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Deniz Kayadelen: Raus aus der Komfortzone!

Deniz Kayadelen: Raus aus der Komfortzone!

26 July 2021. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Die gemütliche Komfortzone verlässt die sympathische Extremschwimmerin und Wirtschaftspsychologin Deniz Kayadelen nur zu gern. Die gebürtige Frankfurterin mit türkischen Wurzeln folgt seit mehr als 20 Jahren ihrer großen Leidenschaft, dem Schwimmen.

Die zierliche Frau wirkt auf ersten Blick nicht danach, unter anderem schwimmend den Ärmelkanal durchquert zu haben. Hinter der Fassade versteckt sich offenbar eine furchtlose Person mit viel Mut und dem Willen, die Welt zu bewegen. Gleichzeitig besitzt sie analytisches Talent und die Gabe, sich in Menschen hinein zu versetzen. In ihrer beruflichen Laufbahn hat es sie in die Beratung gezogen. Aktuell arbeitet sie bei Ernst & Young als Management Beraterin und beschäftigt sich vornehmlich mit Change-Management.

Deniz Kayadelen – Veränderung als Lebensmotto

Veränderung kennt Deniz Kayadelen gut. Als sie elf Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern und ihre Mutter entschied, sie mit zurück nach Istanbul zu nehmen. Aus Frankfurt am Main nach Istanbul. „Das war schon eine große Veränderung“, erzählt Deniz Kayadelen. „Eine mir in dem Alter fremde Kultur, eine neue Schule, neue Sprache, neue Freunde – ich habe mich anfangs gefühlt, als würde mir jemand den Boden unter den Füssen wegziehen.“ Damals hat ihr das Schwimmen den nötigen Halt und die nötige Stärke gegeben, auch im wahren Leben stärker zu agieren. „Im Wasser vergesse ich alles“, sagt sie.

Leben in Zeiten der Pandemie

Heute lebt sie wieder in ihrer alten Heimat Frankfurt, dem Ort, an dem sie aufgewachsen ist und der für sich für sie nach Heimat anfühlt. Während der Corona-Zeit jedoch hielt sie sich beruflich in Südafrika auf. Sie erzählt offen, dass diese Phase in ihrem Leben hart war für sie. Allein in Johannesburg, unter erschwerten Bedingungen. Wie damals, als sie mit ihrer Mutter nach Istanbul ging, gab ihr das Schwimmen physischen und mentalen Halt in einer schwierigen Zeit.

Raus aus der Komfortzone!

In ihrem aktuellen Buch „Out Of Comfort Zone: Cutting Edge Business Lessons Based on Sports Psychology from the Experience of an Extreme Swimmer” teilt sie Strategien, die ihr selbst geholfen haben, mit der schwierigen Situation in Südafrika umzugehen. Zusammengefasst geht es in dem Buch um „Widerstandsfähigkeit, Selbstkontrolle, Meditation und Zeitmanagement“. Deniz Kayadelen stellte sich selbst Fragen wie: Wovor habe ich Angst, wenn ich meine Komfortzone verlasse? Wie gehe ich mit der Angst, Fehler zu machen und zu versagen um? Was ist mein Potenzial? Was will ich verändern, ausprobieren, was will ich Neues machen? Was hindert mich daran, mutig zu sein und meine Grenzen zu durchbrechen?

In ihren Vorträgen spricht sie über eben diese Themen und gibt ihre Antworten auf die Fragen, die die sich wohl jede*r stellt, wenn es an Veränderung geht und Potentiale geht, die wir uns aus Angst nicht zugestehen. Sie spricht über Resilienz, Mindfulness & Achtsamkeit und über die Zukunft des Talent Managements, über Change Management und Change Experience, New Work und Führung der Zukunft.

Ähnlicher Referent
Deniz Kayadelen

Deniz Kayadelen

Expertin für Change Management, strategisches Talent Management & New Work

Deniz Kayadelen
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Deniz Kayadelen: Raus aus der Komfortzone!

26 July 2021. Veröffentlicht durch Oliver Stoldt

Die gemütliche Komfortzone verlässt die sympathische Extremschwimmerin und Wirtschaftspsychologin Deniz Kayadelen nur zu gern. Die gebürtige Frankfurterin mit türkischen Wurzeln folgt seit mehr als 20 Jahren ihrer großen Leidenschaft, dem Schwimmen.

Die zierliche Frau wirkt auf ersten Blick nicht danach, unter anderem schwimmend den Ärmelkanal durchquert zu haben. Hinter der Fassade versteckt sich offenbar eine furchtlose Person mit viel Mut und dem Willen, die Welt zu bewegen. Gleichzeitig besitzt sie analytisches Talent und die Gabe, sich in Menschen hinein zu versetzen. In ihrer beruflichen Laufbahn hat es sie in die Beratung gezogen. Aktuell arbeitet sie bei Ernst & Young als Management Beraterin und beschäftigt sich vornehmlich mit Change-Management.

Deniz Kayadelen – Veränderung als Lebensmotto

Veränderung kennt Deniz Kayadelen gut. Als sie elf Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern und ihre Mutter entschied, sie mit zurück nach Istanbul zu nehmen. Aus Frankfurt am Main nach Istanbul. „Das war schon eine große Veränderung“, erzählt Deniz Kayadelen. „Eine mir in dem Alter fremde Kultur, eine neue Schule, neue Sprache, neue Freunde – ich habe mich anfangs gefühlt, als würde mir jemand den Boden unter den Füssen wegziehen.“ Damals hat ihr das Schwimmen den nötigen Halt und die nötige Stärke gegeben, auch im wahren Leben stärker zu agieren. „Im Wasser vergesse ich alles“, sagt sie.

Leben in Zeiten der Pandemie

Heute lebt sie wieder in ihrer alten Heimat Frankfurt, dem Ort, an dem sie aufgewachsen ist und der für sich für sie nach Heimat anfühlt. Während der Corona-Zeit jedoch hielt sie sich beruflich in Südafrika auf. Sie erzählt offen, dass diese Phase in ihrem Leben hart war für sie. Allein in Johannesburg, unter erschwerten Bedingungen. Wie damals, als sie mit ihrer Mutter nach Istanbul ging, gab ihr das Schwimmen physischen und mentalen Halt in einer schwierigen Zeit.

Raus aus der Komfortzone!

In ihrem aktuellen Buch „Out Of Comfort Zone: Cutting Edge Business Lessons Based on Sports Psychology from the Experience of an Extreme Swimmer” teilt sie Strategien, die ihr selbst geholfen haben, mit der schwierigen Situation in Südafrika umzugehen. Zusammengefasst geht es in dem Buch um „Widerstandsfähigkeit, Selbstkontrolle, Meditation und Zeitmanagement“. Deniz Kayadelen stellte sich selbst Fragen wie: Wovor habe ich Angst, wenn ich meine Komfortzone verlasse? Wie gehe ich mit der Angst, Fehler zu machen und zu versagen um? Was ist mein Potenzial? Was will ich verändern, ausprobieren, was will ich Neues machen? Was hindert mich daran, mutig zu sein und meine Grenzen zu durchbrechen?

In ihren Vorträgen spricht sie über eben diese Themen und gibt ihre Antworten auf die Fragen, die die sich wohl jede*r stellt, wenn es an Veränderung geht und Potentiale geht, die wir uns aus Angst nicht zugestehen. Sie spricht über Resilienz, Mindfulness & Achtsamkeit und über die Zukunft des Talent Managements, über Change Management und Change Experience, New Work und Führung der Zukunft.

