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Olympiasiegerin Kristina Vogel – Lernen, Tränen zuzulassen

Olympiasiegerin Kristina Vogel – Lernen, Tränen zuzulassen

5 February 2019. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Kristina Vogel weint nicht gern. Schon gar nicht über sich selbst. In ihrem ersten Interview nach dem Unfall, der ihr Leben für immer verändert hat, wirkt sie fröhlich und aufgeräumt. Im Juli brach sie sich während des Trainings bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrer den siebten Brustwirbel. Dabei wurde das Rückenmark gequetscht. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl und wird nie wieder gehen können.

Kristina Vogel lacht trotzdem, sagt, dass es doch viel schlimmer hätte kommen können. Man glaubt ihr das. Sie ist keine, die leere Worthülsen nachplappert. Das Wort „Geduld“, so sagt sie, könne sie im Moment nicht mehr hören.

Als Profisportlerin mit Leib und Seele war aufgeben für Kristina Vogel nie eine Option

Auf ihrer Website liest man eine schier endlose Liste an Erfolgen. So ist sie zweifache Olympiasiegerin und mit elf Weltmeistertiteln in der Elite eine der bis dato erfolgreichsten Bahnradsportlerinnen.Für Außenstehende mag ihre Positivität kaum nachvollziehbar sein. Das Schicksal der jungen Frau macht sprachlos, fassungslos, schockiert sogar. Sie sagt dazu schlicht: „Was soll ich mich selbst bemitleiden? Es ist, wie es ist.“ Sie will nicht, dass ihre Lähmung im Vordergrund steht, auch wenn sich ihr Leben komplett gewandelt hat. Sie will leben, sie will weiter machen, sie will fröhlich sein, und das zieht sie durch. „Es ist immer noch mein Leben“, sagt sie und fügt hinzu, dass sie Dankbarkeit empfindet. Denn tatsächlich hätte sie sterben können.

Als Spitzensportlerin weiß sie, wie sie sich selbst motivieren kann. Schon vor einigen Jahren hatte sie einen Verkehrsunfall, von dem sie sich erholen musste. Heute sieht sie auch das als Geschenk, eine Art Vorbereitung auf das, was dann kam.

Doch sie wäre nicht Kristina Vogel, wenn sie sich nicht längst neue Ziele gesetzt hätte. „Ich kann ja auch noch woanders eine Goldmedaille gewinnen, wer weiß“, sagt sie etwas schelmisch. Wenn man ihr in die Augen schaut, liegt das absolut im Bereich des Möglichen.

Sie gibt offen zu, dass dieser „Kampf zurück ins Leben“ härter war als alles, was sie bisher erlebt hat. Doch ihre unverwüstliche Willenskraft gepaart mit ihrer optimistischen Sicht auf die Welt gibt ihr die Kraft, nicht zu hadern, sondern nach vorne zu schauen. Ob das jeder lernen kann? Kristina Vogel glaubt, dass das geht.

Kristina Vogel möchte Vorbild sein, Mut machen und Lust auf das Leben verbreiten

Sie möchte Zuversicht spenden und andere Teil haben lassen an ihrer inneren Stärke und ihren Erfahrungen. Kristina Vogels Botschaft: das Leben ist trotz aller Widrigkeiten lebenswert. Es kommt nur darauf an, wie man die Dinge sieht und was man aus einer neuen Situation macht. Als Spitzensportlerin weiß sie, wie Mental Training funktioniert. Sie ist der lebendige Beweis.

Senden Sie uns Ihre Anfrage für Kristina Vogel an [email protected]

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Kristina Vogel
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5 February 2019. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Kristina Vogel weint nicht gern. Schon gar nicht über sich selbst. In ihrem ersten Interview nach dem Unfall, der ihr Leben für immer verändert hat, wirkt sie fröhlich und aufgeräumt. Im Juli brach sie sich während des Trainings bei einem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrer den siebten Brustwirbel. Dabei wurde das Rückenmark gequetscht. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl und wird nie wieder gehen können.

Kristina Vogel lacht trotzdem, sagt, dass es doch viel schlimmer hätte kommen können. Man glaubt ihr das. Sie ist keine, die leere Worthülsen nachplappert. Das Wort „Geduld“, so sagt sie, könne sie im Moment nicht mehr hören.

Als Profisportlerin mit Leib und Seele war aufgeben für Kristina Vogel nie eine Option

Auf ihrer Website liest man eine schier endlose Liste an Erfolgen. So ist sie zweifache Olympiasiegerin und mit elf Weltmeistertiteln in der Elite eine der bis dato erfolgreichsten Bahnradsportlerinnen.Für Außenstehende mag ihre Positivität kaum nachvollziehbar sein. Das Schicksal der jungen Frau macht sprachlos, fassungslos, schockiert sogar. Sie sagt dazu schlicht: „Was soll ich mich selbst bemitleiden? Es ist, wie es ist.“ Sie will nicht, dass ihre Lähmung im Vordergrund steht, auch wenn sich ihr Leben komplett gewandelt hat. Sie will leben, sie will weiter machen, sie will fröhlich sein, und das zieht sie durch. „Es ist immer noch mein Leben“, sagt sie und fügt hinzu, dass sie Dankbarkeit empfindet. Denn tatsächlich hätte sie sterben können.

Als Spitzensportlerin weiß sie, wie sie sich selbst motivieren kann. Schon vor einigen Jahren hatte sie einen Verkehrsunfall, von dem sie sich erholen musste. Heute sieht sie auch das als Geschenk, eine Art Vorbereitung auf das, was dann kam.

Doch sie wäre nicht Kristina Vogel, wenn sie sich nicht längst neue Ziele gesetzt hätte. „Ich kann ja auch noch woanders eine Goldmedaille gewinnen, wer weiß“, sagt sie etwas schelmisch. Wenn man ihr in die Augen schaut, liegt das absolut im Bereich des Möglichen.

