. In einer Rede zur Lage der Nation behauptete US-Präsident Bush, der Irak kaufe in Afrika Uran. Ein später von den USA vorgelegtes Beweisdokument wurde von IAEO-Ermittlern als Fälschung aufgedeckt, und Dr. ElBaradei wies in einer denkwürdigen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat Behauptungen bezüglich eines neuen Atomwaffenprogramms des Iraks zurück.

Spätere Entwicklungen bewiesen, dass Dr. ElBaradeis Einschätzung des irakischen Atomprogramms korrekt war. Dr. ElBaradei erinnerte an eine Redensart, die besagt: «Es ist gefährlich, Unrecht zu bekommen, manchmal ist es aber noch gefährlicher, zum Schluss doch Recht zu bekommen.»

ElBaradei wuchs in Kairo auf, studierte an der Universität Kairo Rechtswissenschaften und schloss sein Studium mit einem Bachelor ab. Den Doktortitel in Internationalem Recht erwarb er an der New York University School of Law. 1964 begann Dr. ElBaradei seine Berufslaufbahn im diplomatischen Dienst als Mitarbeiter der Ständigen Mission Ägyptens bei den Vereinten Nationen in New York und Genf, wo er sich mit politischen und rechtlichen Fragen und dem Thema Abrüstung beschäftigte. In dieser Zeit wirkte Dr. ElBaradei bei zahlreichen internationalen und regionalen Organisationen mit, unter anderem bei der UN-Generalversammlung, dem UN-Sicherheitsrat, der Abrüstungskonferenz, der UN-Seerechtskonferenz, der Internationalen Arbeitsorganisation, der Weltgesundheitsorganisation, der Kommission für Menschenrechte, der Organisation für Afrikanische Einheit und der Arabischen Liga.

Von 1974 bis 1978 war Dr. ElBaradei persönlicher Mitarbeiter des ägyptischen Aussenministers. In dieser Zeit gehörte der dem Verhandlungsteam an, das den Abschluss der Rückzugsvereinbarungen zwischen Ägypten und Israel erreichte.

1980 verliess er den diplomatischen Dienst und kam als Senior Fellow zum Internationalen Rechtsprogramm am Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen. Von 1981 bis 1987 war er zudem ausserordentlicher Professor für Internationales Recht an der New York University School of Law.

Dr. ElBaradei wurde für seine Arbeit mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, wie dem International Four Freedoms Award des Roosevelt Institute, dem James Park Morton Interfaith Award und dem Indira-Gandhi-Preis für Frieden, Abrüstung und Entwicklung. Dr. ElBaradei ist zudem Inhaber mehrerer Ehrentitel und Orden. Er gehört einer Reihe von Berufsvereinigungen an wie der International Law Association und der American Society of International Law.

Dr. ElBaradei ist mit der Kindergärtnerin Aida Elkashef verheiratet. Sie haben eine Tochter namens Laila, ihrerseits mit Neil Pizey verheiratet (beide arbeiten in der eigenen Anwaltskanzlei in London), und einen Sohn namens Mostafa, der als IT-Projektmanager tätig ist.

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