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Anne-Marie Flammersfeld – die «5-Referenten24-Fragen»
22 May 2019

Anne-Marie Flammersfeld – die «5-Referenten24-Fragen»

Die 40- jährige deutsche Sportlerin arbeitet mit ihrem eigenen Unternehmen „all mountain fitness“ als Personal Coach im schweizerischen St. Moritz. Sie coacht Personen im Bereich aktives Training, Mental Training und schreibt Trainingspläne. Zur Zeit studiert Anne-Marie Flammersfeld an der FernUniversität Hagen einen Bachelor in Psychologie, um später einmal den Sport mit der Psyche in ihren Coaching zu verbinden.Als Keynotespeakerin hält sie regelmäßig Vorträge zu Themen Motivation, Begeisterung und Grenzen überwinden. Für das Laufmagazin „Aktiv Laufen“ ist sie als Fachautorin freiberuflich tätig. Anne-Marie Flammersfeld ist ehrenamtlich als Präsidentin der Laufveranstaltung „Engadiner Sommerlauf“ tätig – ein zweitätiges Sommerevent mit über 2400 Teilnehmenden in St. Moritz.Mit ihren Projekten und Wettkämpfen unterstützt Anne-Marie Flammersfeld die Stiftung „Paulchen Esperanza“, die sich für benachteiligte Kinder in Schwellenländern wie Tansania, Argentinien und Sri Lanka einsetzt.InterviewWas sind die Kernthemen Ihrer Vorträge?Anne-Marie Flammersfeld: In meinen Vorträgen schildere ich viele Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse aus meinen Wettkämpfen als Ultra-Trailläuferin und Sportwissenschaftlerin und ziehe immer wieder Parallelen zum Alltag und Berufsleben. Sport verbindet und der Transfer ist einfach, weil man mit Sport einfach alle Menschen erreicht. Einen Wettkampf zu planen, ist wie ein berufliches Projekt zu realisieren. Ist die Trainingsplanung in allen Bereichen fordernd, aber nicht überfordernd, so ist der Erfolg greifbar. Pausen, Rückschläge, Verletzungen und Niederlagen gehören dabei genauso dazu wie Erfolge zu feiern. Motivation, innere Haltung und die Freude am Tun treiben an und kreieren den Flow. Wenn es läuft, dann läuft es. • Begeisterung wecken und Leidenschaft entflammen: gegen innere Motivation gibt es keine Medizin! • Komfortzone verlassen: Muss man immer Grenzen überschreiten? • Mentales Training: Der Kopf ist der entscheidende Motor• Krisen und Zweifel erkennen und umlegen • Flow-Running: Laufen ganz easy! • Parallelen zum Alltag: gute Zeiten, schlechte Zeiten und die weisen Erkenntnisse fürs Leben • Trainingsplanung: einfach losrennen oder lieber planen? • Erkenntnisse: Renne 250 Kilometer durch eine Wüste und erkenne, wer du bist• Vorbereitung mit Special Task Team • Ernährung vor und im Wettkampf• Equipment für UltrawettkämpfeWelches Publikum bzw. welche Branche erreichen Sie mit Ihrer Rede?Anne-Marie Flammersfeld: Mir ist es wichtig, dass mein Publikum die Leidenschaft für etwas „nicht-ganz Alltägliches“ versteht und emotional mitfühlen kann. Dass das, was ich tue, eine Verschiebung von Grenzen ist, die nicht plötzlich passiert. Es ist ein langer Weg, bis man in der Lage ist, solche Distanzen durchzuhalten. Mein Publikum darf aus allen Branchen kommen. Sport verbindet und schafft einen schnellen Transfer in das Alltagsleben jeglicher Berufe.Warum sind Sie ein Referenten24? Woher nehmen Sie Ihre Erkenntnisse?Anne-Marie Flammersfeld: Ich glaube an die Dinge, die ich tue und möchte immer wieder neue Sachen ausprobieren. Diese Erfahrungen bereichern mein Leben und ermöglichen es mir in meinem Job als Personal Trainerin meine Klienten zu motivieren und zu coachen. Ich glaube an die Kraft der inneren Motivation und an den Spaß, den man bei Dingen empfindet, die man mit Leidenschaft macht. Wahre Begeisterung kennt kein Limit.Was bringt die Zukunft? Spielt die "Zeit" in Ihrem Metier eine Rolle? Wandel oder Stetigkeit?Anne-Marie Flammersfeld: Die Sportart Laufen hat den Vorteil, dass man sie überall auf der Welt ausüben kann und keine Vorerfahrung braucht. Man kann auch im hohen Alter noch anfangen zu walken oder zu joggen. Laufen ist für mich absolut zeitlos. Laufen schenkt dem Leben eher Zeit, als dass es sie raubt. Die Energie, die das Laufen dem Körper und Geist zurückgibt, ist nicht eintauschbar.Was ist Ihr Lebensmotto? Was möchten Sie Ihren Zuhörern mit auf den Weg geben?Anne-Marie Flammersfeld: Es lohnt sich immer, etwas - oder sich selber- in Bewegung zu bringen. Nur wenn man etwas wirklich ausprobiert hat, weiß man, wie es sich anfühlt. Neue Wege zu gehen kann anstrengend sein, aber es trägt zum persönlichen Wachstum bei. Bewegung schafft Freiräume, um Dinge anders zu betrachten. Man sollte irgendwann anfangen, sich aus der Komfortzone herauszubewegen. Man kann dadurch nur gewinnen.Durch die körperliche Bewegung wird auch der Geist angetrieben, anders zu denken. Und das schafft wiederum neue Perspektiven.