Sie gibt offen zu, dass dieser „Kampf zurück ins Leben“ härter war als alles, was sie bisher erlebt hat. Doch ihre unverwüstliche Willenskraft gepaart mit ihrer optimistischen Sicht auf die Welt gibt ihr die Kraft, nicht zu hadern, sondern nach vorne zu schauen. Ob das jeder lernen kann? Kristina Vogel glaubt, dass das geht.

Kristina Vogel möchte Vorbild sein, Mut machen und Lust auf das Leben verbreiten

Sie möchte Zuversicht spenden und andere Teil haben lassen an ihrer inneren Stärke und ihren Erfahrungen. Kristina Vogels Botschaft: das Leben ist trotz aller Widrigkeiten lebenswert. Es kommt nur darauf an, wie man die Dinge sieht und was man aus einer neuen Situation macht. Als Spitzensportlerin weiß sie, wie Mental Training funktioniert. Sie ist der lebendige Beweis.

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Wir starten mit einem privaten Blick auf die in Israel geborene Powerfrau Dalith Steiger, die ansonsten eher als erfolgreiche Unternehmerin und Top-Speakerin bekannt ist. Dalith Steiger ist Mutter von zwei Teenager-Mädchen auf die sie, wie sie mit einem Funkeln in den Augen sagt, sehr stolz ist. Ihre Zeit verbringt sie am liebsten im Kreis von guten Freunden und der Familie und braucht ihr regelmäßiges sportliches Workout. Das ist nicht wirklich überraschend, denn man merkt sofort, dass sie offensichtlich mit einer gehörigen Portion Energie auf die Welt kam.Dalith Steiger hegt seit ihrer Kindheit eine Leidenschaft für die Welt der Zahlen und Fakten, und diese Leidenschaft hat sie auf ihren heutigen beruflichen Weg gebracht, der vielmehr eine Berufung als Arbeit für sie ist.Dalith Steiger und Mathematik: Eine klare Sprache ohne MissverständnisseDalith Steiger hat einmal Mathematik studiert, weil sie „eine klare Sprache sprechen wollte, die nicht missverstanden werden kann“. Nun könnte man meinen, sie sei dieser Typ Roboter, geprägt von der faktischen Welt der Zahlen. Doch weit gefehlt. Dalith Steiger ist Mensch durch und durch. Sie lacht viel und gern und besitzt vor allem ein großes Talent, Künstliche Intelligenz (KI) in etwas Greifbares, fast schon Menschliches zu verwandeln.KI als Hilfsmittel, um mehr Zeit für Familie und Freunde zu habenWas sie antreibt ist gerade die Kombination aus der Welt der Technologie und der „echten“ Welt, in der man mit Freunden und Familie zusammen ist, sich trifft und austauscht. Als sehr familien- und freundschaftsorientierter Mensch sieht sie die Technologie und insbesondere die KI als Hilfsmittel, mehr Zeit mit dem zu verbringen, was uns wirklich Freude macht.Sie sagt:„Die heute verfügbare Technologie ermöglicht uns, mehr Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen, und das ist es, was mich wirklich begeistert, das ist es, was ich liebe.“Ihr strahlendes Gesicht spiegelt die Leidenschaft wider, die sie für ihre Arbeit hegt. Ihre Mission ist es, die Technologie und KI aus der Ecke der bedrohlichen Dinge herauszuholen und sie im Gegenteil als das zu positionieren, was sie, wenn sie verantwortungsvoll und menschlich eingesetzt wird, zu leisten im Stande ist. Für die Menschheit, nicht gegen sie.Share for success: Die beeindruckende Karriere der Dalith SteigerDalith Steiger ist KI-Influencerin, Unternehmerin, Miteigentümerin und Mitglied der Geschäftsleitung von CORE Design Works, CEO des Swiss IT-Leadership Forum und Mitglied des Beirats von digital-liberal.ch sowie Mitgründerin und Managing Partnerin des Global AI Hub SwissCognitive. Letzteres war ihr letztes Baby, das sie 2016 in die Welt brachte. Die Idee dahinter war, erstklassige Lösungen für Fragen im Zusammenhang mit KI in einem „Global AI Hub“ anzubieten. Das Kernprinzip des Unternehmens basiert auf „share for success“, also Erfolg zu teilen, indem Mittel zum Wissens- und Erfahrungsaustausch bereitgestellt werden. Seit der Gründung haben sich mehr als 150 Unternehmen aus 30 verschiedenen Branchen mit über zwei Millionen Mitarbeitern über SwissCognitive zusammengeschlossenIn ihren fesselnden Vorträgen nimmt Dalith Steiger ihre Zuhörer mit auf eine Reise in die Welt der Technologie und der KI, die einer Reise ins Weltall gleichkommt. Sie produziert spielerisch Gedankenbilder, die die abstrakte Welt der Technik real werden lassen. Denn, das ist für Dalith Steiger klar, die reale Welt findet hier und jetzt statt. Im Kreis der Familie und Freunden. KI? Ein Mittel zum (guten) Zweck.

Talkshow-Ikone Sabine Christiansen – an dieser Frau kommt niemand vorbei
25 Apr 2018