Benjamin Talin – die „5 Referenten24 Fragen“
7 Sep 2020

Benjamin Talin – die „5 Referenten24 Fragen“

Benjamin Talin, CEO und Gründer von MoreThanDigital und der 361 Gruppe. Ebenso Futurist, Regierungs- und Wirtschaftsentwicklungs-Berater und Publizierter digitaler Transformations-Spezialist.  Des Weiteren Autor, Industrie-Influencer, Thought Leader, Dozent und nebenbei noch Internationaler Keynote Speaker.Schon früh stellte das digitale Multitalent seinen Weg auf Fortschritt, Innovation und digitale Transformation. Während andere Jugendliche in seinem Alter Flausen im Kopf hatten, gründete er seine erste Firma. Heute ist der Entrepreneur Gründer von verschiedenen Unternehmen. Start-ups, die sich mit der Digitalisierung und Innovation beschäftigen. Immer mit der Leidenschaft im Blut, neue Technologien und Strukturen zu entwickeln.Benjamin Talin im Referenten24-Interview:Interview1. WAS SIND DIE KERNTHEMEN IHRER VORTRÄGEBenjamin Talin: Meine Kernthemen behandeln den Wandel, dem wir alle ausgesetzt sind. Da ich selbst schon Unternehmer bin seit ich zarte 13 Jahre alt bin, hab ich mich oft mit den Veränderungen auseinandergesetzt. Technologie birgt da natürlich eine grosse Faszination aber schlussendlich geht es bei mir immer um die Frage „Geht es nicht besser/einfacher?“So sind viele meiner Themen im Zusammenhang mit der Zukunft, mit digitalen aber auch gesellschaftlichen Veränderungen sowie auch der praktischen Seite der digitalen Transformation verbunden. Da ich selbst schon zusammen mit Roland Sullivan eine Publikation zur digitalen Transformation gemacht habe, versuche ich auch konkret Schritte zu vermitteln, wie jeder selbst von Ideen über Innovation bis hin zur Kulturveränderung kommen kann. Als Gründer der Initiative MoreThanDigital.info ist es mir natürlich ein grosses Anliegen die Themen möglichst vielen darzubringen. Dabei konzentriere ich mich speziell auf die 99% der Leute die keine Fachspezialisten sind und versuche die Zukunftsthemen so einfach wie möglich aufzubereiten, um jedem eine Chance zu geben auch die Themen zu verstehen.Wie Sie also sehen, sind die Themen von Unternehmertum über Innovation über Start-Up Kultur (und Fails) bis hin zu Change Managment, Hich-Tech Themen und die berühmte digitale Transformation.2. WELCHES PUBLIKUM BZW. WELCHE BRANCHE ERREICHEN SIE MIT IHRER REDE?Benjamin Talin: Das ist witzigerweise sehr breit. Ich werde oft in Regierungskreise reingeholt um speziell über Themen der Wirtschaftsentwicklung, Bildung, Soziales und der Zukunft zu sprechen. Auch spreche ich vor Schülern, um diesen die Faszination (aber auch Realität) der Start-Up Welt weiterzugeben. Doch zwischen Schulen, Universitäten oder auch Ministerien bin ich an vielen Events quer über die Welt zu finden. Zu den unterschiedlichsten Themen von verschiedenen Unternehmen, welche mich als „Connector“ reinholen. So kommen NGO Events aber auch international bekannte Fachevents auf mich zu, um dort gemeinsam die Themen der Zukunft für das Publikum aufzubereiten und zu vermitteln. Einen grösseren Part machen aber auch Unternehmen aus, welche mich direkt an die Basis holen, um dort dem Managment aber auch teilweise der ganzen Firma die Themen der Digitalen Transformation und Innovation näherzubringen.3. WARUM SIND SIE EIN PREMIUM SPEAKER? WOHER NEHMEN SIE IHRE ERKENNTNISSE?Benjamin Talin: Ich habe schon früh begonnen mein Wissen zu teilen. So war ich bereits als junger Unternehmer oft auf Events und auch in der Universität als Speaker oder Dozent unterwegs. Nach mittlerweile dutzenden, wenn nicht hunderten, Auftritten spreche ich heutzutage über eine grosse Bandbreite an Themen und die Faszination der Wissensvermittlung lässt mich nicht los.4. WAS BRINGT DIE ZUKUNFT? SPIELT DIE „ZEIT“ IN IHREM METIER EINE ROLLE? WANDEL ODER STETIGKEIT?Benjamin Talin: Ich glaube speziell in Regierungskreisen bin ich etwas „verzweifelt“ was die Zeit betrifft. Ich bin jemand der sehr viel Veränderung selbst herbeiführt aber auch sieht wie viel sich verändert. Ich würde sogar behaupten, dass es keine Branche oder kein Gebiet mehr gibt, welches nicht von rapidem Wandel umgeben ist und wir brauchen ein grosses Umdenken. Geschwindigkeit und die damit verbundende Anpassungsfähigkeit (aka Agilität) sind ein neues Gut, welches unbedingt kultiviert werden muss.5. WAS IST IHR LEBENSMOTTO? WAS MÖCHTEN SIE IHREN ZUHÖREREN MIT AUF DEN WEG GEBEN?Benjamin Talin: Einfach mal machen und wenn man mal auf die Schnauze fällt, dann einfach wieder aufstehen. Alle erfolgreichen Leute sind einfach einmal mehr aufgestanden als die Verlierer.  

Business- Philosoph Anders Indset über die Welt von Morgen
12 Feb 2019

Business- Philosoph Anders Indset über die Welt von Morgen

Wir brauchen eine neue Weltanschauung!Von den Medien auch als der “Rock’n’Roll Plato” oder „Digitaler Jesus“ bezeichnet, inspiriert, provoziert und unterhält Top Speaker Anders Indset Führungskräfte auf der ganzen Welt.Die Welt heute ist so merkwürdig, ruft er in den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal. „Ich habe keine Ahnung, was ich meinen Töchtern sagen soll, wie die Welt in zehn oder auch nur fünf Jahren aussehen wird.“ Der verwegen aussehende Hüne mit Mähne, Zopf und Vollbart läuft über die Bühne und schreit beinah. Weil ihm das, was er sagt, am Herzen liegt. Er spricht von neuen Geschichten, die wir dringend brauchten, von einer neuen Weltanschauung. Vom Nachdenken. Eben weil die Zeiten so unstet sind. Eben weil wir keine Ahnung mehr haben können, was auf uns zukommt.Anders Indset spricht von Change, davon, etwas Neues auszuprobieren, ein Geschichtenmacher zu werden.„Ihr Jungs da vorne in der ersten Reihe in Euren Designerkrawatten“, ruft er. „Geht mal wieder raus und pinkelt gegen den Wind! Tut etwas, probiert was Neues aus! Auch wenn es dabei manchmal unangenehm wird. Es gibt immer eine Lösung!“ Anders Indset macht wach, rüttelt auf, regt an zum Reflektieren: über das eigene Verhalten, über die Welt, in der wir leben und vor allem wie wir sie wahrnehmen. Trotz aller Künstlichen Intelligenz, trotz aller Automatisierung, trotz aller Algorithmen, die unser Leben zunehmend bestimmen, geht es auch in der Business Welt um den Menschen.Anders Indset spricht von Verletzlichkeit als einem Geburtsort der Innovation. Er spricht davon, Gefühle zuzulassen, sich zu zeigen. Er ruft dazu auf, wieder Zeit zum Nachdenken in das Leben einzubauen und sich von der Informationsflut nicht für dumm verkaufen zu lassen. „Nehmt Euch wieder Zeit zum Nachdenken! Ich will, dass wir die Gestaltungshoheit über den Wandel behalten. Bisher konnten wir die neuen Technologien dank unserer Kontrolle immer zähmen. Doch inzwischen geht es ja nicht mehr allein um künstliche Intelligenz, sondern um die Entwicklung eines künstlichen Bewusstseins.“ Er ist überzeugt, dass nur gemeinsam und durch mehr Zeit zum Reflektieren Veränderung möglich werden kann.Anders Indset beschreibt eine verunsicherte GesellschaftSeine Frage ist die: wie müssen wir jetzt handeln? Er sieht eine überforderte Informationsgesellschaft, in der alles zur Krise wird – von globaler Finanzkrise und europäischer Flüchtlingskrise bis hin zur Bildungs-, Kinderbetreuungs- und Pflegekrise. Anders Indset beschreibt eine verunsicherte Gesellschaft, die sich bei der Suche nach Antworten mehr und mehr auf neue Technologien und die Algorithmen der künstlichen Intelligenz verlässt: „ Aber es ist gefährlich, wenn wir Algorithmen unser Schicksal anvertrauen,“ so der Wirtschaftsphilosoph, der gerade sein neues Buch „​Quantenwirtschaft​ ​- Was kommt nach der Digitalisierung?​“ fertiggestellt hat.

Nicole Reist: Die Frau, die Unmögliches auf dem Rennrad vollbringt
2 Dec 2020

Nicole Reist: Die Frau, die Unmögliches auf dem Rennrad vollbringt

Die Extremsportlerin Nicole Reist fährt die härtesten Ultracycling-Rennen der Welt: Race Across America, das härteste Ultracycling-Rennen der Welt, die Ultracycling-WM, den Adriatic Marathon, Race Around Austria und alles, was für die meisten weit außerhalb jeglicher Vorstellungskraft liegt.Die 36-jährige Schweizerin lebt für ihren Sport, der einer der härtesten der Welt ist. Sie trainiert nach dem Motto: „Erfolg entsteht außerhalb der Komfortzone, #einfachMACHEN.“Im Wettkampf siegt sie mit ihrem Mantra: „Gib Dein Bestes und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selber!“ Oh ja. Das klingt zäh, das klingt nach keiner, die aufgibt.Nicole Reist erklärt:„Bei einem mehrtägigen Ultracycling-Rennen ist es schwer, vorab einzuschätzen, was wirklich möglich ist. Das hängt jeweils auch stark von äußeren Bedingungen wie dem Wetter ab. Ich weiß aber, dass ich die körperlichen Grundvoraussetzungen habe und auch mental stark bin. Denn der Kopf ist bei Ultracycling-Rennen absolut entscheidend – dann nämlich, wenn die Beine nicht mehr wollen. Genau dieses Zusammenspiel von Körper und Geist fasziniert mich an diesem Sport. Das eine geht nicht ohne das andere. Genauso wichtig ist aber auch das Team, das mich während der Rennen mit dem Auto begleitet, mich betreut, navigiert, für Unterhaltung sorgt, mich wachhält und mein Essen bereitstellt. Ultracycling ist also nicht einfach ein Einzelsport.“Am 21. September dieses Jahres ging eine ziemliche Sensation durch die Presse: Die Ausnahmesportlerin hatte beim italienischen Nonstop-Radrennen Adriatic Cycling Marathon alle Männer hinter sich gelassen und in 43 Stunden und 54 Minuten über 1.200 Kilometer und 7.000 Höhenmeter als erste Frau überhaupt einen Overall-Sieg an einem Ultracycling-Rennen geholt. Und dass, obwohl sie gleich in der ersten Nacht schwer stürzte: Nicole Reist hatte bei der Querung im Dunkeln alte, verwachsene Bahngleise übersehen, und so schlug es ihr die Hände vom Lenker und sie flog in eine Leitplanke hinein. Glück im Unglück, kann man es wohl nennen, denn sie kam mit leichten Verletzungen davon – und fuhr natürlich weiter.Schon seit Jahren fährt die zierliche Frau aus Winterthur in der Weltspitze der Männer mit. Dieses Jahr hat sie sich nun den ersten Sieg geholt. Ein kleines Wunder ist sie, die mit wenigen Worten alles Notwendige sagen kann: „Trotz dem Sturz habe ich alles aus mir herausgeholt, was möglich war.“ Das hat gereicht.In Vorträgen spricht sie über Motivation und gibt Antworten auf Fragen wie:Warum fahren Menschen, ohne zu schlafen, mehrere tausend Kilometer Fahrrad? Was ist Ultraradfahren, auch Ultracycling genannt, überhaupt? Nicole Reist erklärt, wie solche Höchstleistungen körperlich und mental überhaupt möglich sind und was es für die Umsetzung eines Extremradrennens wie das Race Across America alles braucht.Sie berichtet hautnah, wie sie als Athletin ein solches Rennen auf dem Rad erlebt, was das Team in den unterschiedlichen Phasen leisten muss, und wie viel Einfluss eine funktionierende Teamarbeit auf den Erfolg hat. Nicole Reist nimmt mit auf eine Reise zu ihrer Leidenschaft, die sie seit 15 Jahren, mit allen Höhen und Tiefen, auslebt.

Dr. Gerd Wirtz – die „5 Referenten24 Fragen“
17 Sep 2020

Dr. Gerd Wirtz – die „5 Referenten24 Fragen“

Dr. Gerd Wirtz ist der festen Überzeugung, dass Medizin erst durch Roboter und Maschinen wieder menschlicher wird. Doch wie ist das gemeint? Ist es nicht ein Wiederspruch? Scheinbar nicht, denn mit Leidenschaft, Charme und Humor nimmt er seine Zuhörer mit auf eine Reise in die Zukunft der Medizin. Er zeigt, wie sich nicht nur Technologien sondern auch die Arzt – Patienten Beziehung verändern wird.Werden wir in 20 Jahren von Computern behandelt? Digitalisierung ist in aller Munde und der Fortschritt schreitet so rasant voran, dass er vielen Menschen Angst macht. Dabei waren die Möglichkeiten noch nie so groß, eine lange Lebenspanne gesund zu erleben. Und die Ärzte werden dabei weiterhin eine wichtige Rolle übernehmen. Dr. Gerd Wirtz ist der festen Überzeugung, dass der Einsatz von KI und Robotern die Medizin menschlicher macht. Werfen Sie mit ihm einen Blick in die Zukunftsmedizin und erfahren Sie, wie Ärzte und Patienten die digitale Welt Schritt für Schritt für sich erobern können.Der Digital Healt Experte Dr. Gerd Witz im InterviewAls Moderator, Berater und Keynote Speaker ist er auf internationalen Kongressen, Fachtagungen aber auch bei vielen strategischen Workshops von Pharmaunternehmen, Fachverbänden und Kostenträgern zu Gast.Interview1. WAS SIND DIE KERNTHEMEN IHRER VORTRÄGE?Dr. Gerd Wirtz: In meinen Vorträgen spreche ich zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen, Digitale Medizin, Länger gesund leben, Menschliche Medizin sowie Präventive Medizin.2. WELCHES PUBLIKUM BZW. WELCHE BRANCHE ERREICHEN SIE MIT IHRER REDE?Dr. Gerd Wirtz: Zu meinen Zuhörern zählen alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen (Pharmaindustrie, Ärzte, Apotheker, Krankenkassen) aber auch die gesundheitsinteressierte Öffentlichkeit (Public speaking) sowie das betriebliche Gesundheitswesen.3. WARUM SIND SIE EIN PREMIUM SPEAKER? WOHER NEHMEN SIE IHRE ERKENNTNISSE?Dr. Gerd Wirtz: Ich habe mehr als 20 Jahre Bühnenerfahrung als Moderator und Referent sowie eine Moderatorenausbildung. Ebenso war ich bei der Speaker Akademie der GSA (Abschluß als Jahrgangsbester). Mein Fachwissen ist gepaart mit Überzeugungskraft und Humor.4. WAS BRINGT DIE ZUKUNFT? SPIELT DIE „ZEIT“ IN IHREM METIER EINE ROLLE? WANDEL ODER STETIGKEIT?Dr. Gerd Wirtz: Die Zukunft spielt in meinen Vorträgen eine Schlüsselrolle. Wie entwickelt sich die Medizin? Wie kann jeder Einzelne den Fortschritt für sich persönlich nutzbar machen?5. WAS MÖCHTEN SIE IHREN ZUHÖREREN MIT AUF DEN WEG GEBEN?Dr. Gerd Wirtz: Es ist wichtig, sich immer wieder neu vor Augen zu führen, wie rasant die digitale Entwicklung voranschreitet. Noch wichtiger ist aber, sich zu vergegenwärtigen, welche Chancen sie jedem Einzelnen bietet, vor allem im Hinblick auf die eigene Gesundheit bzw. auf die Gesundheit von Patienten. "Her mit den Maschinen! Her mit KI und Robotern! Damit Medizin wieder menschlicher wird!" 