Talkshow-Ikone Sabine Christiansen – an dieser Frau kommt niemand vorbei

Als Kind wollte sie sein wie Karlsson vom Dach, sagte sie einmal in einem Interview, und zu ihren Lieblingsbüchern zählt noch heute Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren. Als Erwachsene saß sie mit den wichtigsten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zusammen und stellte ihnen auf ihre ganz eigene Art die Fragen, die ganz Deutschland interessierten.Als erste deutsche Journalistin weltweit moderierte sie die das CNBC-Format „Global Players“. Zehn Jahre lang produzierte und moderierte sie ihre eigene politische TV-Talkshow „Sabine Christiansen“ zur besten Sendezeit am Sonntagabend. Ihre Talkshow habe die Republik verändert, schrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über sie. Friedrich Merz sagte einmal, dass „ihre Sendung die politische Agenda in Deutschland mittlerweile mehr als der Bundestag bestimmt.“ Ohne Zweifel hat Sabine Christiansen mit ihrer Art das politische Talkshow-Parkett verändert. Sie hat sich durchgesetzt und dafür auch Kritik geerntet. Zum Aufgeben hat sie das nie bewogen. Im Gegenteil.Sabine Christiansen absolvierte nach ihrem Abitur eine Sprachenausbildung und arbeitete anschließend bei der Lufthansa als Stewardess. Ab 1983 machte sie eine journalistische Ausbildung beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) und wurde dann leitende Moderatorin der ARD Tagesthemen.Sie ist Fernsehmoderatorin, Journalistin und Produzentin und gehört zu den populärsten Polit-Moderatorinnen Deutschlands. Ihre glaubwürdige Art und Autorität in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft machen sie zu einer besonderen und weltweit geschätzten Vortragsrednerin und Moderatorin.Seit mehr als 20 Jahren ist sie UNICEF Komiteemitglied und Botschafterin des Kinderhilfswerks der UN. Sie leitet darüber hinaus seit einem Jahrzehnt neben ihrer eigenen Medienfirma auch die Christiansen-Kinderstiftung, ist Vize-Vorsitzende der großen LAUERES Sports for Good Stiftung, sitzt im Aufsichtsrat der Freenet AG, der HERMES-Europe, bei Arqueonautas sowie im Brand Council von Mercedes Benz. Für Ihr soziales Engagement wurde die preisgekrönte TV-Journalistin u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz, der Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion oder dem Gorbatschow Woman of the Year Award ausgezeichnet.In ihren spannenden und unterhaltsamen Vorträgen gewährt sie Einblick in ihren großen Erfahrungsschatz. Sie spricht über globale Wirtschaftsthemen, Sport und Wirtschaft, Frauen im Business, Trends du die Globalisierung. Besonders das Thema soziale Kompetenz in Unternehmen ist ihr ein Anliegen, galt es doch lange Jahre in der Wirtschaft als eine vernachlässigbare Disziplin oder reines Marketing Instrument.Wenn Sie Sabine Christiansen für Ihren nächsten Vortrag buchen möchten, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Email an: [email protected]

Marc Wallert: Lebst Du schon oder wartest Du noch?
24 May 2021

Marc Wallert: Lebst Du schon oder wartest Du noch?

Marc Wallert: Lebst Du schon oder wartest Du noch?Selbstwirksam durch den Dschungel – „Selbstwirksamkeit“ hat Marc Wallert im Jahr 2000 als Geisel im Dschungel geholfen, aus der Opferhaltung rauszukommen und stark zu bleiben. Erst als er aufhörte zu warten und anfing zu handeln, fühlte er sich kraftvoll und weniger ausgeliefert. Das Gefühl der Handlungsfähigkeit stärkt die psychische Widerstandskraft, die heute als „Resilienz“ in aller Munde ist. Resilienz half Marc Wallert, seine Entführung und 140 Tage im philippinischen Dschungel zu überleben. Seine Geiselnahme von damals zeigt verblüffende Parallelen zur aktuellen Pandemie: Gefangen in einer undurchsichtigen und bedrohlichen Lage, der wir nicht entfliehen können. Die „Dschungelstrategien“ wirken daher in der jetzigen Situation genauso effektiv wie einst im Dschungel. Wie also gelang es Marc Wallert damals, „Selbstwirksamkeit“ zu nutzen und wie kann uns das hier und heute helfen?Achtung OpferhaltungMarc Wallert erinnert sich noch genau an dieses Ohnmachtsgefühl als Geisel: Sie fühlten sich niedergeschlagen und warteten, warteten und warteten auf die Freilassung. Damit befanden die Geisel sich in der typischen Opferhaltung, innerlich wie äußerlich. Sie hockten auf dem Boden und ließen die Schultern hängen. Das macht alles noch schlimmer, weil sich diese Haltung an sich schon negativ auf das mentale Wohlbefinden auswirkt. Aktuell gibt es viele Menschen, die sehnsüchtig auf ihren Impftermin warten. Sie sind erschöpft nach Monaten der Entbehrung durch eingeschränkte Bewegungs-und Kontaktfreiheiten. Die Angst vor einer Corona-Infektion ist teilweise so groß, dass sogar der Begriff „Impfneid“ die Runde macht.Die Lage ist angespannt, die Menschen sind es auch. Alle sehnen sich nach Freiheit. Das ist menschlich. Doch wer nur wartet, der wird zum Opfer! Denn wenn Menschen das eigene Schicksal einzig an die äußeren Umstände knüpfen, dann fühlen sie sich ausgeliefert. Wer in dieser passiven Opferhaltung verharrt, der verliert seine innere Kraft und Zuversicht. Machen statt warten in Krisenlagen gilt: Machen statt abwarten!Marc Wallert: In der Krise nicht den Kopf verlierenManchmal können wir unserem Schicksal zwar nicht entfliehen. Aber wir können IMMER etwas tun, um unsere Lage zu verbessern, wenigstens etwas. Und das reicht oft schon, um uns mental zu stärken. Im Dschungel saßen Marc Wallert und die Geisel wochenlang in Gefangenschaft, auf dem Boden und Kokosnüssen kauend. Die Geiseln hatten damals fast alle Rückenschmerzen. Dann jedoch bot sich plötzlich die Möglichkeit aktiv zu werden: Ein paar Holzlatten, Hammer und Säge. Marc Wallert ergriff die Gelegenheit und fing an einen Stuhl zu basteln, um die Haftbedingungen zu verbessern. Wie sich später herausstellen sollte, hatte dieses Vorhaben mental einen unerwarteten Nebeneffekt.Die Corona Pandemie hat uns quasi alle zu Geiseln gemacht, da wir den weltweiten Beschränkungen ja nicht entfliehen können. Doch auch heute können wir mehr tun, als schlicht auf das Ende der Pandemie oder einen Impftermin zu warten! Wer Angst vor einer schweren Corona-Infektion hat, kann selber was tun. Ja, das geht, nachweislich! Eine gesunde Darmflora zum Beispiel oder täglich 30 Minuten Bewegung senken bereits die Wahrscheinlichkeit für schwere Infektionsverläufe. Also lieber bewegen als die Zeit mit Chips & Cola auf dem Sofa abzusitzen. Auch Alkohol und Tabak sind keine Dauerlösung. Raucher gehören zur Corona-Risikogruppe. Corona ist also DIE Gelegenheit, um mit dem Rauchen aufzuhören. So gesehen ist auch diese Krise eine echte Chance!Stark und selbstwirksam durch die KriseMarc Wallert’s Holzstuhl war eine massive Verbesserung der (Über-)Lebensbedingungen im Dschungel. Die Geiseln konnten endlich wieder aufrecht sitzen und sich mal anlehnen. Als bürostuhlgeplagter Unternehmensberater hätte er sich damals nie träumen lassen, was für eine körperliche Wohltat so ein Stuhl sein kann! Noch stärker war der psychische Effekt: In dem Moment, als Marc Wallert die Säge in die Hand nahm, spürte er die Kraft der „Selbstwirksamkeit“. Sofort fühlte er sich „selbst wirksam“ statt ausgeliefert. Er konnte selber etwas machen, um seine Situation zu verbessern. Er wurde wieder handlungsfähigund das machte ihn vom ohnmächtigen Opfer zum aktiven Gestalter.Marc Wallert’s Tipp für den Corona-Dschungel: Warten Sie nicht auf das Ende der Pandemie oder einen Impftermin. Machen Sie sich innerlich frei und handeln Sie! Was genau Sie machen, ist für Ihr mentales Wohlbefinden letztlich egal, Hauptsache Sie machen was. Denn das Leben ist zu kurz, um darauf zu warten.Marc Wallert als Redner für einen Vortrag – LIVE oder Online – bei der Redneragentur Referenten24 buchen.