Ayesha Khanna – Künstliche Intelligenz und Smart Cities als Lebensauftrag
25 Jun 2019

Ayesha Khanna – Künstliche Intelligenz und Smart Cities als Lebensauftrag

Sehr wahr. Ayesha Khanna arbeitete 10 Jahre lang an der Wall Street an großen Handelssystemen. Sie ist Mitbegründerin und CEO von ADDO AI, einem Unternehmen für künstliche Intelligenz (AI)-Lösungen und Inkubator. Sie war strategische Beraterin für künstliche Intelligenz, intelligente Städte (Smart Cities) und Fintech für führende Unternehmen und Regierungen. Ayesha Khanna ist außerdem Mitglied des Verwaltungsrats der Infocomm Media Development Authority (IMDA), der Regierungsbehörde von Singapur. Die Behörde entwickelt einen erstklassigen Technologiesektor, um die digitale Wirtschaft des Landes voranzutreiben und die Vision von einer „Smart Nation“ voranzutreiben.Sie sagt: „Ich denke, dass es mit einer Person als Gründer beginnt, mit der Leidenschaft und den Visionen dieser Person. Aber ohne sich mit Menschen zu umgeben, die in vielerlei Hinsicht besser, klüger, kreativer sind als man selbst, geht es nicht. Wenn diese Chemie dann aber passiert, wird man unaufhaltbar.“Ayesha Khanna erzählt, dass das Umfeld, zuerst durch ihre Eltern als sie aufwuchs und später, als sie in Harvard zu studieren begann für sie äußerst motivierend und förderlich war. Es gab ihr die Zuversicht zu denken, „du kannst alles“. Zwischen ihren Eltern und Harvard, sagt sie heute „wurde ich sehr furchtlos“.Nach ihrem Abschluss in Harvard ging Ayesha Khanna nach New York, wo sie sich nicht nur in die Stadt und die Kultur verliebte, sondern auch in die Technologie.Seitdem richtete sie ihren Fokus klar auf Technologie und Smart Cities, was sie im Jahr 2012 nach Singapur führte. Sie sagt über Singapur: „Es ist ein kleines Land, fördert aber eine sehr globale Denkweise.“Weil Ayesha Khanna in Pakistan groß geworden ist, bedeuten ihr die Entwicklungsländer sehr viel. Schnell erkannte sie, dass durch künstliche Intelligenz die Kosten für Dienstleistungen wie Gesundheitswesen, Verkehr und Gebäuden gesenkt werden könnte. Ayesha Khanna: „All diese Dinge können mit künstlicher Intelligenz billiger und zugänglicher gemacht werden.“Deshalb begann sie, mit ihrem Team eine Plattform zur Automatisierung von Kundendiensten aufzubauen: „Damit jeder in Asien mit einer Bank oder einem Telekommunikationsunternehmen in seiner Landessprache sprechen kann“ sagt sie und ihre Augen strahlen. „Sie können mit einem Telefon sprechen und der Chat-Bot für künstliche Intelligenz gibt Ihnen die Informationen.“ Ihre Miene verdunkelt sich für einen Moment als sie fragt:„Wissen Sie, wie frustrierend es für arme oder auch gutbürgerliche Menschen ist, wenn sie Stunden brauchen, um eine Information zu bekommen? Nur die Elite erhält Zugang zu bestimmten Informationen, schon allein durch Sprachbarrieren. Diese Ungerechtigkeit macht mich wütend.“Ayesha Khannas anderes großes Thema ist „Smart Cities“, übersetzt intelligente Städte.Sie glaubt, dass „Smart Cities viel sowohl mit den Menschen zu tun haben, die in ihnen leben, als auch mit den öffentlich-privaten Kooperationen, die Bürgerdienste entwickeln.“ In einem Artikel auf silverkris.com erklärte sie, dass „Singapur ein exzellentes Beispiel ist, wie man den Begriff Smart City viel weiter fassen könnte. Es geht nucht mehr nur um Smart Cities, sondern viel mehr um Smart Nations, „intelligente Nationen“, die auf einer Grundlage von Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet basiert. In zunehmendem Maße wird der Begriff „intelligent“ als Ausdruck von Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen und interdisziplinären Ansätzen verstanden.Sie sieht auch großes Potenzial für die Entwicklung von Städten in Entwicklungsländern. Wie sie auf Silverkris.com schrieb: „Intelligente Technologie wird sich auch auf Städte in Entwicklungsländern auswirken. Städte ziehen Menschen an, weil sie für eine gute Gesundheitsversorgung, Bildung und eine grundlegende Infrastruktur sorgen. In der Vergangenheit konnten ärmere Städte nicht wirklich mithalten. Mit digitalen Diensten besteht nun aber auch für so genannte Second-Tier- und Third-Tier-Städte die Möglichkeit, auf bestimmte Services zuzugreifen, die zuvor nicht erhältlich waren.“Ayesha Khanna hat auch eine Wohltätigkeitsorganisation in Singapur gegründet, die Mädchen beibringt, zu kodieren und zu programmieren.„Ich wünsche mir, dass diese Mädchen, wenn sie unser Programm abgeschlossen haben und arbeiten, Unternehmerinnen sind, dass sie dann keine Scheu vor Vorstandssitzungen haben, in denen es um Technologie geht.“Ayesha Khanna sprüht vor Energie und es scheint, als sei sie unaufhaltsam. Ihre überwältigende Power und Freude wirken geradezu unwiderstehlich. Erleben Sie Ayesha Khanna auf Ihrer Bühne und senden Sie uns Ihre Anfrage zu unter [email protected]

Dominique Gisin – die «5-Referenten24-Fragen»
7 Dec 2018

Dominique Gisin – die «5-Referenten24-Fragen»

Dominique Gisin gehörte von 2007 bis 2015 zur Weltspitze im alpinen Skirennsport. Sie wurde an den Olympischen Winterspielen in Sochi 2014 zeitgleich mit der Slowenin Tina Maze Olympiasiegerin in der Königsdisziplin Abfahrt.InterviewWas sind die Kernthemen Ihrer Vorträge?Dominique Gisin: Der Vortrag gibt Einblicke in die Welt des Skizirkus, des Spitzensports, und natürlich in meinen eigenen Weg zu Olympiagold.Zusätzlich zu meiner eigenen Geschichte (gespickt mit vielen Fotos, Videos und Einzelheiten) zeigt der Vortrag auch die Parallelen zu anderen Bereichen auf, wo Spitzenleistungen gefragt sind – sei dies nun im Sport, im Berufsleben oder aber ganz allgemein.Welches Publikum bzw. welche Branche erreichen Sie mit Ihrer Rede?Dominique Gisin: Ein Vortrag für alle Menschen, deren Weg bisher nicht linear nach oben verlaufen ist. Für alle, die Rückschläge erleiden mussten. Für alle, die hart für ihre Träume kämpfen. Für alle, die tief gefallen sind und die kurz davor sind aufzugeben. Möge dieser Vortrag Zuversicht, Hoffnung und Inspiration geben, um den eigenen Weg mutig weiterzugehen und Spuren zu hinterlassen.Warum sind Sie ein Referenten24? Woher nehmen Sie Ihre Erkenntnisse?Dominique Gisin: Seit meinem Sieg in Sochi mit der Olympischen Goldmedaille erhalte ich sehr viele Anfragen, um an unterschiedlichsten Anlässen von meiner eigenen Karriere, mit allen Hochs und Tiefs, von den Anfängen, meinen Trainingsmethoden und vom Olympiasieg zu berichten.Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, zusammen mit meinem langjährigen Sportpsychologen, Dr. Christian Marcolli, mit welchem ich die mentale Stärke aufgebaut habe, einen einstündigen, multimedialen Vortrag anzubieten.Was bringt die Zukunft? Spielt die 'Zeit' in ihrem Metier eine Rolle?Dominique Gisin: Wandel ist die Grundlage unseres Seins. Stillstand ist für mich immer Rückschritt. In meiner Karriere durfte ich schon sehr früh erfahren, dass es immer Dynamik braucht, um weiterzukommen.Was ist ihr Lebensmotto? Was möchten Sie Ihren Zuhörern mit auf den Weg geben?Dominique Gisin: „Nur diejenigen, die das Risiko eingehen zu weit zu gehen, werden möglicherweise herausfinden, wie weit man gehen kann.“ T.S. Eliot