Garri Kasparow – der beste Schachspieler aller Zeiten, über Russland und den Weltfrieden
5 Dec 2017

Garri Kasparow – der beste Schachspieler aller Zeiten, über Russland und den Weltfrieden

Garri Kasparow ist heute 55 Jahre alt und kürzlich hat er sich einmal wieder einem Schachduell gestellt. Das war in St. Louis und natürlich hat er gewonnen.Nachdem er, der mit einer Elo-Zahl von 2.812 und als Nummer eins der Welt in 2005 offiziell seinen Rückzug vom aktiven Schach erklärte, fand es nach eigener Aussage „aufregend, wieder offiziell zu spielen“. Mehr als ein Jahrzehnt habe er damit wirklich nicht gerechnet und empfand den Zwischenstopp in der Schacharena als eine Ehre. Er hatte zwar gelegentlich an Schaukämpfen teilgenommen und gab Simultanveranstaltungen, aber offizielle Turniere wollte er nicht mehr spielen.Schachweltmeister mit 22 JahrenGarri Kasparow ist als Sohn russisch-armenischer Eltern zu Zeiten der Sowjetunion in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, aufgewachsen. Talentforscher erkannten sein Genie schon, bevor er überhaupt zur Schule ging, bereits mit 22 wurde er zum jüngsten Schachweltmeister.Heute engagiert er sich lieber politisch. Garri Kasparow wurde 2005 Vorsitzender der „Vereinigten Bürgerfront“ und zur Leitfigur für das oppositionelle Bündnis „Anderes Russland“. Als dessen Präsidentschaftskandidat trat er jedoch 2007 zurück: Seine Auftritte wurden massiv behindert, bestellte Schläger misshandelten ihn und wegen nicht genehmigter Demonstrationen ging er für kurze Zeit ins Gefängnis.Politische Karriere, Exil und PutinAls Nachfolger des ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel übernahm Garri Kasparow in 2012 den Vorsitz der Human Rights Foundation in New York. Aus Angst, seinen russischen Pass zu verlieren, ging er ins Exil und lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in den USA und in Kroatien.Besonders mit Russlands Präsident Vladimir Putin geht er hart ins Gericht. Er gilt als wichtigster und schärfster Kritiker des Kreml im Westen. Sein 2015 erschienenes Buch darüber heißt: Warum wir Putin stoppen müssen.In einem Interview mit dem Spiegel sagte er: „Russland ist heute ein Mafiastaat und Putin sein oberster Pate.“ Weil das Regime wirtschaftlich angeschlagen sei, könne es seinen Bürgern nichts mehr bieten und deshalb eine aggressive Außenpolitik betreiben und seinem Volk das Märchen vom russischen Stolz und zurückgewonnener Großmachtstärke auftischen. Das Verhalten des Westens gegenüber Putin, so sagte er, sei eine politische und moralische Kapitulation.Von Schach und PokerEr warnt davor, Putin wie einen normalen politischen Partner zu behandeln, mit dem man verhandeln könne. Gefragt nach vom Schach und der Weltpolitik antwortete er:“ Beim Pokern kann man, anders als im Schach, eine schwache eigene Hand sehr gut durch Bluffen kompensieren. Putin ist ja eher ein Pokerspieler. Im Schach gibt es feste Regeln, und keiner weiß, wie das Spiel ausgeht.„Ohne Zweifel gehört Garri Kasparow zu den beeindruckenden Persönlichkeiten unserer Zeit. In seinen Vorträgen, die er auf Russisch und Englisch hält, spricht er über Innovation, Life Science, Change Management, Globalisierung sowie Motivation und ErfolgsstrategienErfahren Sie mehr über den Ex-Schachweltmeister und leidenschaftlichen Redner. Per Telefon oder Email unter: [email protected]

Rolf Dobelli – Die Kunst des guten Lebens
20 Oct 2017

Rolf Dobelli – Die Kunst des guten Lebens

Rolf Dobelli ist der Mann des klaren Denkens und Handelns.Rolf Dobelli ist so ehrlich und klar, dass es manchmal weh tut. Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Glück: ob man glücklich ist oder nicht, läge zu 90 Prozent an der Veranlagung, sagt er. Also weg mit den ganzen Glücksratgebern? Geht es nach Dobelli, dann lautet die klare Antwort ja.Wer sich mit Vorurteilen und vorgefertigten Meinungen herumschleppt und das ändern möchte, ist bei Dobelli an der richtigen Adresse.  Selten drückt jemand Zusammenhänge so klar aus wie er. Wohl kaum ein CEO, der seine Bestseller „Die Kunst des guten Lebens“, „Die Kunst des klaren Denkens“ und „Die Kunst des klaren Handelns“ nicht gelesen hätte. „Muss man diese Bücher lesen?“ wurde Prof. Dr. h.c. Roland Berger, Gründer und Honorary Chairman von Roland Berger Strategy Consultants, einmal gefragt. Antwort: „Unbedingt!“.

Diego De Nicola – die «5-Referenten24-Fragen»
7 Apr 2020

Diego De Nicola – die «5-Referenten24-Fragen»

Diego De Nicola – Mind-Power, Erfolg, Erfüllung und innere StärkeUnmittelbar nach der Uni startete er seine unternehmerische Karriere, führte das Familienbusiness, gründete gleichzeitig seine erste eigene Firma und berät seitdem Firmen in verschiedensten Branchen wie Tech, Mode, Finanzen, Gesundheitswesen, Gastgewerbe und mehr.Mit 24 gründete er sein eigenes IT–Unternehmen, welches er vier Jahre später erfolgreich weiterverkaufte, um sich vollständig seiner Leidenschaft zu widmen. Dank seinem gebietsübergreifenden Know-How in der Unternehmensberatung, im Retail und im Marketing ist er weiterhin Mitglied der Geschäftsleitung bei TA-BOU beachwear und im Advisory Board bei Lightspeed Inc, sowie Partner in einigen anderen KMU’s.Diego De Nicola erforscht seit über einem Jahrzehnt die menschliche Psyche und Psychologie, Spitzenleistungen, mentales Training und den “human-mind” (inkl. zahlreicher Selbstexperimente).InterviewWas sind die Kernthemen Ihrer Vorträge?Diego De Nicola: Kernthemen der Vorträge sind: High-Performance, Mind Power, Mindset, Action, Entscheidungen, Fokus, Gewohnheiten, Motivation, Leadership, Einfluss, Wirkung, Überzeugung, Beziehungen, Status-Quo, Performance Psychologie, PhilosophieWelches Publikum bzw. welche Branche erreichen Sie mit Ihrer Rede?Diego De Nicola: Die Themen können auf praktisch jede Branche angewendet werden. (Überall wo wir direkt oder indirekt mit Menschen zu tun haben).Warum sind Sie ein Referenten24? Woher nehmen Sie Ihre Erkenntnisse?Diego De Nicola: Mein Ziel bei jedem Auftritt ist es nicht nur Wissen zu übermitteln, sondern viel mehr ein bleibendes Erlebnis zu schaffen. Dies erreiche ich durch viel Action, aktiven Übungen, konstante Interaktion und vor allem... da ich nicht einem fixen Script folge! D.h. jeder Event ist anders und entwickelt sich mit der Audience zusammen. Meine Erkenntnisse habe ich dank zwei Uni-Abschlüssen, über 16 Jahre Philosophie, 4 eigenen Firmen als Unternehmer, Selbststudium in Bereichen wie Psychologie oder Neurowissenschaft, versch. Internationalen Trainerausbildungen und vor allem zahlreichen Selbstexperimente erlangt. Dazu kommt auch die eigenen Erfahrungen im Team-, Ausdauer- und Extremsport. Ich bin grundsätzlich immer und an fast allem interessiert... mein Wissensdurst führt mich dazu sehr viel Fragen zu stellen und den Status-Quo nicht einfach so hinzunehmen.Was bringt die Zukunft? Spielt die "Zeit" in Ihrem Metier eine Rolle? Wandel oder Stetigkeit?Diego De Nicola: Wandel ist die einzige Konstante. Die Zukunft wird immer „schneller“ und die menschliche Interaktion wird – auch durch die steigernde Entfremdung ausgelöst durch die von uns kreierten aber nicht beherrschten Technologie – einen immer höheren Stellenwert gewinnen. Die menschlichen Werte werden an Wichtigkeit zunehmen und wir müssen nicht nur lernen wie wir mit den unendlichen Möglichkeiten der Technologie umgehen, sondern auch wie wir unsere Menschlichkeit und die Urwerte unserer wertvollen Beziehungen dabei nicht verlieren. Die „Zeit“ wird uns dabei immer begleiten, auch weil dieser einer der wenigen Faktoren ist welche wir (noch) nicht beeinflussen, multiplizieren oder verlängern können – in diesem Sinne behält sie, resp. Gewinnt sie, immer mehr an Wert. Auch ist die Zeit heutzutage einer der wenigen „Güter“ welche unabhängig von unserer Situation, täglich immer gleich verteilt wird. Wir können den Wert dessen steigern in dem wir sie nützlich, produktiv, beitragend und kreativ einsetzen.Was ist Ihr Lebensmotto? Was möchten Sie Ihren Zuhörern mit auf den Weg geben?Diego De Nicola: Ist sowohl mein Motto wie auch eine persönliche Inspiration. Denn, Erfolg ist das Ziel, Erfüllung geht darüber hinaus. Im Leben brauchen wir beides. Erfolg ist ein Ziel. Erfüllung ein Zustand. "Ad finem et ultra - bis zum Ziel und darüber hinaus"

Zarifa Ghafari: Kämpferin für das Gute in Afghanistan und auf der Welt.
19 Oct 2021

Zarifa Ghafari: Kämpferin für das Gute in Afghanistan und auf der Welt.