Nicole Brandes – Inspirationen für Führungskräfte der nächsten Generation
29 May 2018

Nicole Brandes – Inspirationen für Führungskräfte der nächsten Generation

Als Oscar Wilde Amerika betrat, , fragte der Zollbeamte: „Haben Sie etwas zu deklarieren?“. „Nur meine Grossartigkeit“ antwortete Wilde.Was macht uns grossartig? Können wir das messen?Früher haben wir die Welt vermessen. Heute vermessen wir uns selbst. Jeder Schritt, den wir machen, jede Kalorie, die wir essen, jede Sekunde, die wir schlafen. Wir verfolgen, berechnen und bewerten einfach alles. Früher haben wir Maschinen ausgerüstet. Nun rüsten wir unsere Körper und Gehirne aus. Aber: erhöht das auch unser Potenzial zu wahrer Grösse aufzulaufen?Wir haben immer die Wahl – zum Beispiel durchschnittlich oder eben grossartig zu sein.Und mit grossartig meine ich nicht das Ergebnis, sondern den Weg dorthin – nämlich sein Bestes in einem bestimmten Moment zu geben. Sich dabei vielleicht sogar selbst zu übertreffen. Technologie kann uns helfen, neue Maßstäbe zu setzen, unsere Expertise zu verbessern, klüger zu handeln, effizienter zu sein, mehr Menschen zu erreichen. Aber all das hilft uns nicht, unsere wahre Grösse zu entfalten. Ich glaube, der wesentliche Punkt für wahre Größe ist:Mit unserem ganzen Sein präsent zu sein und das Wertvolle was wir haben, zu geben:ZeitGeduldZuwendungOffenen GeistOffenes HerzSich wertfrei einlassenWertschätzungAnerkennungVertrauen – auch als VorschussLiebeDie Bereitschaft an das Gegenüber zu glauben, es zu fördernDie Fähigkeit zu verzeihenAll das ist eine Entscheidung. Und sie geht zurück auf Ihre tiefste innere Wahrheit. Das geht weit über Fachwissen, Bildung, Rolle, Status und Leistung hinaus. Wir sind so viel mehr als unsere Leistung.Wenn Sie sich mit Ihrem ganzen Sein zeigen, berührt das Menschen.Das spüren sie. Dann entsteht eine Verbindung. Und wenn Sie das schaffen in dieser verrückten Welt, dann zeichnen Sie sich dadurch bereits aus. Weil Menschen das brauchen.Menschen erinnern sich vielleicht nicht an Ihre Worte. Aber sie erinnern sich an den Moment, in dem Sie ihn jenseits seiner Unzulänglichkeiten sehen.Und das macht den Unterschied. Das kann große Auswirkungen haben. Bei allen faszinierenden und nützlichen Wundern der künstlicher Intelligenz, keine Maschine kann das.Als ich im Gymnasium war, hatten wir Mr. Scheuchzer. Er unterrichtete deutsche Literatur. In Wahrheit war er Vorbild, nämlich sich mit Leidenschaft für etwas einzusetzen und niemals den Glauben zu verlieren – vor allem an sich selbst. Er sah mich Aufsätze schreiben und sagte: „Deine Worte sind mächtig, wahrscheinlich kannst du das Leben von Menschen verändern“. Natürlich taugten meine Essays nichts! Aber er sah, wie ich mich mit aller Wucht ins Zeugs legte und er ermutigte mich weiter. Und das tat er mit allen anderen Schülern auch. Heute habe ich das Vergnügen, mit erfolgreichen Menschen zu arbeiten, sie dabei zu unterstützen, an die eigene innere Kraft, Lebendigkeit und Freiheit zu gelangen, so dass sie sich selbst besser führen und andere inspirieren können. Und all das geht auf einen Schullehrer in einem kleinen Dorf zurück, der uns mit seiner ganzen Persönlichkeit vermittelte:„Hey, Du kannst das. Ich glaube an Dich“An wen glauben Sie? Jeder kann einen Herrn oder eine Frau Scheuchzer gebrauchen! Jeder verdient Ihre Grösse, denn wir alle kämpfen unsere Kämpfe. „Größe besteht nicht darin, stark zu sein, sondern die Stärke richtig zu nutzen. Der Grösste ist, wer mit seiner Stärke die meisten Herzen beflügelt, vor allem mit seinem eigenen.“Wenn Sie also wirklich großartig sein wollen, dann finden Sie die Größe im Menschen – und fangen Sie gleich mit sich selbst an!Ich erinnere die Menschen in meinen Coachings immer wieder daran. Wenn Sie also Ihre eigene Grösse entdecken wollen, müssen Sie einfach mal hinschauen. Ich weiß, das ist nicht so einfach. Beginnen Sie einfach damit, genauer hinzusehen: hinter Ihre Stärken- aber vor allem hinter Ihre Schwächen. Sie werden überrascht sein, wieviel Grösse plötzlich zum Vorschein kommt. Das glaube ich nicht, ich weiss es.Nicole Brandes ist internationaler Management Coach, Autorin, Partnerin des Zukunftsinstituts und gefragte Keynotespeakerin. Sie setzt sich für die innere Stärke im äusseren Chaos der digitalen Transformation ein.Buchen Sie Nicole Brandes für Ihre Bühne und senden Sie uns Ihre Anfrage an [email protected]

Digitalisierung des Vertriebs im Mittelstand – Sebastian Decker im Interview
21 Aug 2020