Zarifa Ghafari steht aufrecht auf der großen Bühne, so, als könnte sie nichts und niemand von ihrer großen Mission abhalten. Die zierliche Frau war bis vor nicht langer Zeit Bürgermeisterin der afghanischen Provinzhauptstadt Maidan Shar. Ein bemerkenswerter Job in einem Land wie Afghanistan, in dem Frauenrechte seit der Machtübernahme der Taliban mit Füßen getreten werden. Sie ist nach Deutschland geflohen. Um ihre Familie vor weiteren Bestrafungen zu schützen.In einem aktuellen Bericht der Organisation "Human Rights Watch" heißt es etwa: "Aus Angst vor den Taliban und den von diesen auferlegten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Frauen sind sie weitgehend in ihren Häusern gefangen und sehen zu, wie Arbeit, Studium und Träume, denen sie ihr Leben gewidmet hatten, vielleicht für immer verschwinden." Die in Paris lebende afghanische Künstlerin Kubra Khademi hatte vergangene Woche in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" berichtet, dass „junge unverheiratete Frauen ohne ihr Einverständnis von den Taliban an junge Pakistaner zur Heirat übergeben würden. Die männlichen Nachkommen aus diesen Ehen würden dann im Geiste der Ideologie der Bewegung erzogen, um auch auf diese Weise den Nachwuchs zu sichern.“Das will man/frau sich am liebsten alles gar nicht vorstellen, und selbst wenn können wir es vermutlich nicht einmal ansatzweise. Zarifa Ghafari hat das harte in ihrer Rolle als Frau und Politikerin in Afghanistan am eigenen Leib erfahren. Sie hat drei Mordanschläge überlebt und musste die Ermordung ihres Vaters miterleben.Gerade ist die gerade einmal 29 Jahre junge Zarifa Ghafari unter größter Gefahr aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Am Boden eines Autos zusammengekauert, so berichtet sie, hat sie es mit ihrer Familie die Checkpoints der Taliban bis zum Flughafen in Kabul geschafft, dort wurde sie von der Bundesregierung evakuiert.Zarifa Ghafari: Öffentliche Auftritte, die aufrütteln.Im Augenblick sieht und hört man die mutige junge Frau häufig in zahlreichen medialen Auftritten. Zarifa Ghafari nutzt die Öffentlichkeit, um aus erster Hand und ohne Beschönigungen über die Zustände in Afghanistan zu berichten. Sie erzählt von „wirklich angsteinflößenden Zuständen“. Alle, die im Land zurückgeblieben sind und zu denen sie weiterhin Kontakt hält, hätten Angst um ihre Leben. „Es ist ein Albtraum“, sagt sie.Derzeit ist Zarifa Ghafari in Nordrhein-Westfalen und will nun ihre Mission fortführen, für Menschen- und vor allem Frauenreche in ihrem Heimatland zu kämpfen: „Ich werde weiter für die afghanische Bevölkerung, besonders die Frauen, arbeiten. Es ist wichtig, eine weltweite Bewegung zu schaffen, die sich mit den Frauen solidarisiert. Momentan ist das alles, was ich machen kann. Ich netzwerke, ich treffe Politiker, ich versuche meine Stimme zu erheben und all die unausgesprochenen Worte zu finden, die Frauen in Afghanistan jetzt nicht mehr sagen können“, erklärte sie in einem Interview mit dem Newsportal watson.Zarifa Ghafari: Vorträge, die unter die Haut gehen.Über Referenten24 ist sie nun auch als Speakerin buchbar. Sie spricht in ihren Vorträgen über die globale Politik in Russland, China, USA und den Umgang mit dem Orient, über das Recht auf Bildung, über das gemeine Wohl der Menschen im Orient sowie natürlich Frauen- und Menschenrechte und die wirkliche Welt im Mittleren Osten. Zarifa Ghafari bleibt aufrecht, obwohl sie längst zerbrochen sein könnte. Sie führt ihre Mission fort, weil sie ihr Land liebt und Frauen und Menschen dazu verhelfen möchte, ein freies Leben zu führen. Nicht mehr. Und nicht weniger.  

Yanis Varoufakis – ein manchmal unbequemer Finanzexperte
10 Oct 2017

Yanis Varoufakis – ein manchmal unbequemer Finanzexperte

In 2016 gründete er die europäische Bewegung DiEM25, die für eine Demokratisierung Europas und gegen den Rückfall in die Nationalstaatlichkeit eintritt. Und erst kürzlich kam sein Buch ‚Die ganze Geschichte‘ auf den Markt. Veröffentlicht wurden dabei auch Audiomitschnitte von nicht öffentlichen Verhandlungen. Diese Enthüllungen garantieren weiteren Zündstoff. Varoufakis hierzu jedoch in einem Interview mit der Zeit: ‚Ich hatte eine moralische Pflicht, diese Gespräche aufzunehmen – weil ich mich hinterher im Parlament und in den Medien für mein Verhalten rechtfertigen musste. Und weil es keine Protokolle von den Sitzungen gibt. Jeder Teilnehmer kommt mit einer eigenen Version aus dem Saal, es wird gelogen und geleakt, das ist toxisch für Europa.‘Er selbst beschrieb sich einmal als unorthodoxer Marxist und unorthodox sind sicherlich manch seiner Aktionen. Selten erreichte ein Finanzminister ein solch hohes mediales Interesse. Er wurde zum Gesicht der finanzpolitischen Krise – und geriet zeitgleich zunehmend in eine isolierte Position.Sein internationaler BackgroundVaroufakis besitzt die griechische und australische Staatsangehörigkeit. Er studierte Wirtschaftsmathematik an der Universität Essex und mathematische Statistik an der Universität Birmingham. Ab 1983 lehrt er zwei Jahre lang in Essex und promovierte 1987 in Ökonomie. Von 1986 bis 1988 ist er Fellow und Lehrkraft an der Universität Cambridge und doziert außerdem an den Universitäten von East Anglia, Glasgow und Sydney, bevor er im September 2000 als Professor für Ökonomie an die Nationale und Kapodistrias-Universität Athen berufen wird.Ab März 2012 wirkt er ein Jahr lang als Ökonom und Analyst und anschließend als Berater des Softwareentwicklers Valve Corporation. 2013 ging er als Gastprofessor an die Lyndon B. Johnson School of Public Affairs der Universität Texas nach Austin. 2015 kandidierte er für die Parlamentswahl und wurde mit 135.638 Stimmen als Abgeordneter mit den meisten Stimmen bei dieser Wahl ins griechische Parlament gewählt.Als einen seiner herbsten Tiefschläge beschreibt er auf seinem Blog den Wegzug seiner ersten Frau nach der Trennung mit der Tochter zurück nach Australien, gefolgt von der Wirtschaftskrise. Inzwischen ist er wieder verheiratet und hat mit seiner zweiten Ehefrau, einer Künstlerin, unter anderem die gemeinnützige Organisation Vital Space gegründet.In seinen Vorträgen, die er auf Englisch hält, spricht er über Finanzen und Wirtschaft, Politik, Globalisierung oder Change Management. Lassen Sie sich inspirieren von einem mit Sicherheit polarisienden Yanis Varoufakis. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine Email an: [email protected] 