Digitalisierung des Vertriebs im Mittelstand – Sebastian Decker im Interview

Sebastian Decker: Mittelständische Unternehmen sind der Motor der deutschen Wirtschaft. Firmen dieser Kategorie beschäftigen inzwischen über 30 Millionen Erwerbstätige und erwirtschafteten im Jahr 2018 35,3 Prozent des gesamten Umsatzes der Unternehmen in Deutschland. Durch den Einsatz und Ausbau innovativer Technologien und dank der fortschreitenden Digitalisierung konnten die Produktionsprozesse in mittelständischen Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und optimiert werden. Doch gilt dies auch für andere Abteilungen, wie beispielsweise den Vertrieb?Wie kann der Mittelstand seinen Vertrieb digitalisieren und davon profitieren?Darüber haben wir mit Dr. Sebastian Decker gesprochen. Als Trainer der Google Zukunftswerkstatt schult er Mittelständische Unternehmen seit Jahren dabei digitale Technologien und Online Marketing zu nutzen, um Kunden zu gewinnen und ihren Vertrieb zu unterstützen. Mit seinem Unternehmen Marketing für Gewinner entwickelt er Digitalstrategien für Konzerne und setzt diese mit ihnen um.Sebastian Decker ist überzeugt, dass der Mittelstand im Vertrieb 90 Prozent der vorhandenen Ressourcen verschwendet.In seinen Vorträgen lädt der Experte seine Zuhörer auf eine Zeitreise in die Zukunft des Vertriebs und der Werbung ein. Die digitale Welt hat sich rasant entwickelt und bietet auch für mittelständische Unternehmen viele Chancen und Möglichkeiten. Wie aber kann der Mittelstand seine Vertriebsprozesse digitalisieren, um Vertriebsmitarbeiter optimal zu unterstützen und gleichzeitig die Kundenzufriedenzeit sicherzustellen? Wir haben bei Sebastian, dem Experten für Digitalisierung, nachgefragt:Was glauben Sie, wie geht es dem Mittelstand?Ich bin der Ansicht, dass der Mittelstand weiterhin gut dasteht. Zwar hat die Corona-Pandemie viele Unternehmen hart getroffen, jedoch war diese Krise vielleicht auch das notwendige Warnsignal, das Firmen wieder aufgeweckt hat. Denn der Mittelstand hat sich in der Vergangenheit oft auf seinem Erfolg ausgeruht.Mittelständische Unternehmen haben sehr viel richtig gemacht. Sie sind innovativ und bieten eine Vielzahl von qualitativ hochwertigen Produkten an. In vielen Betrieben wurde die Produktion stark optimiert und perfektioniert, die Vertriebsarbeit hat sich jedoch in den letzten 30 Jahren kaum verändert.Wie digital ist der Mittelstand?Im Bereich der Produktion haben die Betriebe hier in den letzten zehn Jahren massiv aufgerüstet. Andere Abteilungen haben jedoch von der Digitalisierung nichts abbekommen. Insbesondere beim Vertrieb bereitet mir das Sorgen, denn so gehen viele Ressourcen verloren!Während in der Produktion alle verfügbaren Daten genutzt werden um herauszufinden, ob bestimmte Produktionsparameter, wie Druck, Temperatur noch um 2 Prozent angepasst werden könnten, sodass der Output weiter optimiert werden kann, hat sich im Vertrieb fast gar nichts verändert.Welche Digitalisierungs-Defizite sehen Sie im Vertrieb?In einem Großteil der mittelständischen Betriebe läuft Vertrieb noch folgendermaßen ab: Es gibt Vertriebs- und Außendienstmitarbeiter, die entweder ihre Bestandskunden kontaktieren, um Produkte zu platzieren, oder die versuchen, auf Messen oder per Kaltakquise Neukunden zu gewinnen. Ab und an wird vielleicht noch Werbung in einem Magazin oder einer Zeitung für neue Produkte oder frei gewordene Stellen gemacht oder man verlässt sich auf Empfehlungen von Bestandskunden.Die wenigsten Unternehmen hinterfragen jedoch, ob diese Werbemaßnahmen wirklich profitabel sind und überhaupt die richtige Zielgruppe erreichen. Hochqualifizierte Vertriebsmitarbeiter werden so absolut ineffektiv und ineffizient eingesetzt und verbringen den Hauptteil ihrer Arbeitszeit mit Aufgaben, für die sie deutlich überqualifiziert sind. Darunter fallen beispielsweise die Kontrolle von Angeboten, das wiederholte beantworten gleicher Anfragen oder auch das Fahren im Auto zum nächsten Kunden.Ich selbst habe im Vertrieb eines Chemiekonzernes gearbeitet und hier miterlebt, wie ineffektiv top ausgebildete, promovierte Mitarbeiter eingesetzt werden.Was kann ein Unternehmen machen, um die Digitalisierung des Vertriebs voranzutreiben?Ich sehe hier drei Schritte, wie Betriebe den Vertrieb mit digitalen Prozessen unterstützen können:1. Weg von Kalt- und Hin zu WarmakquiseDurch Online-Marketing bietet sich heute die Möglichkeit, Menschen genau dann zu erreichen, wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung benötigen. Dank gezielter Werbeanzeigen kann ich exakt dann auf mich aufmerksam machen, wenn ein möglicher Kunde mich und mein Unternehmen braucht. Eine Firma sollte seine Vertriebsmitarbeiter nicht in der Kaltakquise einsetzen, denn von 10, 50 oder 100 Kontaktpunkten führen häufig nur wenige zu einem wirklichen Auftrag.Die bessere Lösung wäre, dass ein Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen online vorstellt und Interessenten zum Beispiel dazu einlädt, einen Gesprächstermin mit einem Vertriebler zu vereinbaren. Außerdem könnte man Informationsunterlagen zum Download auf der Unternehmenswebsite bereitstellen, die nach der Angabe von Kontaktdaten heruntergeladen werdenkönnen. Ein Vertriebsmitarbeiter kann daraufhin den Kunden kontaktieren und so nachhaltig eine Beziehung aufbauen.2. Einführungsinformationen online auslagernIch selbst habe im Vertrieb bei einem großen Chemiekonzern die Erfahrung gemacht, dass ich und meine Kolleginnen und Kollegen die meiste Arbeitszeit damit verbrachten Papierkram zu erledigen oder auf Reisen zu sein. Die Reisezeit ließ sich jedoch nicht effektiv nutzen, und somit auch nicht unsere Arbeitskraft. Es passierte immer wieder, dass wir potenziellen Kunden unsere Technologien und Produkte immer wieder auf die gleiche Art und Weise erklären und vorstellen mussten.Diese allgemeinen Fragen, die erfahrungsgemäß immer wieder gestellt werden, könnte man Kunden bereits vor dem ersten Gespräch oder Treffen beantworten. Auf der unternehmenseigenen Website könnte man ein Online-Seminar anbieten, in dem man Wissen vermittelt und die Produkte oder Services des Unternehmen verstellt. Im Nachgang kann man bei einem Einzeltermin alle noch offenen Fragen persönlich beantworten.3. Digitalisierung von Prozessen – weg von der Excel TabelleWas ich auch immer wieder bei Unternehmen erlebe ist, dass die Kundendatei auf einer Excel-Tabelle oder einem schlecht gepflegten CRM-System basiert. Als Resultat gehen viele Kundenkontakte verloren oder es wird nicht an der richtigen Stelle nachgefasst. Auch Angebote werden noch händisch erstellt. Dieser Prozess ist nicht nur zeitraubend, sondern auch fehleranfällig. Durch eine digitalisierte Pflege von Kundendaten kann mit nur wenigen Klicks ein Kundenkontakt aufgerufen, und ein Angebot oder eine Rechnung erstellt werden. So müssen Vertriebsmitarbeiter nur noch wenig Zeit für die Erstellung des notwendigen Papierkrams aufwenden, dank Digitalisierung.Wie wird sich Online-Werbung in Zukunft durch künstliche Intelligenz und Algorithmen verändern?KI und Algorithmen werden bereits heute für Online-Werbung eingesetzt. Die großen Internetkonzerne Google, Facebook, LinkedIn, etc. sammeln schon seit Jahrzehnten gigantische Datenmengen. Durch unsere Bewegungsmuster, unser Such- und Surfverhalten im Internet, unsere Likes oder Kommentare können die Plattformen inzwischen hervorragend vorhersagen, welche Produkte uns interessieren und welche wir vielleicht in Zukunft kaufen möchten. Und Unternehmen können auf diesen gesamten Datenpool ganz einfach zugreifen und gezielt Werbeanzeigen schalten! Dazu muss nur noch der passende Werbetext geschrieben und gegebenenfalls eine Grafik oder Bildmaterial erstellt werden.In der Zukunft werden Algorithmen jedoch noch weitere Dinge in der Werbewelt für uns übernehmen. Online Werbung wird wie das autonome Fahren funktionieren: Wir geben auf einer Werbeplattform an, welche Produkte wir verkaufen wollen, und die Plattform übernimmt dann den kompletten „Fahrplan“ für uns, sprich:sie erstellt unsere Werbemedienschreibt unsere Texte, usw.Schon heute können Algorithmen Werbebanner erstellen oder sogar komplexe Texte, Romane oder Gedichte schreiben. So ist es ein Leichtes, basierend auf den online verfügbaren Daten zu einem Produkt den idealen Werbetext zu verfassen, der für den Nutzer relevant ist.Stellen wir uns also einmal vor, und das ist nun leider ein etwas vorurteilsbehaftetes Beispiel, ein Mann sucht bei Google nach dem Begriff „Range Rover SUV kaufen“. Für ihn wäre dann vermutlich relevant, wie viel PS und Motorleistung der Wagen hat. Wenn aber eine Frau nach demselben Begriff sucht, sind für sie vermutlich andere Informationen, wie die Sicherheit oder die Farbe des Fahrzeugs, relevant sein. Dieses Beispiel zeigt, wie für unterschiedliche Menschen andere Werbebotschaften relevant und interessant sein können. Und Maschinen können dies einfach mit den Daten, die zur Verfügung stehen, viel besser nachvollziehen und nachverfolgen als wir Menschen.„Unsere Aufgabe wird es in Zukunft lediglich sein, das Ziel und die Strategie der Online-Werbung vorzugeben. Der Rest wird von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz übernommen.“Inwiefern stoppen gesetzliche Restriktionen, wie die Datenschutzgrundverordnung Unternehmen sich erfolgreich online zu vermarkten?Im Grunde hat die Datenschutzgrundverordnung das Online-Marketing nicht gebremst, sondern vielmehr die Angst in Unternehmen verstärkt. Ich erlebe immer wieder, dass Betriebe aus blankem Unwissen hocheffiziente Marketingmaßnahmen nicht nutzen, weil die Furcht vor einer Abmahnung zu groß ist. In 99 Prozent der Fälle schöpfen Unternehmen riesige Potenziale nicht aus, weil die Angst vor dem Unbekannten stärker ist. Die Datenschutzgrundverordnung war zwar eine große Veränderung, jedoch ist sie kein Hindernis, das erfolgreiches Online-Marketing unterbindet. Es gibt immer legale Lösungen.Was halten Sie von Offline Marketing Maßnahmen wie Zeitungsanzeigen oder Messen?Ich habe selten erlebt, dass mir jemand eindeutig beweisen konnte, dass Marketingmaßnahmen wie Zeitungsannoncen oder Messen profitabler sind als Online-Marketing-Maßnahmen. Der Vorteil von Online-Werbung ist auch die einfache Messbarkeit: ich kann genau nachvollziehen, mit wie viel Werbebudget ich zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Kontaktanfragen generiert habe.Um wirklich nachvollziehen zu können, welche Maßnahmen effektiver sind, müsste man eine genaue Gegenüberstellung machen. Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass eine Messe, in die ich 50.000 € oder 100.000 € oder sogar mehr investiert habe, pro Kundenanfrage günstiger ist als eine Online-Maßnahme.Allerdings muss man auch den Zusatznutzen von Offline-Marketing berücksichtigen. Auf einer Messe ist es zum Beispiel möglich, dass ich neue Lieferanten kennenlerne oder einen neuen zukünftigen Mitarbeiter akquiriere. Dies ist über Online-Maßnahmen, mit denen ich ja nur mein Produkt bewerbe, eher unwahrscheinlich.Welches sind also abschließend die 3 Schritte, die ein Unternehmen in Zukunft angehen sollte?Unternehmen sollten damit beginnen, auf ihrer eigenen Website etwas zu verkaufen. Dies muss nicht gleich eine ganze Produktreihe sein, es reicht beispielsweise schon ein Beratungstermin. So können erste Erfahrungen gesammelt werden.Als zweiten Schritt würde ich empfehlen, ein bis zwei Online-Marketing-Kanäle zu testen. Zum Beispiel könnte man bei Google oder Facebook Werbeanzeigen schalten, um weitere Erfahrungswerte zu generieren.Außerdem sollte man die aktuellen Vertriebs- und Akquiseprozesse hinterfragen, als wären sie eine Produktionsmaschine. Welche wiederkehrenden Aufgaben gibt es? Wo gibt es unnötigen Leerstand der Mitarbeiter (zum Beispiel durch lange Autofahrten)? Wie bei Maschinen ist sicherlich auch hier eine Optimierung durch Digitalisierung möglich.Als vierten und zusätzlichen Schritt bei Fragen rund ums Online-Marketing, buchen Sie Sebastian Decker als Trainer oder Redner zum Thema Digitalisierung: [email protected]

Wolfgang Bosbach: Einer der letzten Aufrechten
12 Jul 2021

Wolfgang Bosbach: Einer der letzten Aufrechten

„Humor ist die beste Medizin“, sagt Wolfgang Bosbach, gebürtiger Rheinländer mit Frohnatur, Hobbyfußballer und seit 48 Jahren Vollblutpolitiker. „Humor ist ein Motor, wenngleich es in Berlin schwieriger wird mit dem Humor“, so der 69 Jahre junge Bosbach. Viele verwechselten Humor mit Oberflächlichkeit. „Wenn man hier den Menschen einen fröhlichen guten Morgen wünscht, macht man sich schon verdächtig… bei vielen Politikern gilt schlechte Laune möglicherweise sogar als Nachweis besonderer Seriosität – man macht sich von morgens bis abends Sorgen um die Welt und zeigt das auch mit der Körpersprache.“Wolfgang Bosbach lacht herzhaft und gern, er sagt, er sei nicht nur im Rheinland geboren, sondern auch Rheinländer aus Überzeugung. Dabei gehört der Politiker und Top-Speaker zu denen, denen das Leben nicht nur leicht mitgespielt hat. Im Jahr 2010 wurde bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert. Doch anstatt sich in Selbstmitleid zu verkriechen, begann er als einer der ersten offen über seine Krankheit zu sprechen. Politik betrieb er weiter.Wolfgang Bosbach galt in seiner Partei CDU immer als jemand, der aneckt.Das brachte ihm den Ruf der „Kuh, die immer quer im Stall steht“ ein. Weil ihm diese Rolle nicht mehr gefiel, hat er Konsequenzen gezogen und ist bei der letzten Bundestagswahl nicht mehr angetreten. Sein Ruf in der Partei machte ihn gleichzeitig zum Sympathieträger bei den Wählern. Sie vertrauten ihm, denn sie wussten: Da ist einer, der hält, was er verspricht. Im Beliebtheitsranking der Politiker war Wolfgang Bosbach so beliebt wie sonst nur Kanzler und Minister. Er spricht Klartext, er ist einer „der letzten Aufrechten“.Wolfgang Bosbach ist der, den man auch im Fernsehen sieht und in Interviews hört. Er spielt keine Rolle, sondern bleibt bei sich selbst. In seinem Vortrag „Begegnungen. Erlebnisse. Erfahrungen. Wie Politik sein sollte und tatsächlich ist“ sagt er:„Ich habe zwei Erkenntnisse in meinem Leben gewonnen, die banal klingen mögen, doch aus meiner Sicht die Wichtigsten sind. Erstens ist das, authentisch zu sein und zu bleiben und zweitens, bei seinen Überzeugungen zu bleiben, auch, wenn es Ärger gibt.“Er habe es oft erlebt, dass Menschen ihn ansprachen und sagten, dass sie zwar seine politischen Meinungen nicht teilten, es jedoch gut fänden, dass er zu seinen Überzeugungen stehe.Unter einem Interview bei SWR1 Leute liest man Kommentare wie: „Sie gehören nicht zu den Guten nein zu den Ganz Guten. Klasse Mensch und Politiker“, oder „Sehr sympathischer Mensch. Schade das ich sie in ihrer Amtszeit nicht wahrgenommen habe. Wir sollten mehr Politiker haben die sich selbst als Menschen sehen und vor allem im Sinne der Menschen handeln. Ich wünsche ihnen alles Gute Herr Bosbach.“Wolfgang Bosbach hat von der politischen auf die Rednerbühne gewechselt. Er gilt als einer der Top-Redner der deutschen Szene und teilt in seinen Vorträgen unter anderem über Deutschlands Zukunft in Europa und der Politik und Wirtschaft, die Politik der Zukunft, über die Zwickmühle, in der Europa zwischen den USA und China steckt, oder die Herausforderungen für Deutschland in der Innen- und Sicherheitspolitik.

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