Wolfgang Bosbach: Einer der letzten Aufrechten
12 Jul 2021

Wolfgang Bosbach: Einer der letzten Aufrechten

„Humor ist die beste Medizin“, sagt Wolfgang Bosbach, gebürtiger Rheinländer mit Frohnatur, Hobbyfußballer und seit 48 Jahren Vollblutpolitiker. „Humor ist ein Motor, wenngleich es in Berlin schwieriger wird mit dem Humor“, so der 69 Jahre junge Bosbach. Viele verwechselten Humor mit Oberflächlichkeit. „Wenn man hier den Menschen einen fröhlichen guten Morgen wünscht, macht man sich schon verdächtig… bei vielen Politikern gilt schlechte Laune möglicherweise sogar als Nachweis besonderer Seriosität – man macht sich von morgens bis abends Sorgen um die Welt und zeigt das auch mit der Körpersprache.“Wolfgang Bosbach lacht herzhaft und gern, er sagt, er sei nicht nur im Rheinland geboren, sondern auch Rheinländer aus Überzeugung. Dabei gehört der Politiker und Top-Speaker zu denen, denen das Leben nicht nur leicht mitgespielt hat. Im Jahr 2010 wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert. Doch anstatt sich in Selbstmitleid zu verkriechen, begann er als einer der ersten offen über seine Krankheit zu sprechen. Politik betrieb er weiter.Wolfgang Bosbach galt in seiner Partei CDU immer als jemand, der aneckt.Das brachte ihm den Ruf der „Kuh, die immer quer im Stall steht“ ein. Weil ihm diese Rolle nicht mehr gefiel, hat er Konsequenzen gezogen und ist bei der letzten Bundestagswahl nicht mehr angetreten. Sein Ruf in der Partei machte ihn gleichzeitig zum Sympathieträger bei den Wählern. Sie vertrauten ihm, denn sie wussten: Da ist einer, der hält, was er verspricht. Im Beliebtheitsranking der Politiker war Wolfgang Bosbach so beliebt wie sonst nur Kanzler und Minister. Er spricht Klartext, er ist einer „der letzten Aufrechten“.Wolfgang Bosbach ist der, den man auch im Fernsehen sieht und in Interviews hört. Er spielt keine Rolle, sondern bleibt bei sich selbst. In seinem Vortrag „Begegnungen. Erlebnisse. Erfahrungen. Wie Politik sein sollte und tatsächlich ist“ sagt er:„Ich habe zwei Erkenntnisse in meinem Leben gewonnen, die banal klingen mögen, doch aus meiner Sicht die Wichtigsten sind. Erstens ist das, authentisch zu sein und zu bleiben und zweitens, bei seinen Überzeugungen zu bleiben, auch, wenn es Ärger gibt.“Er habe es oft erlebt, dass Menschen ihn ansprachen und sagten, dass sie zwar seine politischen Meinungen nicht teilten, es jedoch gut fänden, dass er zu seinen Überzeugungen stehe.Unter einem Interview bei SWR1 Leute liest man Kommentare wie: „Sie gehören nicht zu den Guten nein zu den Ganz Guten. Klasse Mensch und Politiker“, oder „Sehr sympathischer Mensch. Schade das ich sie in ihrer Amtszeit nicht wahrgenommen habe. Wir sollten mehr Politiker haben die sich selbst als Menschen sehen und vor allem im Sinne der Menschen handeln. Ich wünsche ihnen alles Gute Herr Bosbach.“Wolfgang Bosbach hat von der politischen auf die Rednerbühne gewechselt. Er gilt als einer der Top-Redner der deutschen Szene und teilt in seinen Vorträgen unter anderem über Deutschlands Zukunft in Europa und der Politik und Wirtschaft, die Politik der Zukunft, über die Zwickmühle, in der Europa zwischen den USA und China steckt, oder die Herausforderungen für Deutschland in der Innen- und Sicherheitspolitik.

Eva Schulte-Austum – Das Homeoffice-Experiment. Warum es scheitert – und wie es gelingt.
3 Oct 2020

Eva Schulte-Austum – Das Homeoffice-Experiment. Warum es scheitert – und wie es gelingt.

Blogbeitrag von Business-Coach Eva Schulte-Austum:Die Coronakrise stellt unser Arbeitsleben auf den Kopf. Was tun Sie, wenn tägliche Routinen plötzlich wegfallen? Wenn bewährte Regeln nicht mehr gelten? Und Sie von heute auf morgen im Homeoffice arbeiten – oder Mitarbeiter haben, die dies tun?Eva Schulte Austum: Wer genau hinsieht, stellt fest, dass wir uns in einer Vertrauenskrise befinden.Besonders deutlich wird das an dem Vertrauen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Das ist nichts Neues, wie aktuelle Studien zeigen. Aber es wird zu einem neuen Problem, denn anders als vor der Krise sind Vorgesetzte durch die Arbeit im Homeoffice gezwungen, Kontrolle abzugeben und loszulassen. Und genau das braucht Vertrauen.In mehr als 350 Interviews mit Wissenschaftlern und Experten habe ich weltweit erforscht, was Vertrauen ist, und wie es auch in Unternehmen gelingen kann. Dabei bin ich auf 3 Merkmale gestoßen, die die Fähigkeit, anderen Menschen zu vertrauen, ausmachen: Kontrolle abgeben, Unsicherheit akzeptieren, positive Erwartungshaltung an das Gegenüber.Führungskräfte, die diese drei Punkte beherrschen, tun sich erfahrungsgemäß leicht damit, Aufgaben zu delegieren, Verantwortung abzugeben und ein Wir-Gefühl im Team zu fördern. Meine Erfahrung als Führungskräfte-Coach zeigt jedoch: Gerade deutschen Führungskräften fällt Vertrauen in der Praxis schwer.Symptome der VertrauenskriseWer nicht vertrauen kann, der wird auch jetzt Wege finden, sein Kontrollbedürfnis in die digitale Welt zu übertragen. Nicht ohne Grund haben Kontrollanrufe im Homeoffice, Einsatz von Wirtschafts-Detektiven und computergestützte Überwachungsprogramme derzeit Hochkonjunktur. Wie sich letzteres auf Mitarbeiter auswirkt, zeigte jüngst das Experiment des Journalisten Adam Satariano von der New York Times. Dazu testete er zwei Wochen lang ein Programm, dass alle Aktivitäten an seinem Computer erfasste. Jede Email, jeder Seitenaufruf, sogar die Stillstandzeit der Tastatur wurden protokolliert. Fazit: Auch wenn er sich freiwillig überwachen ließ und seine Daten nicht an den Vorgesetzten weitergegeben wurden: Am Ende der 14 Tage fühlte er sich erschöpft, lustlos und demotiviert. Das lässt erahnen, welche Folgen übermäßige Kontrolle tatsächlich für die Produktivität von Arbeitnehmern hat.Wir haben ein FührungsproblemFührung braucht Vertrauen. Und doch: Wer kennt nicht mindestens einen Vorgesetzten, der seinen Mitarbeitern ständig über die Schultern schaut und auch im Urlaub über alles informiert werden will. Dabei mangelt es diesen Menschen selten an Wissen, wie sich Aufgaben abgeben lassen. Schließlich gibt es kaum ein Führungskräfte-Training, das dazu nicht ein paar schlaue Impulse beisteuert. Der Grund, warum Delegieren in der Praxis so häufig scheitert, ist ein anderer: Es mangelt an Vertrauens-Kompetenz.Viele Führungskräfte hierzulande haben nie gelernt, mit Unsicherheit und Risiken umzugehen, sprich zu vertrauen. Damit befinden sich diese übrigens in bester Gesellschaft. Die Forschung zeigt: Wir Deutschen sind nicht gerade Vertrauens-Weltmeister. Im Vergleich zu Menschen in Schweden, Dänemark und den Niederlanden sind Deutsche vergleichsweise risikoscheu und haben ein großes Kontrollbedürfnis. Da ist es wenig überraschend, dass Führungskräfte versuchen, sich in der Krise durch mehr Kontrolle ein Stück Sicherheit zurückzuholen. Ein Trugschluss mit weitreichenden Folgen.Die Kosten der KontrolleDen Preis, den Führungskräfte und Mitarbeiter für übermäßige Kontrolle zahlen, ist enorm hoch: schwindende Motivation, sinkende Produktivität, steigender Krankenstand, zunehmende Fluktuation, erhöhtes Stresslevel. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Nicht umsonst sagt ein dänisches Sprichwort: „Vertrauen ist gut. Kontrolle ist teurer.“ Denn mit zunehmender Kontrolle explodieren die Kosten. Wer sich schon mal darin versucht hat, der wird wissen: Kontrolle kostet viel Zeit, sehr viel Energie und noch mehr Nerven. Und am Ende bewirkt sie genau das Gegenteil: Denn ohne es zu wollen erziehen Führungskräfte mit ständiger Überwachung ihre Mitarbeiter zu trägen, verantwortungsscheuen und entscheidungsschwachen Menschen.Die Dividende des VertrauensDie gute Nachricht: Vertrauen lässt sich wie ein Muskel trainieren. Mit jedem Mal, bei dem wir Vertrauen verschenken, wächst der Muskel. Vorausgesetzt, wir machen positive Erfahrungen. Im Laufe der Zeit fällt es uns damit immer leichter, Unsicherheit auszuhalten und Kontrolle abzugeben. Die eigene Vertrauensfähigkeit wird damit zur Grundvoraussetzung, damit Delegieren und Führung auf Distanz gelingen können.3 Tipps, wie Sie Ihren Vertrauensmuskel trainieren:Trauen Sie anderen etwas zuMenschen wachsen über sich selbst hinaus, wenn man Ihnen Vertrauen schenkt.Klären Sie frühzeitig ErwartungenSo vermeiden Sie Missverständnisse, beugen Konflikten vor und sorgen für ein gutes Arbeitsklima.Geben Sie einen VertrauensvorschussMachen Sie den ersten Schritt und schenken Sie Vertrauen. Dafür werden Sie mit positiven Erfahrungen, Dankbarkeit und Vertrauen belohnt.Vielleicht kennen Sie das Sprichwort: „Führungskräfte bekommen langfristig die Mitarbeiter, die Sie verdienen.“ Die Forschung bestätigt das. Investieren Sie deshalb heute in die Mitarbeiter, mit denen Sie morgen zusammenarbeiten wollen. Es lohnt sich.Über die Autorin:Eva Schulte-Austum ist Business-Coach, Keynote Speaker und Deutschlands bekannteste Vertrauensexpertin (NDR, ZDF). Die studierte Wirtschaftspsychologin berät Unternehmen zum Thema „Führung“, „Change“ und „New Work“.Möchten Sie Eva Schulte-Austum als Rednerin für Ihre Veranstatung buchen? Anfragen unter: [email protected]

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